Eiskalt vor dem Tor und zur Not auch per Doppelpass mit dem Pfosten: Ewa Pajor. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Eiskalt vor dem Tor und zur Not auch per Doppelpass mit dem Pfosten: Ewa Pajor. Foto: Agentur Hübner/Archiv Foto: Agentur Hübner/Archiv
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17.11.2019

Dramatischer Pokalfight: VfL bezwingt Bayern spät dank Pajor

von Frank Vollmer


München/Wolfsburg. Die Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg haben das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Beim dramatischen und späten 3:1 (1:1)-Sieg über Konkurrent FC Bayern München ragte vor allem Torjägerin Ewa Pajor mit einem Doppelpack heraus.

Vor 1.400 Zuschauern im FC Bayern Campus spielte Ewa Pajor nach 20 Minuten und einem langen Ball der wiedergenesenen Alex Popp Doppelpass mit dem Pfosten. Der eigentlich als Torschuss gedachte Ball kam direkt zu der 22 Jahre jungen Polin zurück und sie hielt den Kopf hinein. Da war auch Simone Laudehr machtlos (21.).

Doch die Hausherrinnen konterten die knappe Wolfsburger Führung weg: Über links zeigten sich die Wölfinnen kurz vor der Pause anfällig und konnten auch den Querpass in den Strafraum nicht mehr verhindern, wo Bayerns Jovana Damnjanovic sichclever löste und auch Lindahl im Wolfsburger Tor keine Chance ließ (45.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein temporeicher Pokalfight. Nach einem feinen Chip von Pajor scheiterte Popp nur knapp an FCB-Torfrau Benkahrt, die beim 0:1 noch zu lange gezögert hatte (70.). Die Pokal-Partie gebar sich mit fortlaufender Spielzeit immer dramatischer. Die Gäste erarbeiteten sich mit der Zeit ein Chancenübergewicht, mussten gegen die kontergefährliche Elf von Trainer Thomas Wörle aber stets auf der Hut sein.

Nach einem wuchtigen Distanzschuss von Fridolina Rolfö war es Dominique Janssen, die den Ball von Torfrau Benkarth direkt vor die Füße geklärt bekam. Die 24 Jahre junge Niederländerin ließ nicht lange bitten und drosch die Kugel zum 1:2 unter das Tordach (85.). Vorbei war dieses packende Spiel damit aber noch nicht. Die Bayern-Frauen warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und ließen sich eiskalt auskontern: Natürlich war es die diesmal überragende Pajor, die in der 90. Minute plötzlich alleine aus gut 30 Metern die Entscheidung ins verwaiste Bayern-Tor schlenzte.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese schwere Aufgabe gemeistert haben“, zeigte sich Stephan Lerch glücklich über den Einzug ins Viertelfinale, mahnte jedoch: „Es hätte auch anders laufen können. Gerade in der zweiten Hälfte war es eine sehr offen geführte Partie, in der Bayern auch Chancen hatte und wir zu einem glücklichen Zeitpunkt das 2:1 gemacht haben. Die Zuschauer haben ein packendes, spannendes und auch hochklassiges Spiel gesehen und wir sind sehr glücklich, dass wir die nächste Runde erreicht haben.“

Der Viertelfinal-Gegner der Wölfinnen wird am 9. Februar 2020 in der ARD-Sportschau ermittelt. Schon am kommenden Samstag (13 Uhr/live auf ARD ONE), stehen sich die Frauen des VfL Wolfsburg und der FC Bayern München erneut gegenüber

Zahlen & Fakten


FC Bayern München: Benkarth – Hendrich, Wenninger (87. Islacker), Laudehr, Simon – Lohmann, Magull – Skorvankova (67. Ilestedt), Dallmann (77. Schweers), Beerensteyn – Damnjanovic Trainer:Thomas Wöhrle

VfL Wolfsburg: Lindahl – Maritz (80. Wolter), Wedemeyer (62. Doorsoun), Goeßling, Janssen, Rauch – Engen, Harder (61. Rolfö), Gunnarsdottir – Pajor, PoppTrainer:Stephan Lerch

Torfolge: 0:1 Ewa Pajor (21.), 1:1 Jovana Damnjanovic (45.), 1:2 Dominique Janssen (85.), 1:3 Ewa Pajor (90.)

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