Große Enttäuschung bei Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen: Sie dürfen nun doch nicht aufsteigen.
Große Enttäuschung bei Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen: Sie dürfen nun doch nicht aufsteigen. Foto: Reinelt/PresseBlen.de/Archiv
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01.04.2020

"Ein Schlag ins Gesicht!" - Eintracht-LionPride darf doch nicht aufsteigen

von Frank Vollmer


Braunschweig/Wolfenbüttel. Eintracht Braunschweig LionPride wird nun doch nicht in die erste Basketball-Bundesliga zurückkehren. Nachdem die Saison vor gut zwei Wochen wegen der Coronakrise vorzeitig abgebrochen worden war, hieß es zunächst, die Mannschaft von Headcoach Christian Steinwerth dürfe als Tabellenführer des Unterhauses den Aufstieg feiern (wir berichteten). Nun brachten zwei Erstliga-Klubs diese Entscheidung zum Kippen.

"Egoistisches Verhalten ein Schlag ins Gesicht!"


Aktuell hat sich die Situation ohne ihr Zutun doch noch zu Ungunsten der Braunschweiger Korbjägerinnen gewandt – wegen Quereleien unter Klubs der ersten Liga. Nachdem 30 der 32 DBBL-Vereine dem Einfrieren der Tabellen und der Deklarierung der jeweiligen Tabellenführer zum Meister am 15. März zugestimmt hatten, haben Herne und Freiburg angekündigt, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzureichen, woraufhin die Liga ihren Beschluss revidierte. Wohlgemerkt geht es hierbei nicht um Auf- oder Abstieg dieser Teams, die Tabellenvierte bzw. -Fünfte sind.

„Das egoistische Verhalten von Herne und Freiburg ist für uns inakzeptabel und ein Schlag ins Gesicht aller anderen Bundesligisten!“, schimpft Eintracht-Manager Sven Rosenbaum und erklärt: „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir in Zeiten größtmöglichen Zusammenhalts und Solidarität, durch die Willkür zweier Erstligisten, um den Lohn unserer Arbeit gebracht werden“, er deutlich. Ihm tue es vor allem für „alle Spielerinnen, Fans und Sponsoren leid, die sich den Meistertitel und das damit verbundene Aufstiegsrecht, erarbeitet und verdient haben.“

Man wolle seitens des Vereins jedoch nicht die Ruhe verlieren und den weiteren Verlauf des Lizenzierungsverfahrens abwarten: „Für uns ist die Ligazugehörigkeit nicht entscheidend“, stellt Rosenbaum klar. „Wir sind angetreten, jungen Spielerinnen eine Plattform zu geben, sich zu entwickeln und auf Bundesliga-Niveau Basketball zu spielen. Wir werden auch in Zukunft unser Anliegen beim DBB und der DBBL vorbringen, denn nur so hat der deutschen Damenbasketball eine Chance zu überleben. Dazu gehört auch eine Struktur- und Organisationsveränderung der Liga.“


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