Glücklose Löwen verlieren 0:2 bei Lieblingsgegner Heidenheim

24. Januar 2018 von
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Kolja Pusch feiert sein 2:0, während die glücklosen Gäste aus Braunschweig die Welt nicht mehr verstehen. Foto: imago/Eibner

Heidenheim/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hadert erneut mit dem fehlenden Glück. Ein vermeidbarer Freistoß und ein irreguläres Tor brachten die Mannschaft von Torsten Lieberknecht zum Auftakt ins Kalenderjahr 2018 auf die Verliererstraße. 


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Pech und Unvermögen im Abstiegskampf

Restrundenstart am Mittwochabend in der Heidenheimer Voith-Arena. Die Gäste aus Niedersachsen bekamen von Trainer Lieberknecht vor 10.500 Zuschauern im Duell der Tabellennachbarn eine Grundordnung in Dreier- und Fünferkette mit auf den Weg und ließen so ihre Gastgeber speziell in der 1. Hälfte nicht zum Zuge kommen. Neuzugang Georg Teigl agierte dabei defensiv ganz rechts an der Außenlinie neben Steve Nkansah, wusste bei seinem Debüt in blau und gelb durchaus zu überzeugen, begünstigte mit einem unnötigen Foul gleich nach dem Seitenwechsel jedoch die Führung er Baden-Württemberger.

Valsvik und Zuck verpassen aussichtsreich

Die ersten 45 Minuten gehörten klar den defensivstarken Gästen aus Niedersachsen, die es allein verpassten, Kapital daraus zu schlagen. Gute Möglichkeiten zum Torerfolg boten sich durchaus, doch wechselten sich Pech und Unvermögen ab. Gustav Valsvik versuchte sich nach einer Viertelstunde im Abschluss, der eher zu einer Rückgabe geriet. Besser machte es der norwegische Abwehr-Hüne in der 26. Spielminute, als er einen Freistoß von Aktivposten Jan Hochscheidt wuchtig ans Lattenkreuz köpfte.

Die wohl beste Möglichkeit im gesamten Spiel vergab kurz vor der Pause Hendrick Zuck, der hervorragend von Suleiman Abdullahi über rechts eingesetzt, nur noch ins leere Tor einschieben musste, aber vorbei zielte (41.). Von den Brenzstädtern kam bis auf wenige Konteransätze recht wenig. Star Marc Schnatterer war bei Patrick Schönfeld zunächst noch sehr gut aufgehoben. FCH-Coach Frank Schmidt sah sich darüberhinaus früh gezwungen, den stark gelb-rotgefährdeten Mathias Wittek durch BVB-Neuzugang Oliver Steurer zu ersetzen. Der Ex-Löwe und Geburtstagskind Norman Theuerkauf rückte dafür ins Zentrale Mittelfeld (34.).

Schneller Schock nach der Pause

Die zweite Halbzeit war keine drei Minuten alt, da wurde die gute Braunschweiger Leistung der ersten Hälfte schon obsolet. Nach einem ungeschickten Foul von Teigl an Arne Feick, legte sich Schnatterer die Kugel an der linken Strafraumkante zurecht, spielte scharf rein und fand irgendwie den Kopf von Denis Thomalla, von dem aus der Ball ins lange Eck segelte (48.). 

Eintracht Braunschweig fand keine Lösungen und wirkte ratlos. Das Spiel war nun Stückwerk von beiden Seiten. Einen Kopfball von Schönfeld aus dem Fünfmeter-Raum bekam der Mittelfeldstratege nicht gedrückt (54.). Stattdessen führte ein gefährlicher Konter über Schnatterer beinahe zum zweiten FCH-Treffer, doch machte sich Jasmin Fejzic ganz lang und verhinderte mit den Fingerspitzen den Einschlag (63.). 

Irreguläres Siegtor

Lieberknecht reagierte, nahm mit Kumbela und Nyman für Khelifi und Nkansah einen offensiven Doppelwechsel vor und stellte auf 4-3-3 um (67.). Dem Spiel seiner Mannschaft nach vorne brachte dies keine wirkliche Besserung. Heidenheim verteidigte fortan clever und nahm bei jeder Aktion ein paar Sekunden Spielzeit von der Uhr. 

Jasmin Fejzic war außer sich über das 2:0. In der 83. Spielminute bekam sich der Braunschweiger Schlussmann gar nicht mehr ein. Recht hatte er! Das Spielgerät war bei der Hereingabe von Thomalla vollumfänglich über die Torauslinie, Kolja Pusch war’s egal. Der Heidenheimer Mittelfeldspieler nahm den Ball an und versenkte ihn im Braunschweiger Netz. Die Gäste hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen. Zumindest kam Frederik Tingager noch zu seinem Debüt (86.)

Nur drei Punkte trennen die „Löwen“ nun noch von Darmstadt 98 – deren Spiel gegen Kaiserslautern abgebrochen werden musste – und dem Relegationsplatz 16. Schon am kommenden Sonntag (13.30) steht mit Erzgebirge Aue der nächste schwere Auswärtstrip für Eintracht Braunschweig an. 

Zahlen & Fakten

1. FC Heidenheim: Müller – Strauß, Wittek, Kraus, Feick – Pusch, Theuerkauf – Schnatterer, Lankford (81. Thiel) – Thomalla, Verhoek Trainer: Frank Schmidt

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Nkansah (67. Nyman), Valsvik, Breitkreuz – Teigl, Schönfeld (86. Tingager), Hichscheidt, Reichel – Khelifi (67. Kumbela), Zuck – Abdullahi Trainer: Torsten Lieberknecht

Torfolge: 1:0 Denis Thomalla (48. Schnatterer), 2:0 Kolja Pusch (83. Thomalla)

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