Grizzlys im Pech! ERC entscheidet 4 Sekunden vor Spielende

3. Oktober 2018 von
Jerry Kuhn zeigte eine sensationelle Leistung, konnte den Entscheidungstreffer jedoch auch nicht verhindern. Foto: imago/Eibner
Wolfsburg. Am 7. Spieltag der DEL mussten die Grizzlys Wolfsburg die sechste Niederlage hinnehmen. Beim ERC Ingolstadt lautete der Endstand am Mittwochabend 1:2 (1:0, 0:1, 0:0, 0:1). Dabei lag der dreifache Vizemeister erneut in Führung, die Panther glichen aus und entschieden das Spiel erst 3,8 Sekunden vor Ende der Verlängerung für sich.

Beide „Valentins“ dabei

Wieder gab es Veränderungen im Kader der Grizzlys. Neben den Langzeitverletzten fehlten diesmal auch Kris Foucault und Alexander Karachun, der für die Kassel Huskies im Einsatz war. Dafür liefen Eric Valentin und Valentin Busch auf. Im Gehäuse stand Jerry Kuhn.

Grizzlys starten hellwach

Ähnlich der letzten Partie starteten die Wolfsburger gut in das Spiel und übten sofort Druck aus. Alexander Weiß versuchte es gleich in der 2. Minute per Bauerntrick, doch Timo Pielmeier verneinte mit dem Stock. Auf Seiten der Panther folgte die erste gefährliche Chance erst in der 7. Minute, bei der Kuhn jedoch alles im Griff hatte. Beim nächsten Aufbau des ERC fing Spencer Machacek die Scheibe ab und netzte aus dem hohen Slot zum 0:1 (7.) ein. Dabei wurde Pielmeier die Sicht versperrt, das Hartgummi rutschte durch dessen Schoner.

Die Hausherren suchten die schnelle Antwort, doch ernsthafte Prüfungen musste Kuhn nicht über sich ergehen lassen. Auch im ersten Powerplay der Partie ließen die Gäste, die in Unterzahl in dieser Saison bislang oft wackelten, nichts zu (18.) und nahmen die Führung mit in die erste Pause.

Panther gleichen aus

Auch im zweiten Abschnitt setzten die Schwarz-Orangen die ersten Akzente und konnten nach wenigen Minuten in Überzahl agieren. Das erste eigene Powerplay der Automobilstädter in diesem Spiel führte allerdings wieder nicht zum Erfolg (25.). Dies gelang den Ingolstädtern beim zweiten Versuch besser. Ausgerechnet Tyler Kelleher, der die Strafzeit zuvor zu verantworten hatte, nahm einen Rebound, nachdem Kuhn die Scheibe nach vorne abprallen lassen musste, und egalisierte nach einem Konter auf 1:1 (30.).

Der Ausgleich hab dem ERC Aufwind. Nun waren es die Gastgeber, die offensiv das Kommando übernahmen und bis zum Drittelende nicht mehr hergaben. So war es auch Kelleher, der die letzte Möglichkeit im Mittelabschnitt verbuchen konnte, bei seinem Alleingang dann jedoch für Mike Collins ablegte, der den Kasten allerdings verfehlte (39.).

Keine Entscheidung in regulärer Spielzeit

Den nächsten Führungstreffer im Schlussdrittel hatte Darin Olver auf der Kelle, Kuhn hatte dabei die Schulter dazwischen (42.). Im Gegenzug blitzte Gerrit Fauser auf, doch auch der Nationalspieler hatte keinen Erfolg (44.).  Die Kontrahenten kämpften, allerdings waren beide Teams nicht zwingend genug und auch Glück und Pech hatten ihre Hände im Spiel. So knallte Jeff Likens einen Hammer an das Aluminum (51.). Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit drehten die Grizzlys nochmal auf und wieder war es Gerrit Fauser, der zu einer Großchance kam, den Abschluss aber verzog (55.). Eine Entscheidung konnte nicht mehr herbeigeführt werden, die letzte Möglichkeit im Schlussdrittel hatte Petr Taticek, doch der verfehlte das Gehäuse knapp (59.).

D’Amigo trifft 4 Sekunden vor Ende der Overtime

So ging es für beide Mannschaft erstmals in dieser Spielzeit in eine Verlängerung. Dort ließ Jerry D’Amigo den ersten Hammer los, den Kuhn entschärfen konnte (61.). In der Folge musste der Schlussmann gleich zweimal retten – die Panther hatten das Heft in der Hand, Wolfsburg konnte erst nach zwei Minuten erstmals abschließen. Beim darauf folgenden Konter bewies Kuhn abermals seine Stärke (62.). Eine Minute vor Ende verlor Pielmeier seinen Schläger, wenngleich die Grizzlys keinen Nutzen daraus ziehen konnten (64.). Roch es nun nach Penaltyschießen, belehrte D’Amigo den Gegner eines besseren. 3,8 Sekunden vor Schluss jagte der Stürmer das Spielgerät aus der Drehung zum entscheidenden 2:1 (65.) in die Maschen.

Am kommenden Freitag (19.30) empfangen die Grizzlys Wolfsburg den aktuellen Tabellenführer Düsseldorfer EG.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 0:1 (6:36) Spencer Machacek, 1:1 (29:09) Tyler Kelleher (Cannone, Collins/PP1), 2:1 (64:57) Jerry D’Amigo (Kelleher, Collins/OT)

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