Gegen Würzburg: Einsatzgarantie für Becker und Ademi

22. August 2019 von
Benjamin Kessel im "Luftkampf". Das letzte Duell Mitte März war ein hart umkämpftes 2:2 an der Hamburger Straße. Robin Becker (li. oben) und Orhan Ademi (li. unten) werden gegen die Würzburger Kickers spielen. Fotos: Agentur Hübner
Braunschweig. Im Rahmen des 6. Spieltages empfängt Eintracht Braunschweig am Samstag (14.00) die Würzburger Kickers. Nach der deutlichen Reaktion seiner Mannschaft beim 1. FC Kaiserslautern sieht Löwen-Trainer Christian Flüthmann wenig Grund für Veränderungen. Die drängen sich zumindest im Detail dennoch auf.

„So eine Reaktion beflügelt!“

„Wieder auswärts zu Null mit drei Toren am Betzenberg ist natürlich eine gute Reaktion, die richtige Reaktion!“, blickt Christian Flüthmann nicht ohne etwas Stolz noch einmal auf das 3:0 beim FCK zurück, fügt dann aber an: „Wir müssen dahin kommen, dass wir die richtige Konstanz haben.“ Es sei nicht so, dass man sich von Woche zu Woche neu überlegen müsse: „Sollen wir jetzt wieder reagieren?“

Hinsichtlich möglicher Änderungen bei Startelf oder Grundformation habe er als Trainer viele Möglichkeiten und viele Ideen. „Tendenziell kann ich auch sagen, dass man so weiter machen kann, wie gegen Kaiserslautern.“ Personell wären mit diesem dezenten Hinweis alle personellen Fragen geklärt, oder?

Orhan Ademi drängt sich gegen seinen Ex-Klub auf. Spielt er von Beginn an? Foto: Agentur Hübner

Becker Startelf, Ademi erhält eine Einsatzgarantie

Neben der neuerlichen Verletzung von Stephan Fürstner (wir berichteten) hat der 37 Jahre alte Cheftrainer der Löwen personell gegen Würzburg die Qual der Wahl: Robin Becker ist nach überstandener Schleimbeutelentzündung wieder fit und Startelfkandidat, wie Flüthmann bestätigt. Jasmin Fejzic ist nach grippalem Infekt ebenfalls wieder voll da, fischte im Training schon wieder den ein oder anderen fiesen Ball mit der von ihm bekannten Einsatzfreude weg. „Wenn er bei 100 Prozent ist, spielt er“, bestätigt Flüthmann. Und wenn nicht hat auch Marcel Engelhardt in der Pfalz – wie auch manch Einwechsler – beste Eigenwerbung betrieben. „Heute hat Jasmin ein gutes Signal gegeben“, bestätigt Flüthmann noch einmal die Ambitionen seines Stammkeepers. 

Und Orhan Ademi? Am gestrigen Mittwoch fehlte der Angreifer im Mannschaftstraining. „Er hatte eine Reizung im Sprunggelenk“, erklärt Christian Flüthmann. „Wir haben ihn für einen Tag aus dem Training genommen und anders belastet.“ Gegen seinen ehemaligen Verein bekommt der 27 Jahre alte Angreifer von seinem Cheftrainer sogar eine Einsatzgarantie: „Sehen werden wir ihn auf jeden Fall“, erklärt Flüthmann. „Ob von Anfang an oder nicht sehen wir dann am Samstag.“

„Kommt man, ja! Weil Benny Kessel auch überrragend vorher gespielt hat. Was der abgeleistet hat vor seiner Auswechslung mit vielen Flanken, die wir einfach eingefordert haben. Die Wege, die er nach vorne gemacht hat – da stellt sich für mich erstmal nicht die Frage.“ Christian Flüthmann auf die Frage, ob er nach dessen tollen Debüt an Alfons Amade vorbei kommt.

Wieder fit: Robin Becker (li.) bekommt eine Startelf-Garantie vom Trainer. Auf Jasmin Fejzic (re.) dürfte das ebenfalls zutreffen. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Wundertüte Würzburg

Mit den Würzburger Kickers kommt nun eine Mannschaft an die Hamburger Straße, bei der in der dieser Saison bisher noch nicht jedes Rädchen ins andere griff. Am 1.Spieltag gegen die Bayern-Reserve (3:1) und vergangene Woche gegen Preußen Münster (3:2) fuhr die Mannschaft von Trainer Michael Schiele die einzigen beiden Siege ein, vegetiert derzeit auf Tabellenplatz 12.

„Wir wissen, die Qualität bei Würzburg ist sehr hoch“, warnt Christian Flüthmann. In den letzten zwei Spielzeiten hatten die „Rothosen“ einen ähnlich durchwachsenen Start. „Das ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft, individuell gut besetzt“, hat der Eintracht-Coach beobachtet. „Sie haben einen klaren Plan mit dem Ball und gegen den Ball. Und jetzt kommen sie wieder in Fahrt.“ Immerhin hatte der FWK in der ersten Runde des DFB-Pokals die TSG Hoffenheim am Rande einer Niederlage, schied erst im Elfmeterschießen mit 4:5 aus.

Wurde in Braunschweig nicht glücklich: Eric Verstappen. Foto: Agentur Hübner

Alter Bekannter zwischen den Pfosten

Im Tor steht bei den Bayern übrigens ein alter Bekannter: Eric Verstappen war zwischen den Sommern 2017 und 2018 auch bei Eintracht Braunschweig angestellt. Der Niederländer wechselte zunächst zu TeBe in die Hauptstadt, ist seit Januar 2019 bei den Würzburger Kickers und hat sich dort zum Stammkeeper gemausert. In dieser Saison musste Verstappen aber auch schon 14 Mal hinter sich greifen.

„Die 14 Gegentore würde ich nicht immer am Torhüter fest machen“, betont derweil Christian Flüthmann, „Ich glaube, da sind noch zehn Mitspieler vor ihm.“ Ab und zu sei der Torhüter einfach auch machtlos. Auf den 25-Jährigen Ex-Löwen ist man in der Spielvorbereitung bei den Löwen nicht speziell eingegangen, aber: „Unser Torwarttrainer Ronny Teuber guckt sich natürlich auch die Torhüter vom Gegner an und gibt uns dann eins, zwei Tipps.“

Hilfreiche Tipps konnte sicherlich auch Orhan Ademi geben: „Natürlich fragt man da auch mal nach“, gesteht Flüthmann. „Und natürlich habe ich die eine oder andere Information von Orhan erfragt. Was er erzählen konnte, haben wir ein bisschen verarbeitet und gefiltert, was wir da rausnehmen.“ Wichtig sei bei allen Überlegungen daheim nun aber, „Kontinuität reinzubringen und dieses Selbstverständnis, dass wir eine Leistung auf den Platz bekommen, die uns alle zufriedenstellt.“

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