Endet die Niederlagenserie der Grizzlys in Ingolstadt?

2. Oktober 2018 von
Pekka Tirkkonen hat momentan nicht viel zu lachen. Foto: Agentur Hübner
Wolfsburg. Fünf Niederlagen, drei Punkte und Platz 13 in der Tabelle – dies ist die ernüchternde Bilanz der Grizzlys Wolfsburg nach sechs Spieltagen. Wenn es am Mittwoch (16.30) beim ERC Ingolstadt an den Start geht, muss einiges besser funktionieren.

Personalsituation verschlechtert

Dabei ähnelt dieser Saisonstart dem der letzten Spielzeit. Auch damals hatte man bei den Niedersachsen mehrere Ausfälle zu verzeichnen und ging mit einer negativen Bilanz in die Saison. Zu den Langzeitverletzten Felix Brückmann, Corey Elkins und John Albert, gesellte sich am vergangenen Freitag nun auch Marius Möchel, der nach einer Oberschenkelverletzung in der Partie gegen Mannheim noch in der Nacht operiert werden musste. Immerhin hat der Stürmer das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen, die Dauer seiner Ausfallzeit ist allerdings noch offen. Damit fehlt bereits der dritte Spielmacher im Team der Schwarz-Orangen. In der Vorwoche holte Grizzlys-Manager Charly Fliegauf Daniel Sparre, der ebenfalls auf der Center-Position eingesetzt werden könnte, doch man entschied sich dafür Gerrit Fauser in die Mitte zu holen und den Neuzugang auf seiner gewohnten Flügelposition auflaufen zu lassen.

Schwächste Special-Teams der Liga

Spielerisch hakt es beim dreifachen Vizemeister an mehreren Stellen. Dabei stehen in erster Linie die Special-Teams im Fokus. Sowohl im Powerplay, als auch im Penaltykilling rangieren die Automobilstädter auf dem jeweils letzten Platz in der Statistik. Immerhin zeigte man in Unterzahl zuletzt eine positive Entwicklung. Während es zum Saisonstart bei den Roosters oftmals schon nach wenigen Sekunden im Gehäuse klingelte, klappte es mit einem Mann weniger in den letzten Spielen nun etwas besser. Eine ähnliche Entwicklung ließ das Team in Krefeld hinsichtlich des Powerplays erkennen, doch nachdem Sebastian Furchner den Bann im ersten Drittel gebrochen hatte, war es das auch schon mit den Überzahlerfolgen.

Start verschlafen oder Führung her gegeben

Stichwort erstes Drittel: In der Hälfte der bisher sechs Partien verschliefen die Wolfsburger komplett den Start und mussten einem Rückstand hinterherlaufen. In Iserlohn und Straubing kam man nicht mehr heran, in Mannheim drehte das Team von Pekka Tirkkonen zwischenzeitlich das Geschehen. In Köln und und Krefeld lag man in Führung, bei den Pinguinen sogar deutlich, die Führung wurde in beiden Fällen wieder her gegeben – einzig zu Hause gegen Schwenningen passte die Leistung nahezu über 60 Minuten.

Ingolstadt im Aufwind

Das sollte auch am Mittwoch so sein, denn in Ingolstadt dürften all diese Fehler hart bestraft werden. Die Bayern mussten bislang zwar zwei Niederlagen hinnehmen, dem gegenüber stehen allerdings vier Siege, davon mit dem 7:4 gegen Krefeld und dem 6:0 gegen Schwenningen zwei sehr deutliche. So knüpfte der ERC bislang an die aufsteigende Tendenz der letzte Jahre an und rangiert aktuell auf Platz drei in der Liga. Mit Ingolstadt und Wolfsburg treffen zwei Teams aufeinander, die neben Straubing, als einzige Mannschaften noch nicht in die Verlängerung mussten – statistisch gesehen könnte das für eine frühe Vorentscheidung sprechen. Allerdings verpasste das Tirkkonen-Team in Mannheim das Erzwingen der Overtime trotz doppelter Überzahl zwei Minuten vor Schluss. Definitiv haben die Grizzlys erneute eine schwere Aufgabe vor sich, um dem Tabellenkeller zu entkommen.

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