Steffe Nkansah traf mit dem Tor des Tages.
Steffe Nkansah traf mit dem Tor des Tages. Foto: imago
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03.06.2020

Erster Auswärtssieg 2020: Nkansahs Kniefall lässt die Löwen jubeln!

von Frank Vollmer


Halle/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat beim Halleschen FC den ersten Auswärtssieg im Kalenderjahr 2020 eingefahren. Bei einer spielerisch mageren Mittwochabend-Vorstellung beider Teams traf Steffen Nakansah nach einem Kobylanski-Freistoß mit dem Tor des Tages. In der Drittliga-Tabelle reihen sich die Löwen nun einen Punkt hinter dem Tabellenführer auf Platz 5 ein.

Nkansah-Premiere reicht für drei Punkte


Im Auswärtsspiel des 29. Spieltages setzte Eintracht-Coach Marco Antwerpen beim Tabellensechzehnten auf eine große Rotation mit acht Veränderungen. Einzig Merville Biankadi, Martin Kobylanski und Marvin Pourié verblieben aus der erfolgreichen Re-Start-Formation vom 4:2 gegen Viktoria Köln (Spielbericht) in der Startelf. Zwischen den Pfosten stand Marcel Engelhardt für den angeschlagenen Jasmin Fejzic (Knieprobleme). Trotz der konsequenten Rotation war Robin Becker erneut nicht im Kader. Eine Verletzung liegt nach unseren Informatinonen nicht vor.

Nach gelegentlichen guten Ansätzen der Gäste über die Außenbahnen bis hinunter zur Grundlinie fehlte es dennoch an Höhepunkten im ersten Durchfang. Zehn Minuten vor der Pause war es ein ruhender Ball, der die auf Augenhöhe agierenden Saalestädter überwandt. Ein Kobylanski-Freistoß von rechts landete direkt bei Steffen Nkansah, der im Laufen trocken zum 0:1 einschob (34.). Der Torschütze feierte seinen ersten Saisontreffer mit einem Kniefall in Gedenken an George Floyd. „Wir leben in bewegten Zeiten“, erklärte sich der Torschütze später bei Magenta Sport. „Ich glaube, wie jetzt viele zusammenstehen und Solidarität zeigen, so geht es! Ich will meinen Teil dazu beitragen.“

Braunschweig verwaltet den Sieg nach Hause


Nach einem feinen direkten Kobylanski-Freistoß (50. knapp vorbei), zogen sich die Gäste mehr und mehr zurück und lauerten auf Nadelstiche. Ein unnötiger Ballverlust tief in der eigenen Hälfte landete beim Ex-Löwen Felix Drinkuth, der Toni Lindenhahn zentral in Position brachte. Der Hallenser traf krachend von der Strafraumkante aus den Querbalken (59.). Ein Warnschuss?

Die Hausherren gingen auch in der Folge entschlossen zu Werke, echte Torgefahr ging von der Atalan-Elf aber sehr selten aus. Marcel Engelhardt bekam kaum Möglickeiten, sich auszuzeichnen. Die hatte HFC-Schlussmann Kai Eisele allerdings auch nicht. Antwerpen wechselte, brachte mit Benjamin Kessel für Putaro (63.) und Patrick Kammerbauer für Bär (68.) zwei Defensivkräfte.

Nach einer Braunschweiger Ecke konterte Halle blitzschnell, doch Terence Boyd untermauerte seine aktuelle Formkrise mit einem harmlosen Schüsschen (78.). Drei Minuten später konterte die Eintracht mit Pourié und Biankadi, doch der Deutsch-Kongolese konnte vor dem Zuspiel in aussichtsreicher Position von Florian Hansch abgegrätscht werden.

In der packenden Schlussphase ging es noch einmal auf und ab. Der knappe Braunschweiger Sieg wackelte gewaltig, als Sebastian Mai mit einer Direktabnahme zum zweiten Mal Aluminium traf (85.). Schiedsrichter Lasse Koslowski zeigte Mai kurz darauf die Ampelkarte nach einem Foul (89.). Kurz zuvor hatte Pourié den zweiten Braunschweiger Treffer auf dem Fuß gehabt, scheiterte aber an einer Glanztat von Eisele (86.). In der Nachspielzeit rettete Engelhardt mit einer wichtigen Parade gegen Shcherbakovski. Der schwache Schiedrichter Koslowski verwerrte Pourié noch einen klaren Foulelfmeter.

"Ein überragendes Auswärtsspiel!"


„Wir waren gut eingestellt“, sagte Marco Antwerpen nach dem Spiel. „Wir hatten in der ersten Halbzeit fast zu viel Ballbeseitz, haben das aber gut ausgespielt. Wir haben da ein überragendes Auswärtsspiel gezeigt und sind verdient in Führung gegangen.“
Eintracht Braunschweig ist nun einen Punkt hinter dem MSV Duisburg Fünfter. Am Samstag (14.00) kommt die Bayern-Reserve.

Zahlen & Fakten


Hallescher FC: Eisele - Hansch, Kastenhofer, Vollert, Sohm - Mai, Papdopoulos (73. Fetsch) - Hilßner (64. Shcherbakovski), Lindenhahn (73. Nietfeld), Drinkuth (60. Bahn) - Boyd Trainer: Ismail Atalan

Eintracht Braunschweig: Engelhardt - Putaro (63. Kessel), Wiebe, Fürstner, Nkansah, Schlüter - Bär (68. Kammerbauer), Pfitzner, Kobylanski (68. Feigenspan), Biankadi - Pourié Trainer: Marco Antwerpen

Torfolge: 0:1 Steffen Nkansah (34. Kobylanski)


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