Großer Kampf voraus: Crasht Braunschweig die Hallenser Party?

10. Mai 2019 von
Stephan Fürstner und Co. erwartet ein heißer Tanz. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Braunschweig. Im letzten Auswärtsspiel der Saison hat Eintracht Braunschweig es in eigener Hand, den Klassenerhalt in der 3. Liga dingfest zu machen. Dafür ist am Samstag (13.30) beim Halleschen FC noch einmal eine Topleistung in Angriff und Defensive notwendig. „Beides müssen wir einhundertprozentig umsetzen“, warnt Trainer André Schubert, der weiß, dass Halle zwei Siege dringend nötig hat.

Respekt! Der Hallesche FC spielt eine richtig gute Drittliga-Saison. Noch hat die Mannschaft von Torsten Ziegner (41) eine kleine Möglichkeiten auf die Relegation für die 2. Bundesliga. Dafür benötigt sie in den verbleibenden zwei Spielen aber auch zwei Sieg. Die Löwen samt Anhängeschaft – bei 1.250 Tickets wurde der Verkauf der Tickets polizeilich gestoppt – in die Hallenser Aufstiegsträume zu crashen.

Auf Braunschweiger Seite geht es um sehr viel mehr, als einen Gegner zu ägern: Vier Punkte Vorsprung hat sich die im Winter noch mausetote Schubert-Elf auf einen direkten Abstiegsplatz herausgespielt. „Es ist gar nichts geschafft. Wir sind noch nicht durch. Wer das nicht begriffen hat, dem kann ich nicht helfen“, mahnt André Schubert am Donnerstag in der Pressekonferenz noch einmal gebetsmülenartig und malt ein düsteres Bild im Stile eines Hieronymus Bosch: „Der ungünstigste Fall ist nicht unrealitistisch.“ Für sein Team bedeutet das in erster Linie: „Mit einem Sieg sind wir einfach sicher. Das ist das was wir anstreben. Grundsätzlich fahren wir dahin, um zu gewinnen.“

„Keine Chance, wenn wir verteidigen wie in Aalen!“

Damit ein derartiger Fall eintrifft, müsse laut Schubert einiges zusammenkommen: „Wir müssen eine für uns annähernd perfekte Leistung abrufen.“ Was bedeutet, besser zu verteidigen: „Wenn wir so wie in Aalen verteidigen, haben wir keine Chance.“ Andererseits wünscht sich der 47-Jährige eine ähnliche Torgefahr, „wie wir sie in den letzten drei Spielen entwickelt haben. Dann habe man auch gute Chancen, mal zu treffen. Philipp Hofmann – mit drei Toren Matchwinner beim Schlusslich steht dafür exemplarisch. „Beides muss zusammenkommen! Beides müssen wir zu einhundert Prozent umsetzen, sonst wird es schwierig mit einem Punkt oder mit einem Dreier!“ Nicht helfen kann nach wie vor der verletzte Bernd Nehrig. Nils Rütten und Manuel Janzer waren zuletzt angeschlagen, trainierten beide aber am schon wieder. Felix Burmeister ist fraglich.

André Schubert erwartet den HFC vor allem als zweikampfstarke Mannschaft: „Es wird richtig Feuer drin sein.“ Phasenweise werde der Gegner mit Sicherheit versuchen, sehr früh und sehr hoch aus der Fünferkette heraus zu attackieren und den Spielaufbau zu stören. Hinzu kommt noch etwas anderes: „Wir spielen am Wochenende nicht nur gegen eine sehr gute Mannschaft, sondern auch unter einer ganz speziellen Atmosphäre“, weiß Schubert und bemüht den Vergleich: „Es wird richtig heiß hergehen dort, darauf müssen wir uns auch einstellen. Es wird ein ähnliches Spiel wie in Osnabrück.“

Halles Bentley Baxter Bahn versuchte sich nach dem Liverpool-Wunder unter der Woche in einer ähnlichen Rhetorik: „Wenn man einen 0:3-Rückstand aufholen kann, dann kann man auch einen vier Punkte wegmachen“, so der 25 Jahre alte Ex-Hannoveraner vor dem Spiel. „Wir müssen demonstrieren, dass bei uns nichts zu holen ist. Dafür ist eine hohe Laufleistung, eine ausgeprägte Aggressivität und Wucht in der Offensive notwendig“, sagt dessen Trainer Ziegner, wohlwissend, dass Eintracht Braunschweig in diesem Kalenderjahr bereits sechs Punkte mehr eingefahren hat als sein Team …

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