Erstmals auf Platz 14! Löwen trotzen dem Druck gegen Krefeld

22. April 2019 von
Ein großer Schritt für Eintracht Braunschweig in Richtung Klassenerhalt. Foto: imago/Defodi
Duisburg/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat zum Abschluss des 34. Spieltages dem großen Druck im Abstiegskampf stand gehalten. Im Ostermontagsspiel beim KFC Uerdingen siegte die Mannschaft von Trainer André Schubert verdient mit 3:0 (1:0) und rückt auf Tabellenplatz 14 vor.

Die Beste Platzierung der Saison

Die Fußballprofis von der Hamburger Straße mussten über Ostern tatenlos mit ansehen, wie die Konkurrenz im Abstiegskampf auftrumpfte und die Baugelben wieder in den Keller zog drückte. Am Montagabend folgte die durchaus souveräne Antwort der Schubert-Ef, die in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena völlig überforderte Krefelder mit 3:0 nach Hause schickte. Manuel Janzer, Marcel Bär und Joker Mike Feigenspan lieferten nach drei sieglosen Spielen den Dreier und schraubten das Punktekonto auf 40 hoch. Am kommenden Sonntag (14.00) ist Preussen Münster zu Gast im Eintracht-Stadion.

Die Gäste aus Niedersachsen gaben bei tief stehender Sonne vom Anstoß weg an den Ton an, überbrückten große Räume mit langen Diagonalbällen, waren aber vor dem Tor von KFC-Schlussmann Robin Benz zunächst noch schwach im Abschluss. Philipp Hofmann sprang ein aussichtsreicher Ball nach sechs Minuten an die Hand, Marcel Bär stand eine Minute später abseits und Stephan Fürstner bekam von Schiedsrichter Patrick Arlt keinen Strafstoß, als ihn Patrick Pflücke – mit ein wenig gespieltem Ball – unsaft im Krefelder Strafraum abräumte (12.). Die bis dahin beste Möglichkeit vergab Manuel Janzer, der eine scharfe Hereingabe von Marcel Bär aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbei setzte (16.).

Der Ex-Kieler sorgte wenig später aber doch für die verdiente Braunschweiger Führung: Nach einer Ecke bekamen die 05er den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Aus dem Gewühl heraus zog Janzer ab und traf zu seinem 2. Saisontor (21.). In Führung liegend blieben die Gäste dran, boten gegen schwache Hausherren immer wieder gute Ansätze. Robin Becker versuchte sich nach einer weiteren Ecke, wurde aber geblockt (27.). Die Heinemann-Elf kam wenn überhaupt nur über Konter in die Hälfte der Braunschweiger, Fürstner klärte vor Aigner (28.) und eine lange Flanke von Manuel Konrad fiel plötzlich gefährlich nah am Lattenkreuz hinunter (33.).

Zwei Minuten später zeigte Schiri Arlt auf den Punkt. Robin Becker hatte eine Flanke von Dorda vermeintlich mit der Hand geklärt. Maximilian Beister trat an und traf per Flachschuss nur den rechten Pfosten – Jasmin Fejzic wäre allerdings zur Stelle gewesen, sofern der Ball auf sein Tor gekommen wäre (42.).

Bär trifft trickreich, Arlt klaut Hofmann das 3:0

Eintracht Braunschweig ließ sich auch nach dem Seitenwechsel nicht von einer sehr durchwachsenen Leistung von Patrick Arlt beeindrucken. Als Erb mit beiden Beinen voraus Bär abräumte, zückte der Unparteiische nur Gelb (51.). Kurz darauf brachte Keeper Benz den gut eingesetzten Bär im Strafraum nochmals zu Fall. Der 26-Jährige Angreifer wartete nicht auf den ausbleibenden Elfmeterpfiff, war eine Sekunde später schon wieder auf den Beinen und schlenzte den Ball aus spitzem Winkel hinein ins Glück (55.).

Nur zwei Minuten später folgte die nächste krasse Fehlentscheidung des Unparteiischen-Gespannes, das Philipp Hofmann das 3:0 aberkannte, weil man eine Abseitsposition erkannt hatte, wo keine war (57.). Eine knappe Viertelstunde später hatte Hofmann die Entscheidung erneut auf dem Fuß, ließ Lukimya und Dorda stehen, sein Schlenzer von der Strafraumgrenze flatterte nur knapp am linken Pfosten vorbei (71.).

Den dritten blaugelben Treffer holte der soeben eingewechselte Mike Feigenspan nach einem langen Abschlag von Fejzic in der 75. Spielminute nach. „Überragend, wie Jasi da umschaltet“, lobte André Schubert nach dem Spiel bei Magenta Sport zurecht. Die Krefelder reagierten auf das 0:3 gefrustet und mit einigen überharten Fouls. Der ehemalige Bundesliga-Profi Stefan Aigner sah deshalb in der 82. Spielminute die Ampelkarte. 

„Die Tabelle ist nicht so wichtig“

„Es war ein Spiel mit vielen schwierigen Situationen, die wir so hinnehmen müssen“, kritelte Schubert mit leicht heiserner Stimme am Schiedsrichtergespann und erklärte: „Der Elfmeter gegen uns war kein Handspiel, das Tor von Philipp Hofmann kein abseits. Die 3.Liga ist eng, deswegen sind wir froh, dass wir hier gewonnen haben.“ Der Tabellenplatz sei aber nicht so wichtig: „Noch haben wir nichts erreicht!“, so Schubert, der ergänzte: „Aber wir haben eine gute Ausgangsposition. Jetzt ist es an uns, die nächsten Schritte zu machen.“

Zahlen & Fakten

KFC Uerdingen: Benz – Bittroff (68. Dörffler), Erb, Lukimya, Dorda – Konrad, Krempicki – Beister (67. Kefkir), Pflücke, Rodriguez (46. Osawe) – Aigner Trainer: Frank Heinemann

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Becker, Nkansah, Kijewski – Kessel (79. Menz), Putaro – Pfitzner (88. Rütten) – Janzer, Fürstner – Bär, Hofmann Trainer: André Schubert

Torfolge: 0:1 Manuel Janzer (21.), 0:2 Marcel Bär (55.), 0:3 Mike Feigenspan (75.)

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