Girls Baskets mit empfindlicher Hauptstadt-Niederlage

21. November 2018
Julina Meinhardt sucht eine Anspielstation. Foto: Girls Baskets/Wildrich
Berlin/Braunschweig/Wolfenbüttel. Im Nachholspiel des1. Spieltages kassierten die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel eine 51:68-Niederlage. Obwohl Alba Berlin bis dato keinen Sieg verbuchen konnte, war an diesem Tag das Berliner Team den Gästen in allen Belangen überlegen. Thorsten Wildrich berichtet. 

Besonders die aussagekräftigen Werte „Rebounds“ (54:41), „Assists“ (16:6), „Schnellangriffe“ (17:3) und „Wurfquote“ (37% : 29%) zeugen von der Überlegenheit der Hauptstädter.

Schon zu Spielbeginn mussten die Girls Baskets einen 0:5-Start hinnehmen, in dem man direkt die Intensität der Gastgeberinnen verspürte. Vor allem Sina Geilhaar, die bisher stabilste Spielerin der Niedersachsen, wurde stark unter Druck gesetzt und damit der Spielaufbau unterbunden. So mussten Einzelaktionen von Nina Rosemeyer oder Franka Wittenberg herhalten, um überhaupt einigermaßen in die Partie hineinzukommen.

Die leicht angeschlagene Lina Falk ließ ebenfalls keinen Einsatzwillen vermissen und sorgte gemeinsam mit Rosemeyer und Wittenberg für einen ausgeglichenen Spielstand (15:16/8. Min). Alba war jedoch immer wieder den entscheidenden Schritt schneller und wacher und nutze jeden Fehler der der Gäste konsequent aus. „Gerade unsere vielen Aussetzer hinten wie vorne erlaubten Alba immer wieder einfache Punkte. Allein 17:3 Fastbreak-Punkte sind ein klares Indiz für unsere schläfrige Vorstellung heute“, deutete Steinwerth eines der selbst gemachten Probleme an. Die Berlinerinnen konnten entsprechend immer wieder kontern und einen kleinen Vorsprung konservieren.

Beim 15:25 (13.) war dieser erstmals zweistellig und die Girls Baskets am Rande eines frühen Desasters. Plötzlich schien aber der Knoten geplatzt zu sein und Braunschweig-Wolfenbüttel kam selbst nun endlich zu gezielten Angriffsaktionen, die in einem 17:4 Lauf mündeten (32:29/20.). Leider entpuppte sich dieser Lauf nur als Aufflackern des eigenen Könnens und sollte der letzte Lichtblick für die Gäste bleiben. Alba war wieder am Drücker und erhöhte den Druck erneut.

„Irgendwie konnten wir ihrer Geschwindigkeit und Aggressivität heute nichts entgegensetzen. Wir kämpften zwar verbissen, aber eben dieses Verkrampfen erlaubte uns vor allem offensiv kaum Spielfluss. Ninas viele Würfe sind ein Zeichen für zu wenig Teamspiel und das macht es dem Gegner leicht uns auszurechnen.“, war trotz allem Einsatz das enttäuschte Fazit des Trainers. Da half auch das Highlight der Partie, ein 22m-Dreier von Rosemeyer mit der Schlusssirene des dritten Viertels, nichts mehr.

Nach dem 42:47 (30.) und dem 48:55 (35.) war der Braunschweiger Akku nun endgültig leer. Alba nutzte einen Endspurt zum schließlich verdienten, aber aus Girls Baskets Sicht zu klaren, 51:68 Sieg, der es für das bereits am kommenden Sonntag anstehende Rückspiel alles andere als einfach macht. Im Kampf um die Playoffs hat man damit einen Dämpfer erfahren und muss nun eine Reaktion zeigen. Kommenden Sonntag ist direkt eine gute Gelegenheit dazu. Bereits am 25.11 kommen die Berlinerinnen um 15 Uhr in die Halle Ravensberger Str. Der Eintritt ist frei.

Spielszenen aus Berlin (vl): Lina Falk, Franka Wittenberg und Nina Rosemeyer. Fotos: Girls Baskets/Wildrich

Zahlen & Fakten

Girls Baskets: Sina Geihaar 2, Franka Wittenberg 12, Julina Meinhart 2, Lara Lieckfeld 1, Johanne Wegmann 3, Lina Falk 13, Nina Rosemeyer 18

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