Entscheidung vertagt: Eintracht hat das Finale gegen Cottbus

11. Mai 2019 von
Ein Punkt wäre durchaus verdient gewesen bei der 2. Niederlage in 14 Spielen. Foto: Michael Täger
Halle/Braunschweig. Eintracht Braunschweig ist am 37. Spieltag nicht die vorzeitige Rettung geglückt. Beim Tabellenvierten Hallescher FC unterlag die Mannschaft von Trainer André Schubert einen Spieltag vor dem Saisonende denkbar knapp mit 0:1 (0:1). 

André Schubert hatte im Vorfeld der letzten Auswärtspartie für einen möglichen Punktgewinn eine fehlerfreie Vorstellung von seiner Mannschaft eingefordert. Das, was die Löwen am vorletzten Drittliga-Spieltag bei Herbstwetter vor 10.034 Zuschauern im Erdgas-Sportpark ablieferten, war letztendlich genau ein Fehler zu viel für einen vorzeitigen Klassenerhalt.

Die Blaugelben hätten dank einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel den Ausgleich durchaus verdient gehabt. Auch war die Hallenser Führung einer eher fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung geschuldet. So wurde die Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagt. Dann empfängt Eintracht Braunschweig im Endspiel Energie Cottbus, das 2:1 gegen den VfR Aalen gewonnen hat und jetzt punktgleich (44) und nur dank der schlechteren Tordifferenz noch unter den Löwen steht. 

Ein Fehler zu viel

Ausgerechnet der ehemalige Hannoveraner Bentley Baxter Bahn verwandelte nach einer halben Stunden vom Punkt gegen Jasmin Fejzic. Sekunden vorher hatte der früh für den angeschlagenen Robin Becker eingewechselte Felix Burmeister an der Strafraumkante Marvin Ajani zu Fall gebracht. Bundesliga-Schiedsrichter Christian Dingert war sich sicher. Über die Entscheidung des Unparteiischen darf man zumindest diskutieren.

Die unächst sehr defensiv eingestellten Braunschweiger kamen vor und auch nach dem Hallenser Führungstreffer kaum aus der eigenen Spielhälfte heraus und prügelten eroberte Bälle meist krude aus der Gefahrenzone. Erst kurz vor der Pause wurde eine Ecke nach einem der seltenen Vorstöße von Leandro Putaro zentral verlängert – Philipp Hofmann kam so doch noch zu einer zählbaren Möglichkeit für die Schbubert-Elf in Durchgang.

Nach dem Wechsel besser

Nach dem Seitenwechsel agierten die Gäste deutlich griffiger und angriffslustiger. André Schubert brachte Mike Feigenspan für den bis dahin unglücklich agierenden Manuel Janzer (52.). Bei einem folgenden Freistoß kam Benjamin Kessel zum Kopfball – die Kugel flog aber weit drüber (53.).

Langsam bissen sich die Löwen in die Begegnung, doch fehlte es noch immer am letzten Pass. Nach etwas mehr als einer Stunde waren die Niedersachsen dem Ausgleich sogar mehrfach sehr nahe. Auffällig agierte in die Phase Marcel Bär, der erst über links Bahn und Heyer abschüttelte und mit seinem Flachschuss aus 13 Metern knapp den langen Pfosten verfehlte (63.). Nur eine Minute später schnappte sich der 26-Jährige den Ball von Ajani und kam im Vollsprint erneut zum Abschluss aus spitzem Winkel, doch Kai Eisele hielt bravourös – auch gegen den Nachschuss von Hofmann (64.).

Auf der Gegenseite hatten die Löwen nun etwas Glück, dass Toni Lindenhahn in dem jetzt offenen Schlagabtausch noch einmal querlegen wollte, anstatt es aus kurzer Distanz selbst zu versuchen (70.). Benjamin Kessel sah wenig später die 5. Gelbe Karte, als er den enteilten Ajani festhielt. Der enorm wichtige Abwehrspieler fehlt damit im Finale gegen Energie Cottbus gelbgesperrt. 

„Unglückliche Niederlage“

In der Schlussphase der Begegnung warfen die Gäste noch einmal alles in die Offensive und ließen deutliche Möglichkeiten zum Ausgleich aber vermissen. Der soeben eingewechselte Super-Joker Julius Düker fand per Freistoß beinahe den Weg über Heyer ins Tor (77.). Zwei Minuten später erlief die Paderborner Leihgabe um ein Haar einen allzu lässigen Rückpass von Sebastian Mai zu seinem Keeper (79.). Auf der anderen Seite hielt Fejzic seine Mannschaft im Spiel, als er bei einer dicken Doppelchance erst den abgefälschten Distanzschuss von Pagliuca und dann den Nachschuss von Ajani vereitelte (82.). Es blieb bei der knappen 0:1-Niederlage, weil auch ein letzter Freistoß spät in der Nachspielzeit nicht mehr auf das HFC-Tor kam. 

André Schubert sprach nach dem Spiel bei Telekomsport von einer „unglücklichen Niederlage“. Sein Team habe das in der ersten Halbzeit defensiv „ganz ordentlich gemacht“, so Schubert, der ergänzte: „Wir hätten vielleicht noch einen Tick mehr aggressiv spielen müssen. Letztendlich haben wir einen Fehler zu viel gemacht“, analysierte der 47-Jährige, der natürlich damit haderte, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel trotz einer Leistungssteigerung kein Tor mehr erzielen konnte. 

Zahlen & Fakten

Hallescher FC: Eisele – Schilk, Heyer, Landgraf – Ajani, Bahn, Jopek, Manu – Lindenhahn (80. Sohm) – Mai, Pagliuca (88. Arkenberg) Trainer: Torsten Ziegner

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Nkansah, Becker (20. Burmeister), Kijewski – Kessel, Fürstner, Pfitzner, Putaro (73. Düker) – Janzer (52. Feigenspan) – Hofmann, Bär Trainer: André Schubert

Torfolge: 1:0 Bentley Baxter Bahn (30. FE)

Das Spiel in Bildern

Spiel in Bildern: Hallescher FC – Eintracht Braunschweig

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