Fußball: Diese 11 Regeländerungen kommen zur neuen Saison

13. Juli 2016 von
95 Regeländerungen zur neuen Saison. Wir erläutern die 11 wichtigsten. Foto: Vollmer

Region. Aktuell bereiten sich die meisten Amateurfußballteams zwischen Harz und Heide schon wieder aktiv auf die neue Saison 2016/17 vor. Dabei müssen sie sich auch auf 95 Regeländerungen einstellen, welche die FIFA schon vor der EM in Frankreich beschlossen hatte und die vor allem dem Schiedsrichter dabei helfen sollen, klare Entscheidungen zu treffen. RegionalSport.de hat die elf wichtigsten davon zusammengetragen.


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1. Anstoß

Eine der gravierendsten Änderungen in der Regelkunde sah man bereits bei der EM 2016 in Aktion. Neu ist, dass der Ball beim Anstoß nicht mehr vorwärts gespielt werden muss, sondern sich nur eindeutig bewegen muss. So heißt es im Regelwerk: „Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß berührt wurde und sich eindeutig bewegt.“ Die taktischen Möglichkeiten dieser Vorgehensweise wurden bisher wenn überhaupt nur angedeutet. Vielleicht gibt es in Zukunft ja sogar Anstoß-Tore.

2. Elfmeterschießen

Wenn ein Team vor oder während des Elfmeterschießens mehr Spieler hat als die gegnerische Mannschaft, muss dies die Anzahl an Spielern angleichen. Mit dieser neuen Regelung ist sichergestellt, dass auch während eines Elfmeterschießens eine Anpassung der Mannschaftsstärke erfolgt und nicht davor. Neu ist dabei auch die klare Definition, wann ein Elfmeter abgeschlossen ist, nämlich erst dann, wenn der Ball sich nicht mehr bewegt.

3. Anlauf zum Elfmeter

Eine Verzögerung beim Anlaufen zum Elfmeter ist weiterhin erlaubt, jedoch wird ein kurzes Stoppen nun mit einer Gelben Karte und einem indirekten Freistoß für das gegnerische Team geahndet.

4. Platzverweis

Schiedsrichter können auch vor Anpfiff rote Karten verteilen. Die betroffene Mannschaft darf aber trotzdem mit elf Spielern auflaufen. Ab sofort ist auch klar vorgegeben, wann die Befugnis des Schiedsrichters hinsichtlich Disziplinarmaßnahmen vor einem Spiel beginnt und wann sie endet. In der Zeitspanne vom Betreten des Feldes zur Platzkontrolle bis zum Verlassen des Platzes nach dem Spielende, einschließliche Elfmeterschießen, hat der Schiedsrichter die Befugnis, Dsziplinarmaßnahmen auszusprechen.

5. Dreifachbestrafung

Ein häufiges Ärgerniss waren Elfmeter, Rote Karte und anschließende Sperre für die Teams. Die neue Regeländerung erlaubt, bei eindeutigem Erkennen der Absicht, den Ball zu spielen, den „Übeltäter“ mit einer Gelben Karte zu bestrafen.

6. Verletzungspausen

Dauert die Behandlung bei einer Verletzungsunterbrechung nicht länger als 20-25 Sekunden, hat der Spieler die Möglichkeit, ohne Verlassen des Spielfeldes weiter am Spiel teilzunehmen. Die Zeitvorgabe ist ein Richtwert. Wichtig ist hierbei aber, dass der foulende Gegenspieler zuvor eine Verwarnung erhalten haben muss.

7. Trinkpausen

Schiedsrichter dürfen das Spiel nun bei hohen Temperaturen für Trinkpausen unterbrechen. Die Dauer der Trinkpause wird an in der Nachspielzeit ergänzt.

8. Langer Einwurf

Ebenfalls eine gravierende Änderung für Spieler, die ihren Teams bisher einen taktischen Vorteil verschaffen konnten: Bei langen Einwürfen nutzte der einwerfende Spieler bisher oft eine Hand als Stütze, um den Ball noch weiter werfen zu können. Diese Methode ist nun nicht mehr regelkonform. Der Einwurf muss mit beiden Händen ausgeführt werden.

9. Mindestanzahl Spieler

Auch diese Regelung ist neu und wurde dabei auch deutlich festgelegt. Hat ein Team weniger als sieben Spieler, wird das Spiel nicht angepfiffen oder fortgesetzt. Damit ist klar vorgegenen, dass der Unparteiische in einem solchen Fall das Spiel beenden muss, wenn ein Team im Laufe eines Spiels derart dezimiert wird.

10. Vorteil

Ebenfalls eine Entlastung für den Schiedsrichter: Ab sofort muss der einen Vorteil nicht mehr mit beiden Armen anzeigen – ein in die Höhe gestreckter Arm reicht nun aus.

11. Eingriff von Außen

Ebenfalls neu ist, dass der Spielleiter das Spiel nicht mehr zwingend unterbrechen muss, wenn ein Auswechselspieler, Teamoffizieller oder Dritter einwirkt, den Ball berührt und daraus ein Tor gegen dieses Team entsteht. Der Schiedsrichter hat dann die Möglichkeit auf „Vorteil“ und „Tor“ zu entscheiden. Übrigens: Bei mehreren Vergehen geichzeitig ist neuerdings das schwerste Vergehen zu ahnden.

 

 

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