Girls Baskets erkämpfen sich einen 44:37-Auftaktsieg in Halle

16. Oktober 2019
Sina Geilhaar (li.) und Zoe Wildrich mussten zum Auftakt kämpfen. Fotos: T. Wildrich
Wolfenbüttel/Braunschweig. In einem beinahe schon traditionellen Auftaktspiel der WNBL bei der Junior Lions Academy aus Halle konnten die regionalen Jugendbundesliga-Mädchen Saisonsieg Nummer eins einfahren. Das 44:37 deutet aber schon an, dass der Auftakt in der gut gefüllten Erdgas Sportarena hart umkämpt war. 

Beide Teams kennen sich inzwischen bis ins Detail und so war es kein Wunder, dass vor allem das Verhindern des jeweiligen Spielflusses Priorität beider Seiten war. Lina Falks Kreise wurde bereits bei Ballberührung mit mehreren Gegnerinnen eingeengt, Sina Geilhaars energiegeladenes Spiel genauso in den Fokus von Halles Defense genommen.

Trotzdem konnte Geilhaar die ersten Punkte ihrer „Senior-Saison“ für ihr Team verbuchen. Auf Seiten der Girls Baskets waren deutliche Größenvorteile nicht zu übersehen, aber ausnutzen konnten die Niedersächsinnen diese nur selten. Einerseits wegen der weiterhin sehr engen Defense der Gastgeberinnen, andererseits wegen der eigenen noch sehr viel Luft bietenden Abstimmung.

Oft waren Raumaufteilung, Entscheidungsverhalten und auch Passgenauigkeit zentrale Kritikpunkte von der Bank. Die Chancenverwertung war das „andere große Thema“, welches nicht zuletzt auch an den 14 Fehlversuchen an der Freiwurflinie abzulesen war. Als Lina dann verletzt endgültig ausscheiden musste, waren umso mehr Fragezeichen im Girls Baskets-Spiel zu erkennen. So entwickelte sich bei weitem kein Leckerbissen und beim 22:19 für die Gäste ging es in die Kabinen.

In die Bresche sprangen dann aber mehr und mehr Lara Rohkohl und auch Johanne Wegmann. Vor allem Lara dominierte nun das Geschehen mit Willen und Athletik nach Belieben und wurde auch öfter besser in Szene gesetzt. Nicht nur ihre 17 Rebounds sondern auch ihre zwei Dreipunktwürfe halfen zum kollektiven Aufatmen. Wie sehr aber auch Zoé Wildrich nach ihrer sehr schweren Premierensaison gereift ist, konnte sie gerade heute beweisen. Mit beinahe 30 Minuten Spielzeit trug sie viel zum Sieg bei und entlastete auch Sina immer wieder im Spielaufbau. Dass dann auch noch Maja Rohkohl und auch Lena Lingnau in ihrem WNBL-Debut mehr und mehr Sicherheit ausstrahlten, war ein Bonus für das Spiel der Gäste.

Als es am Ende dann 37:44 von der Anzeigetafel leuchtete, war die Freude und auch Erleichterung groß. „Immer wieder ist es in Halle sehr schwer zu gewinnen. Unsere Rahmenbedingungen sowohl in den Trainingswochen als auch heute hier beim Spiel waren alles andere als zuträglich. Wir kannten zwar unsere individuelle Überlegenheit, aber ohne Franka, Becky und dann auch Lina war es schwer, eine geordnete Spielweise zu präsentieren. Viel Chaos, aber eben auch viel Willen zeichneten uns heute aus. Da ist noch ganz viel Arbeit vor uns, ehe wir unseren eigenen Ansprüchen gerecht werden. Aber heute war einfach nur der Sieg wichtig und ich hoffe, dass wir diesen nicht mit einem zu hohen Preis bezahlen mussten.“, konnte sich Coach Steinwerth nur halb über die Punkte freuen.

Lara Rokohl wurde mit 18 Punkte beste Werferin im Team der Girls Baskets. Foto: T. Wildrich

Zahlen & Fakten

Girls Baskets: Sina Geilhaar (9 Pkt./6 Reb/6 Asst), Zoé Wildrich (3 P/3 R), Lena Lingnau (1 P/ 2 R), Josie De Oliveira Costa (dnp), Lina Falk, Johanne Wegmann (6 P/3 R), Lara Rohkohl (18 P/ 17 R), Maja Rohkohl (5 P/ 12 R/ 1 Asst), Christin Rohde (2 P/ 3 R)

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