Hadern mit dem Spielverlauf: Torwart Koen Casteels und Angreifer Wout Weghorst. Foto: Agentur Hübner/Archiv
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09.02.2019

Dreifache Führung reicht dem VfL nicht zum Sieg in Freiburg

von Frank Vollmer


Freiburg/Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg hat am 21. Spieltag der Bundesliga den sechsten Sieg in Folge beim SC Freiburg knapp verpasst und den 100. Auswärtssieg im Oberhaus vertagen müssen. Beim 3:3 (1:1) im Schwarzwald-Stadion führte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia dreimal, hatte am Ende aber Glück, dass es noch ein Punkt wurde.

Sechs Tore, kein Sieger


Was für ein Spiel! Dreimal waren die Gäste aus Niedersachsen verdient in Führung gegangen – dreimal fanden die Breisgauer mit großer Moral und absoluten Nehmerqualitäten die passende Antwort. Dabei war der VfL Wolfsburg invielen Belangen die deutlich bessere Mannschaft. Das Problem: Niemand hatte das den Freiburgern gesagt.

Nach dem 0:1-Aus im DFB-Pokal in Leipzig unter der Woche (wir berichteten) entschied sich Bruno Labbadia für drei Neue in der Startelf: William, Kapitän Josuha Guilavogui und Josip Brekalo rutschten für Paul Verhaegh, Elvis Rexhbecaj und Yunus Malli unter die erste Elf. Die ging nach zehn Minuten durch einen feinen Angriff über Brekalo (links) auf dem emsigen Jerome Roussillon verdient in Führung, weil der Franzose den Ball gekonnt gegen Mike Frantz abschirmte und sofort flach abzog (11.).

In der Folge waren die Wölfe immer wieder nah dran am 2. Treffer, mussten aber noch vor der Pause den Ausgleich hinnehmen. Niederlechner nutzte dabei einen fatalen Blackout von John-Anthony Brooks zur Flanke auf Vincento Grifo, der aus 15 Metern flacht einschob (37.). Der VfL blieb dran, belohnte sich aber nicht: Brekalo scheiterte in der Nachspielzeit (45.+1) und Steffen blieb ein möglicher Foulelfmeterdurch SchiedsrichterDr. Felix Brych versagt (45.+2).

Freiburg zeigt Nehmerqualitäten


Die erneute Führung gelang den Gästen nach einer Stunde vom Punkt. Koch hatte Wout Weghorst im Strafraum festgehalten. Der Gefoulte trat selbst an und schob den Ball recht lässig ins rechte Eck (63.). Wieder währte die Wolfsburger Freude nur kurz, weil der bis dahin unsichtbare Nils Petersen nach einer Ecke von Grifo den Ball am kurzen Pfosten unter die Latte knallte (70.). Die Grün-Weißen schüttelten sich kurz und legtenerneut vor. Diesmal war es ein sehr sehenswerter Angriff über rechts, bei dem William Weghorst in Szene setzte. Der Holländer legte per Hacke weiter auf Renato Steffen, der eiskalt sein drittes Bundesligator erzielte (74.).

Die Labbadia-Elf wähnte sich lange als sicherer Sieger in diesem Spiel. Freiburg wehrte sich mit letztem Einsatz und viel Laufbereitschaft und hatte damit Erfolg. Der VfL bekam kurz vor dem Ende den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Petersen legte das Spielgerät mit der Brust auf Luca Waldschmidt. Der Joker jagte das Leder aus der Drehung zum 3:3 in die Maschen (87.). Beinahe wäre den Grün-Weißen auch der Punnktgewinnabhanden gekommen, doch der Kopfballtreffer von Feiburgs Joker Philipp Lienhart zum 4:3 wurde nach Ansicht des VAR nicht gegeben (90.+4). Dominique Heintz hatte Casteels bei der Aktion gefoult.

Der VfL Wolfsburg fällt vorerst zurück auf Platz 7. Am kommenden Samstag (15.30) kommt der FSV Mainz 05 in die Volkswagen Arena.

Zahlen & Fakten


SC Freiburg: Schwolow - Kübler, Lienhart, Heintz, Günter - Frantz (69. Waldschmidt), Koch - Haberer, Grifo (90.+6 Terrazzino) - Niederlechner (81. Höler), Petersen Trainer: Christian Streich

VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Gerhardt, Arnold - Steffen (79. Rexhbecaj), Brekalo - Weghorst (90.+2 Klaus) Trainer: Bruno Labbadia

Torfolge: 0:1 Jerome Roussillon (11. Brekalo), 1:1 Vincento Grifo (37. Niederlechner), 1:2 Wout Weghorst (63. FE), 2:2 Nils Petersen (70. Grifo), 3:2 Renato Steffen (74. Weghorst), 3:3 Luca Waldschmidt (87. Petersen)

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