Farce-Urteil gekippt: Robin Becker ist wieder spielberechtigt

30. April 2019 von
Sperren-Odyssee mit Happy End: Robin Becker darf wieder mitspielen. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Frankfurt/Main. Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat nach mündlicher Verhandlung am heutigen Dienstag in Frankfurt das vom DFB-Sportgericht ausgesprochene Urteil gegen Robin Becker aufgehoben und das Verfahren eingestellt. Das teilt Eintracht Braunschweig in einer Pressemitteilung mit.

Der 22 Jahre alte Abwehrspieler war M 26. April 2019 mit einer Sperre von fünf Wochen und einer Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro belegt worden. Gegen dieses Urteil des Sportgerichts hatte Becker fristgerecht Berufung zum DFB-Bundesgericht eingelegt. Das Urteil des DFB-Bundesgerichts ist rechtskräftig. Robin Becker ist damit am Wochenende beim VfR Aalen wieder spielberechtigt.

„Aufgrund der heute erstmals vorgelegten weiteren Fernsehaufzeichnung, in der zum ersten Mal der gesamte Vorgang zu sehen war, konnte geklärt werden, dass der Wortwechsel, in dessen Rahmen die schwere Beleidigung gefallen sein soll, jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt zwischen diesen Beteiligten stattgefunden hat. Deswegen konnte der Nachweis eines Fehlverhaltens nicht geführt werden und der Spieler war freizusprechen.“ Oskar Riedmeyer, stellvertretender Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts

„Wir sind sehr froh – vor allem natürlich auch für den Menschen Robin Becker – dass das DFB-Bundesgericht unserer Berufung stattgegeben und das Urteil aufgehoben hat. Wir konnten anhand von neu vorgelegtem Videomaterial belegen, dass kein beleidigender Wortwechsel zwischen Robin oder einem sonstigen Spieler der Eintracht und dem Spieler vom TSV 1860 München gefallen ist und so die schweren und für uns zu keiner Zeit nachvollziehbaren Vorwürfe zurückweisen. Damit möchten wir das Thema hinter uns lassen und uns auf den Klassenerhalt konzentrieren. Robin ist für uns sportlich ein ganz wichtiger Spieler auf dem Weg zu diesem Ziel, auf das wir uns nach der Aufhebung des Urteils wieder voll und ganz fokussieren müssen und werden“, betont Tobias Rau, Aufsichtsratsmitglied der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA.

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