Eishockey-WM: Kane & Co. ringen kämpferische Deutsche nieder

7. Mai 2018 von
Auch ein extrem gut aufgelegter Niklas Treutle im deutschen Tor konnte die Niederlage nicht verhindern. Foto: Moritz Eden/City-Press GbR
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Herning/Wolfsburg. Dritte Niederlage im dritten Gruppenspiel! Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Dänemark musste sich das deutsche Team mit Björn Krupp von den Grizzlys Wolfsburg abermals geschlagen geben. Dabei zeigte die am Ende unterlegene Mannschaft gegen die favorisierten USA eine enorm starke Leistung, die am Montagabend mit einem 0:3 (0:0, 0:2, 0:1) endete.

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Rasantes Anfangsdrittel

Mit Niklas Treutle anstelle von Timo Pielmeier im Tor, schickte Bundestrainer Marco Sturm seine Mannschaft in das Duell mit den USA. Dieses Mal musste das deutsche Team früh in die Unterzahl (2.). Zwar zeigten die Nordamerikaner schon nach wenigen Sekunden ihre Offensivstärke, doch der Silbermedaillengewinner von PyeongChang hielt in der Verteidigung gut dagegen und konnte auch im Angriff kleine Spitzen setzen. Von einem verschlafenen Start, ähnlich den beiden ersten Gruppenspielen, konnte hier keine Rede sein und es dauerte nicht lange, bis auch die Deutschen offensiv besser in die Partie kamen. Ein schnelles Spiel nahm seinen Lauf, temporeiche Konter wechselten sich ab – gefährlicher blieben allerdings die US-Amerikaner, die sich gegen einen starken Treutle in seinem ersten WM-Spiel allerdings nicht durchsetzen konnten.

USA schießen sich im Powerplay in Führung

Auch das zweite Unterzahlspiel zu Beginn des zweiten Abschnitts meisterte das deutsche Team ohne Probleme, doch die USA bleiben gefährlich. Immer wieder musste Treutle eingreifen und zeigte dabei einige sensationelle Saves – Glück für die Deutschen, die im zweiten Drittel mehrere Strafen zogen. Zur Spielmitte ging es für die Sturm-Jungs in die doppelte Unterzahl. Dort angekommen wurde der Druck seitens der Amerikaner zu hoch. Nachdem man sich rund eine Minute mit vollem Einsatz verteidigen konnte, kam der tödliche Pass zu Patrick Kane, den der NHL-Star aus spitzem Winkel zum 1:0 (31.) unter die Latte in das Tor krachte.

Die Deutschen blieben cool, konnten sich in der nächsten Unterzahl mehrmals befreien und Konter laufen, es roch nach einem Shorthander – doch es war das Team aus Übersee, welches durch Derek Ryan auf 2:0 (33.) erhöhen konnte. Auch nach diesem Rückschlag ließen sich die Silber-Jungs nicht beirren und kamen nun selbst in den Genuss einer doppelten Überzahl – ohne zählbaren Erfolg, denn auch Treutles Gegenüber Keith Kinkaid war an diesem Tag gut aufgelegt (37.).

Deutschland kämpft – ohne Erfolg

Im bis dahin besten Spiel der deutschen Mannschaft ging es auch im Schlussdrittel mit viel Schwung zur Sache. Die zurück liegende Mannschaft kämpfte weiterhin verbissen um den Anschluss, hatte dabei auch oft Pech. So täuschte der Spielstand über das tatsächliche Geschehen hinweg. Dabei kreierten beide Teams immer wieder Großchancen und profitierten von ihren starken Schlussmännern. Letztendlich konnten die Amerikaner durch Alex DeBrincat, der das Hartgummi von Patrick Kane direkt in den tiefen Slot gespielt bekam und knallhart zum 3:0 (51.) verwandelte, einen weiteren Treffer landen. Zumindest der Ehrentreffer guckte in den letzten Minuten mehrmals durch die Tür, doch Kinkaid hielt seine Bude sauber. 

Am kommenden Mittwoch (16.15) trifft Deutschland auf Südkorea. 

Zahlen und Fakten

Torfolge: 1:0 (30:02) Patrick Kane (Gaudrea, Atkinson/PP1), 2:0 (32:07) Derek Ryan (Kane,Hughes/PP1), 3:0 (50:28) Alex DeBrincat (Kane)

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