Eklat bei Ü32-Finale: Polizei musste Massenschlägerei beenden

3. Februar 2019 von
Die Polizei in Braunschweig musste eine Massenprügelei beruhigen. Symbolgrafik: Vollmer
Braunschweig. Die Hallenendrunde der Altherren in der Sporthalle Alte Waage stand am gestrigen Samstag kurz vor einem Abbruch. Dabei sorgten "Fans" mit einer Massen-Prügelei für einen Eklat.

Das Sportliche rückte in den Hintergrund

Eigentlich sollte man verlangen dürfen, im fortgeschrittenen Fußballer-Alter sei auch die Vernunft gewachsen. Bei der Ü32-Endrunde in Braunschweig war das sicherlich nicht der Fall. Nach Augenzeugenberichten ereignete sich der Vorfall beim Halbfinalspiel zwischen dem Lehndorfer TSV und dem SV Gartenstadt. Einer der Spieler aus Gartenstadt bekam aus dem Spiel heraus eine Zweiminutenstrafe. Von der Tribüne aus quittierte der Lehndorfer Anhang die Entscheidung des Schiedsrichters lautstark. Bunte Metaphern fielen, der Spieler reagierte mit einen Stinkfinger in Richtung der Tribüne.

Daraufhin flogen Bierbecher hinunter auf den Hallenboden. Von der anderen Seite der Tribüne liefen Teile des Anhangs des SV Broitzem daraufhin hinüber zu den Lehndorfern und es flogen die Fäuste. Die Situation drohte zu eskalieren. Spielleiter Torsten Bergmann vom NFV Kreis Braunschweig sah sich gezwungen, die Polizei zu rufen. Die rückte mit sieben Fahrzeugen an und trennte die Lager. Dennoch stand das Turnier auch auf Wunsch der Polizei beinahe vor dem Abbruch. Erst nach einer halben Stunde Unterbrechung hatte sich die Lage wieder komplett beruhigt und es konnte weitergespiel werden. Dass Freie Turner im Finale den Lehndorfer TSV mit 5:3 besiegten, rückte dabei beinahe komplett in den Hintergrund.

Es war nicht die erste wilde Keilerei bei einem Endrundenturnier in Braunschweig. Schon 2015 flogen im Finale der Herren-Stadtmeisterschaft die Fäuste. Damals wurde im darauffolgenden Jahr keine Hallenmeisterschaft abgehalten. Reagiert der Verband diesmal mit einer ähnlichen Sanktion?

+++Aktualisiert, 04.Februar 2019, 17.00 Uhr+++

Eine Version der Ereignisse aus Sicht der Polizei wurde mittlerweile veröffentlich (Hier). In der Zwischenzeit meldete sich Lehndorfs Fußballabteilungsleiter, Laurenz Hasselbach, bei unserer Redaktion und wies ausdrücklich drauf hin, dass es sich bei dem Vorfall nicht um eine Massenschlägerei gehandelt habe. „Selbst im Polzeibericht wurde lediglich von einem Faustschlag berichtet“, betonte Hasselbach. 

Die Formulierungen „Es flogen die Fäuste“, „Massenschlägerei“ und „nicht die erste wilde Keilerei“ seien aus seiner Sicht im Zusammenhang mit dem Zwischenfall unangebracht. Wir weisen jedoch auch darauf hin, dass sich dieser Artikel auf Zeugenaussagen aus verschiedenen Lagern beruft.

Die Ü32 der Freien Turner siegte im Finale. Foto: NFV Kreis Braunschweig/privat

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