HBL-Box-Meisterschaften für den BAC verlaufen durchwachsen

7. Februar 2018
Überzeugte in drei Runden und zog ins Finale in Braunschweig ein: Jonathan Marques da Silva. Foto: privat/Hackbarth

Wolfenbüttel. Für die Boxmeisterschaften des Verbands Hannover-Braunschweig-Lüneburg, die am 20. Januar 2018 in Peine begannen, meldete der Box Athletic Club Wolfenbüttel insgesamt elf Teilnehmer. Leon Beißner, Jonathan Marques da Silva, Mohamed Ghalandari, Kinan Alkzak (alle Männer), Ahmet Cicek, Muslim Husini, Ferozuddin Karimi, Can Budak, Mohamad Cheiki und Aimen Ahmed (alle U19)und den – mit elf Jahren – jüngsten Djamel De Carlos Mettbach vertraten den BAC. Ulli Hackbarth berichtet.


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Bereits vor seinem ersten Kampf musste sich, der gut vorbereitete, Mohamad Cheiki wegen Verletzung aus dem Turnier abmelden. Aimen Ahmet musste sich am ersten Kampftag gegen den ungestüm angreifenden Amadi Abdullah aus Saaletal mit 2:1 Richterstimmen geschlagen geben. Hier hat der bessere Techniker verloren, war sich das fachkundige Publikum einig.

Talent Mohamed Ghalandari unterliegt

Am zweiten Ausscheidungstag eine Woche später in Salzgitter, musste das in Wolfenbüttel als größtes Talent langer Zeiten, mit Vorschusslorbeeren überhäufte Talent Mohamed Ghalandari gegen den Wolfsburger Amiri Mahamed in den Ring. Diesen hatte der BAC-Boxer in einem vorherigen Vergleich schon einmal vorzeitig besiegt. Der Wolfenbütteler zeigt jedoch seit dem Beginn seiner Berufsausbildung im letzten Jahr eine sehr schlechte Trainingsbereitschaft und Zusammenarbeit mit seinen Trainern. So verstand er nichts von dem umzusetzen, was seine Trainerin Liane Schüttler forderte und verließ zur Enttäuschung aller und unter den Augen des Landestrainers den Ring als klarer Verlierer.

Für Can Budak stand noch am gleichen Tag sein erster Boxkampf auf dem Plan. Für sich persönlich konnte Budak einen Sieg verbuchen. So hatte er in einem halbjährigen Training sein Gewicht von 83 kg auf 75 kg herunter trainiert. Den Kampf gab er jedoch knapp an Üzel Timur aus Hildesheim ab.

Der mit 19 Kämpfen schon etwas erfahrene Ahmet Cicek scheiterte zum wiederholten Mal an seiner zu hohen Gewichtsklasse. Der um mehr als einen Kopf größere Boxer aus Gifhorn ließ den immer wieder beherzt anlaufenden Wolfenbütteler in gute Konter laufen und verließ den Ring als verdienter Sieger. Der Wolfenbüttler dürfte nur eine erfolgreiche Zukunft haben, wenn er in die eine Klasse tiefer gelegene Gewichtsklasse mit 64 kg geht.

Hussini und Karimi siegreich

Die Ehre für den BAC retteten an diesem Wochenende die beiden trainingsfleißigen Muslim Hussini und Feruzuddin Karimi.
Der 18 jährige Muslim zeigte, in der 52kg-Gewichtsklasse, warum er im letzten Jahr 2 mal Bronze bei den Deutschen Meisterschaften geholt hat. Mit hervorragender Schlagtechnik und schneller Beinarbeit beherrschte er sein gegenüber Mohamed Omar aus Wunstorf in allen drei Runden. Der klare Sieg ermöglicht es ihm, sich nun am kommenden Samstag um 18 Uhr in Braunschweig im Finale gegen Coscun Dyar aus Seelze zu präsentieren.

Der 17-jährige Feruzuddin zeigte, in seinem erst fünften Kampf, was die Trainer sehen wollen: Hohes Tempo mit ordentlicher Technik und einem unbedingten Willen zum Sieg. So gewann er seinen Kampf nach Punkten gegen den, aus Lüneburg, stammenden Gegner. Da sein angedachter Gegner im Finale aufgrund von Krankheit absagen musste, war Feruzuddin somit bereits Meister in der 58kg Klasse.

Da Silva und Mettbach weiter

Der dritte Meisterschafts-Kampftag am vergangenen Samstag fans erneut in Peine statt. Hier mussten noch einmal zwei BAC-Boxer ran. Zum ersten Jonathan Marques da Silva, der zu den Erfahrensten im BAC-Team gehört. Er boxte bereits im Letzten Jahr einen Länderkampf gegen Südafrika und überzeugte dabei. Ebenso überzeugend boxte da Silva seine drei Runden gegen den Boxer vom ASC Göttingen und zog ins Finale in Braunschweig ein.

Der jüngste BAC-Boxer, der elfjährige Djamel Mettbach, begeisterte seine Trainer und Zuschauer am meisten in seinem ersten Kampf. Es wird in Zukunft auf den 36kg-Sportler zu achten sein. Mettbach ließ sich durch die stürmischen Anfeuerungsrufe für seinen Gegner aus Peine nicht beeindrucken, bestimmte von Anfang an das Tempo und wurde von Runde zu Runde dominanter. Das Urteil: Mit 3:0 Kampfrichterstimmen Sieger und damit Verbandsmeister 2018.

Damit holten die Wolfenbüttler Boxer bisher 2 mal Gold nach Wolfenbüttel und stehen mit Leon Beißner (+ 91 kg), Jonathan Marques da Silva (64kg), Kinan Alkzak (56 kg) und Muslim Hussini (52 kg) mit vier Boxern im Finale am kommenden Samstag in der Naumburghalle in Braunschweig.

Der jüngste BAC-Boxer Djamel Mettbach begeisterte seine Trainer und Zuschauer am meisten in seinem ersten Kampf. Foto: privat/Hackbarth

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