Germania Lamme feiert den Durchmarsch von der Couch aus

28. Mai 2018 von
Lammer Erfolgsgarant: Julian Eggers. Foto: Frank Vollmer
Braunschweig. Der TSV Germania Lamme sicherte sich gestern dank der Schützenhilfe des MTV Wolfenbüttel vom Sofa aus den Aufstieg in die Landesliga. "Ein ganz merkwürdiges Gefühl", wie Trainer Sean Krebs feststellte.

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„Hätten es lieber auf dem Platz erlebt“

Seit dem gestrigen Sonntag ist dem TSV Germania Lamme der Aufstieg in die Landesliga nicht mehr zunehmen. Und das, obwohl der TSV nicht einmal selbst auf dem Platz stand. Der Gegner FC Pfeil Broistedt war nicht angetreten. Für die entscheidende Schützenhilfe sorgte der MTV Wolfenbüttel. Die Lessingstädter gewannen ihre Partie in der Landesliga, womit die erste Mannschaft der Freien Turner keine Chance mehr auf den Oberliga-Aufstieg hat. Damit darf die zweite Mannschaft der Braun-Weißen als ärgster Verfolger des TSV schon zum zweiten Mal hintereinander nicht aufsteigen. Bei einem 14-Punkte-Vorsprung auf Platz drei, ist Lamme der Durchmarsch in die Landesliga nicht mehr zu nehmen.

Dennoch dauerte es ein wenig bis die Feierstimmung beim TSV aufkommen wollte: „Es war ein ganz merkwürdiges Gefühl, muss ich sagen. Wir kennen es ja aus dem Vorjahr ganz anders, wo wir quasi bis in die Nachspielzeit gezittert haben. Das ist ein ganz anderes Thema. Wir freuen uns, gar keine Frage. Aber vom Gefühl her hätten wir es lieber auf dem Platz erlebt“, sagt Trainer Sean Krebs. Nichtsdestotrotz sei die Mannschaft am Abend noch spontan zusammen gekommen, um zumindest ein wenig zu feiern. Auf seiner Facebook-Seite entschuldigte sich der Verein sogar im Vorfeld bei den Anwohner für die nächtliche Ruhestörung. „Aber wir wollen das eigentlich verknüpfen mit unserem nächsten Ziel, der Meisterschaft. Und wenn wir die einfahren, dann wollen eine richtige Feier machen“, kündigt der Übungsleiter an.

Trainer Sean Krebs wäre lieber im Spiel aufgestiegen. Foto: Frank Vollmer

Eggers als Erfolgsgarant

Die Meisterschaft wäre das I-Tüpfelchen auf einer überragenden Saison der Lammer, die als Aufsteiger für die Überraschung sorgten und den direkten Durchmarsch aus der Kreisliga in die Landesliga schafften. Für Trainer Krebs ist der Schlüssel für den Erfolg eindeutig die mannschaftliche Geschlossenheit: „Das habe ich schon im letzten Jahr hervorgehoben und das ist auch das, was uns in diesem Jahr durch die Bezirksliga getragen hat. Das soll auch keine Floskel sein, sondern das ist wirklich das, was uns stark macht.“

Auch wenn der Trainer die Mannschaft in den Vordergrund rückt, gibt es einen Spieler, der sinnbildlich für den Aufwärtstrend des TSV steht: „Wenn man jetzt sagen will, wer ein Stück weit für einen sportlichen Umschwung gesorgt hat, dann muss man Julian Eggers letztendlich hervorheben. Betrachtet man das kalendarisch, dann muss man ehrlicherweise sagen, dass wir die Erfolge einfahren seitdem er da ist“, so Krebs, der dennoch betont, dass die Verantwortung in seinem Team auf vielen Schultern verteilt ist und jeder für den anderen in die Bresche springt. „Das ist das Schönste als Trainer“, meint der Erfolgscoach abschließend.

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