Geht es für Braunschweig gegen Jena endlich aufwärts?

14. September 2018 von
Geht es für Eintracht Braunschweig gegen Jena endlich aufwärts? Foto: Agentur Hübner
Braunschweig. Am Freitagabend (19.00) empfängt Eintracht Braunschweig mit dem FC Carl Zeiss Jena den Tabellensechsten der 3. Liga. Gelingt den Löwen endlich der lang ersehnte Richtungswechsel?

Feine Klinge oder Breitschwert?

Die Länderspielpause hat man bei Eintracht Braunschweig so gut es geht genutzt. Zwei Testspiele gegen Barleben (5:0/wir berichteten) und den Hamburger Sportverein (1:2/wir berichteten) und ein dreitätiges Kurztrainingslager in Wesendorf sprechen für eine ergebnisorientierte Herangehensweise an die sportliche Misere. „Es waren drei tolle Tage mit sehr positiven, sehr konzentrieren Eindrücken“, berichtet Henrik Pedersen. Dort habe man viele Themen angesprochen, auch: „Was hindert uns daran, wieder gute Leistungen zu zeigen.“

Ein Kritikpunkt waren zuletzt Spielsystem und Spielweise der Löwen. Die feine Florett-Klinge funktionierte gegen das Breitschwert der 3. Liga bisher nur bedingt. Zu leicht kamen die Gegner zu Wirkungstreffern. Und so schwingt – um noch einmal in der Sprache der Hieb- und Stichwaffen zu bleiben – der letzte Tabellenplatz wie ein Damoklesschwert über Pedersen und all dem, was der Trainer mit seiner jungen Mannschaft aufzubauen versucht.

Kein Systemfehler

Der Däne hat das Problem dagegen nicht als Systemfehler erkannt: „Wenn wir frei im Kopf sind und ohne Erwartungen oder Druck in ein Spiel gehen, dann können wir geilen Fußball spielen. Dann sind wir gut in Pressing und Gegenpressing und dann verteidigen wir unser eigenes Tor auch sehr gut“, erklärt er.

Man habe aber auch gesehen, dass in den letzten paar Spielen, als der Druck hoch war, „wir ein bisschen mit uns selbst beschäftigt waren und nicht zu einhundert Prozent bei der Sache. Wenn das nicht der Fall ist, kannst du auch keine Topleistung abrufen“. betont der 40-Jährige, der auch gegen Jena an seiner Spielweise nichts ändern will. „Es geht um Menschen“, sagt er. „Und wenn das Menschliche passt, dann verteidigen wir gut, sind gut mit dem Ball und deshalb waren wir auch im Trainingslager: um hier einen Schritt zu machen.“

Personell kann Pedersen gegen Jena aus dem Vollen Schöpfen. Allein Frederik Tingager dürfte ausfallen. Der dänische Innenverteidiger hat nach wie vor mit Problemen in der Leistengegend zu kämpfen. Die Neuzugänge Manuel Janzer und Leandro Putaro stehen derweil bereit. „Sie sind beide noch nicht ganz drin, aber sie machen das beide gut“, betont Pedersen.

Kommt Manuel Janzer mit der Erfahrung von fast 200 Drittliga-Einsätzen zum Startelf-Debüt?

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