Eintracht-Präsident Sebastian Ebel bezieht Stellung zu 50+1

8. Februar 2018 von
"An unserer klaren Positionierung hat sich nichts geändert." Foto: Agentur Hübner
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Braunschweig. Mit seiner Aussage, ergebnisoffenen Gespräche über eine mögliche Reform der 50+1-Regelung zu befürworten, sorgte Soeren Oliver Voigt zum Wochenstart für Irritationen in der Fanszene von Eintracht Braunschweig (wir berichteten). Nun bezog Eintracht-Präsident Sebastian Ebel noch einmal ausführlich Stellung zu diesem Thema.


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„Klare Position hat sich nicht geändert“

„Wir als Verein haben uns im Vorfeld der Debatte klar positioniert und daran hat sich auch nichts geändert“, teilt der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende der Löwen in einer Stellungnahme auf der Vereinshomepage mit. „Wir – also sowohl das Präsidium, der Aufsichtsrat als auch Soeren Oliver Voigt – haben uns immer dafür ausgesprochen, dass die Mehrheit der Anteile an unserer Kapitalgesellschaft im Besitz des BTSV Eintracht von 1895 e.V. bleiben wird. Dazu stehen wir ohne wenn und aber! Im Übrigen stellt unsere Vereinssatzung sicher, dass allein die Mitglieder des Vereins das Recht haben, über die Veränderung von Beteiligungsverhältnissen an unserer Tochtergesellschaft zu entscheiden. Somit ist auch institutionell sichergestellt, dass die Anteile an unserer Kapitalgesellschaft ganz unabhängig von der Ausgestaltung einer ’50+1′-Regel nicht in falsche Hände geraten.

Aus unserer Sicht ist die bestehende ’50+1′-Regelung zu diskutieren und weiterzuentwickeln, da sie heute nicht rechtssicher ist und darüber hinaus Beteiligungsmodelle, bei denen die Mehrheit gerade nicht beim Verein liegen, ermöglicht. Diese Möglichkeit entspricht nicht unseren Vorstellungen.

Die aktuellen Entwicklungen machen darüber hinaus folgendes Dilemma sichtbar: Hätte das DFL-Präsidium über den nun ruhenden Antrag von Hannover 96 entscheiden müssen und diesen Antrag abgelehnt, wäre die Thematik mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Gericht gelandet. Damit wären im nächsten Schritt Gerichte mit der Entscheidung über die Zukunft des deutschen Fußballs betraut worden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wäre entweder vor einem ordentlichen Gericht oder aber spätestens auf EU-Kommissionsebene die Regel gekippt worden. Mit allen bekannten fatalen Folgen für den deutschen Fußball.

Wir stehen in den nächsten Jahren sicherlich an einem Scheideweg und müssen die jetzige Situation als große Chance verstehen, die aktuelle, fehlerbehafte Regelung anpassen zu können und vor allem rechtssicher zu machen. Mit Soeren Oliver Voigt haben wir einen Einträchtler im Präsidium der DFL, der unsere Interessen und die der anderen Clubs der 2. Bundesliga vertreten und damit die Entwicklung des Fußballs aktiv mitgestalten wird. Durch die Beteiligung an der Diskussion um die ’50+1′-Regel haben die 36 Profi-Clubs sowie ihre Anhänger und alle, die den Fußball lieben, jetzt die Möglichkeit, gemeinsam an dieser Zukunft zu arbeiten!“

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