Wichtiger denn je: Martin Kobylanski ist in der Offensive die individuelle Trumpfkarte von Marco Antwerpen.
Wichtiger denn je: Martin Kobylanski ist in der Offensive die individuelle Trumpfkarte von Marco Antwerpen. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Anzeige

Artikel teilen per:

15.06.2020

Heißer Drittliga-Endspurt eingeläutet, Antwerpen: "Ingolstadt hat eine hohe individuelle Qualität!"

von Frank Vollmer


Braunschweig. Der packende Schlussspurt in der 3. Liga ist eingeläutet! Am Dienstagabend (19.00) tritt Eintracht Braunschweig im Rahmen des 33. Spieltages beim FC Ingolstadt an. Eintracht-Coach Marco Antwerpen machte vor dem Duell mit den Schanzern vor allem die Regeneration der Fußballer in den Englischen Wochen zum Thema.

Auch Marco Antwerpen musste beim späten 2:1-Siegtreffer gegen die SG Sonnenhof Großaspach erst einem richtig tief durchatmen. Der späte Triumph und die teils kruden Patzer der Konkurrenz eröffnen den Löwen für die letzten sechs Spieltage der Saison eine exzellente Ausgangssituation. Mit 13 Punkten aus den fünf Post-Re-Start-Spielen haben die ohnehin ihre Hausaufgaben mehr als gemacht – auch, wenn die zweite Halbzeit gegen Aspach noch verbesserungsbedarf offenbarte (Spielbericht).

„Ich finde, wir haben auch richtig gute Leistungen gebracht und richtig schöne Tore erzielt“, entgegnet der Braunschweiger Trainer auf die Frage, ob ihm beim derzeit stark physis-abhängigem Hammerprogramm der letzten Wochen die Schönheit des Spiels manchmal ein wenig abginge. Und ja, natürlich habe seine Mannschaft auch mal Probleme mit einem Gegner. „Das ist aber normal“, so Antwerpen, „wir müssen auch mal davon ausgehen, dass wir nicht jedes Spiel klar gewinnen und auch mal in Schwierigkeiten geraten.“

"Grundsätzlich haben wir den Eindruck, dass wir auswärts bessere Leistungen auf den Platz kriegen. Wie sind in der Situation, nicht unbedingt das Spiel machen zu müssen. Da ist eher der Gegner gefragt. Ingolstadt hat eine hohe individuelle Qualität im Kader. Vorne die Beiden im Sturm sind zwei richtig gute Jungs, die du versuchen musst in den Griff zu bekommen."

- Marco Antwerpen zum Auswärtsgegner Ingolstadt


Eine Frage der Regeneration


„Am vergangenen Samstag war es unheimlich stickig unten auf dem Platz. Die Jungs waren in der Halbzeit schon richtig fertig. Da muss man auch mal den Hut ziehen, dass die Mannschaft das Ergebnis dann noch gedereht hat“, betont der Eintracht-Coach. Sein Respekt gelte jedem Spieler, der eine derartige Situation so annehme. Drei Tage später schon wieder bei den ambitionierten Schanzern anzutreten wird demnach vor allem eine Frage der Regeneration, auch wenn der breite Kader des einstigen Deutschen Meisters sich aktuell als echter Wettbewerbsvorteil herausstellt.

„Wir haben einen Fragebogen für die Spieler und tauschen uns im Trainerteam regelmäßig mit ihnen aus“, verrät Antwerpen zum Thema passend“, und: „Dementsprechend können wir dann handeln.“ Der ein oder andere käme schon mal in dieser intensiven Phase: 'Trainer, es geht nicht mehr, ich brauche jetzt eine Pause' [Antwerpen], „aber wir haben schon richtig fitte Jungs in der Mannschaft. Danilo Wiebe ist da konditionell richtig top, Patrick Kammerbauer kann auch über 90 Minuten marschieren“, lobt Antwerpen mit dem kleinen Hinweis, alle durchzugehen würde jetzt zu weit führen.

Kann nach seinem Pferdekuss gegen Aspach auch bei den Schanzern mitmischen: Abwehrkante Benjamin Kessel. Foto: Agentur Hübner/Archiv


Eine Frage der Motivation


Neben der elementaren Regeneration ist auch die Motivation ein Thema im vermeintlichen Spitzenduell mit den Schanzern. Immerhin war das Hinspiel nach 26 Spielminuten schon entschieden. 0:3 stand es da durch Tore von Marcel Gaus, Nico Antonitsch und Maximilian Thalbacher.

„Ich kann mir vorstellen, wie die Spieler darüber sprechen. Das kann als Motivation helfen“, so Antwerpen, der vor allem vor den Angreifern der 04er warnt: "Ingolstadt hat eine hohe individuelle Qualität im Kader. Vorne die Beiden im Sturm sind zwei richtig gute Jungs, die du versuchen musst in den Griff zu bekommen." Immerhin kann der 48 Jahre alte Fußballehrer auf die Dienste von Abwehrkante Benjamin Kessel zurückgreifen: „Er kuriert seinen Pferdekuss aus, war heute im Training aber dabei und ist spielfähig“, so Antwerpen. Auch Kevin Goden mache gute Fortschritte: „Er wird morgen wieder auf dem Trainingsplatz stehen. Mal sehen, wie die Schulter hält.“

Das Hinspiel als Motivation? 0:3 hieß es da schon nach 26 Minuten für Marc Pfitzner und Co. Foto: Agentur Hübner/Archiv


Artikel teilen per:

zur Startseite

Sport Videonews