Eintracht-Tennis durchbricht 250-Mitglieder-Marke

8. Juli 2017
Das 250. Mitglied der Eintracht-Tennisabteilung. Foto: Jan Roskosch

Braunschweig. Was vor kurzem noch undenkbar war, ist Realität geworden. Die Tennisabteilung konnte zum 01. Juli das 250. Mitglied willkommen heißen. Das ist bemerkenswert, da die Mitgliederzahlen sich bis Anfang 2014 im freien Fall Richtung 100 Mitglieder befanden. Mit dem umfangreichen Projekt „200plus“ gelang die Trendwende. Ein Bericht von Jan Roskosch.

Ziel wurde übertroffen

Das eigentlich langfristig angesetzte Ziel wurde längst übertroffen. Nun konnte zur Freude aller der Tennis-Vorsitzender Daniel Schriever den Jubilar Armin Abadi auszeichnen. Der Zwölfjährige erklärt, dass er viele Möglichkeiten bei der Eintracht nutzt: Gruppentraining, zusätzliches Spielen auf den Tennisplätzen und an der Tenniswand. „Die Begeisterung von Armin spiegelt die neue Tennisfreude bei der Eintracht wieder – nicht nur bei unseren Jugendlichen, sondern auch bei unseren Erwachsenen in jeder Altersklasse“, so Schriever. Eine neue Clubhausbewirtung und Investitionen in die Infrastruktur sind weitere aktuelle Veränderungen. „Wir sind stolz auf unsere Abteilung, unsere Mitglieder, unseren Verein und auf das, was wir bis heute gemeinsam erreicht haben.“

Reiner Beushausen in Interview

Im Zusammenhang mit dieser positiven Entwicklung sprach Daniel Schriever mit Reiner Beushausen, dem Vizepräsident Vereins- und Sportentwicklung vom Niedersächsischen Tennisverband, über Tennis- bzw. Eintracht-Entwicklung.

Tennis ist seit vielen Jahren die drittgrößte Sportart in Deutschland. Warum ist Tennis weiterhin so populär?
Tennis ist einfach eine wunderschöne, attraktive und athletische Sportart, die Zuschauer immer wieder begeistert. Zudem ist ein wichtiger Faktor, dass Tennis bis ins hohe Alter gespielt werden kann. Für Kinder ist Tennis einfach auch eine grandiose Sportart, die mental fördert und schult. Zudem haben die Verbände inzwischen ein breites Portfolio aufgebaut. Es gibt Breiten- und Freizeitangebote, Trends wie Beach- oder Cardio-Tennis. Es ist einfach für jeden etwas dabei.

Dennoch verzeichnen die Vereine seit den 90er Jahren einen Rückgang der Mitgliederzahlen. Wie beurteilen Sie die Situation? Weitaus stabiler als vor einigen Jahren. Der Rückgang ist zum großen Teil gestoppt und noch liegen wir mit unseren Mitgliederzahlen über jenen vor dem großen Graf- und Becker-Boom.

Bei Eintracht Braunschweig steigen hingegen die Tennis-Mitgliederzahlen kontinuierlich an. Was sagen Sie dazu? Dass es genau solche Vereine sind, die wichtig für eine Stadt und einen Landesverband sind. Vereine, die den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern mit Ideen und Initiativen die Menschen in den Verein locken. Sie haben zielgruppenorientierte Angebote geschaffen und das ist genau der richtige Weg. Hier setzen wir auch mit unseren Projekten im NTV an, die wir den Vereinen auch immer gerne vorstellen. Ich freue mich mit Eintracht Braunschweig über den Erfolg. Es ist ein Erfolg, der eben auch anderen Vereinen Mut macht.

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