Ex-VfL-Trainer Martin Schmidt erklärt seinen Rücktritt

2. März 2018 von
Martin Schmidt äußerte sich erstmals zu seinem Rücktritt beim VfL Wolfsburg. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Wolfsburg. Ex-Trainer Martin Schmidt hat sich erstmals seit seinem Rücktritt beim VfL Wolfsburg am 19. Februar zu Wort gemeldet. Dabei räumte der Schweizer auch eigene Fehler ein.


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„Man muss sein Ego unter die Sache stellen“

Überraschend trat Martin Schmidt am 19. Februar nach der Heimniederlage gegen den FC Bayern als Trainer des VfL Wolfsburg zurück. Gegenüber bild.de erklärt Schmidt nun, wie es zu diese Entscheidung kam: „Aus meiner Sicht zeichnet sich eine Führungspersönlichkeit auch dadurch aus, dass sie weiß, wann sie den Weg freimachen muss. Es zählt eben auch zu meiner Verantwortung als Trainer, die Hand zu heben, wenn ich das Gefühl habe, das Team folgt meiner Linie nicht mehr zu 100 Prozent.“ Seinen Rücktritt gab Schmidt ausgerechnet vor dem Duell gegen seinen Ex-Klub bekannt – beabsichtigt, wie er gegenüber bild.de bestätigt. „Ich wusste zudem, dass vor dem Mainz-Spiel sich alles auf mich fokussieren würde und diesen Rucksack wollte ich der Mannschaft abnehmen. Ich denke immer, man muss sein Ego unter die Sache stellen“, so Schmidt.

Allerdings räumte der 50-Jährige auch eigene Fehler bei seiner Entscheidung ein: „In der Rückschau muss ich sagen, dass ich manche Dinge früher hätte ansprechen sollen, das habe ich versäumt. Aber im Abstiegskampf geht es nicht um Einzelschicksale, sondern um den Klub. Es war keine leichte Entscheidung, immerhin sind wir hier mit der Idee angetreten, eine längere Zeit etwas aufzubauen.“ Für Schmidt übernahm am Dienstag vergangener Woche Bruno Labbadia das Traineramt beim VfL Wolfsburg. Sein erstes Spiel als VfL-Coach in Mainz endete mit einem 1:1-Unentschieden.

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