Der HSV öffnet wieder seine Pforten.
Der HSV öffnet wieder seine Pforten. Foto: HSV
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12.05.2020

Helmstedter SV nimmt den Sportbetrieb auf seiner Anlage wieder auf

von Dörte Herfarth


Helmstedt. Nachdem das Land Niedersachsen und die Stadt Helmstedt in der vergangenen Woche verkündet haben, dass Freiluftsportanlagen wieder öffnen dürfen, hat der Helmstedter Sportverein mit seinen über 40 Übungsleiterin via Videokonferenz besprochen, welche Herausforderungen die Eröffnung der Sportanlage mit sich bringt und wie der Sport für die Mitglieder wieder anlaufen kann.

„Grundsätzlich hat der Gesetzgeber und die Stadt Helmstedt entschieden, dass wir als Verein unsere Anlage wieder öffnen und für die Mitglieder den Trainingsbetrieb aufnehmen können. Wir als Vorstand begrüßen diese Entscheidung, haben aber unseren Übungsleitern gesagt, dass es immer die Entscheidung des jeweiligen Trainers ist, ob er sein Angebot anbieten kann und möchte“, betont HSV-Vorstandssprecher Thomas Mosenheuer. Denn hinter der Möglichkeit stehen natürlich viele Aufgaben, Beschränkungen und auch Risiken. So ist u.a. sicherzustellen, dass es beim kontaktlosen Ausüben einer jeweiligen Sportart bleibt. Dabei handelt der Verein ganz nach den Empfehlungen des LandesSportBund Niedersachsen, einen Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. „Zudem werden keine Sportgeräte oder Materialien zum Einsatz kommen, die durch mehrere Hände gehen. Eine Desinfektion wäre schlichtweg nicht möglich“, betont Mosenheuer.

Bereits vergangenen Freitag waren viele ehrenamtliche Helfer, Angestellte und der Vorstand damit beschäftigt, ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen und umzusetzen. Dies beginnt bereits beim Betreten der Sportanlage, wo es einen separaten Ein- und Ausgang gibt. Überall auf der Anlage hängen Informationen über die Hygiene- und Verhaltensrichtlinien aus sowie ein Leitsystem mittels Ausschilderung der einzelnen Sportplätze. „Insgesamt kommen wir jetzt auf zwölf Outdoor-Sportplätze. Es werden jetzt auch Angebote des Vereins, wie die Gesundheitssportabteilung oder Kindersportgruppen, welche sonst in Sporthallen unterwegs sind, die Anlage nutzen wollen“, berichtet Jan Meyer, der den Vorstand seit geraumer Zeit berät.

Den Übungsleiter wurden die Ansätze des Konzeptes bereits in der Videokonferenz erläutert und nach Abschluss der Maßnahmen über die endgültige Umsetzung informiert. Der Verein bittet um Verständnis, wenn nicht alles wie immer möglich sein wird, wie z.B. beim Kindersport. „Uns ist klar, dass die Kinder nach so einer langen Pause Bewegung brauchen“, erläutert Mosenheuer. „Jedoch trägt der Übungsleiter die Verantwortung über die Einhaltung der gesetzlichen und vereinsinternen Regelungen während seiner Sportstunde. Das wird bei den Kindern nicht einfach sein. Dies stellt aber keine generelle Absage an den Kindersport dar, nur bitten wir um Verständnis über die Rolle des Übungsleiters in dieser besonderen Situation.“ In den kommenden Tagen wird ein Belegungsplan vom Verein erstellt. „Wir hoffen, Mitte der Woche über diesen Plan informieren zu können“, erklärt Meyer das weitere Vorgehen.

In dieser schweren Zeit ist es dem HSV-Vorstand aber auch wichtig, Solidarität zu zeigen. Viele Vereine in Helmstedt haben keine eigenen Freiluftsportanlagen. „Diesen Vereinen wollen und können wir helfen. Sollte Interesse bestehen, können wir gerne schauen, wo wir freie Kapazitäten auf der Anlage haben, um dort externe Gruppen trainieren zu lassen“, ergänzt Mosenheuer.

Im Übrigen ist seit Montag die HSV-Geschäftsstelle wieder zu den regulären Zeiten geöffnet. Der Verein bittet darum, sich auch dort an die Masken- und Abstandsregelungen zu halten und das Geschäftszimmer nur einzeln zu betreten. Kabinen und Umkleiden bleiben weiter geschlossen, ebenso die Gastronomie. Das Betreten der Toiletten ist möglich. Da es sich dabei um ein öffentliches Gebäude handelt, ist dort ebenfalls eine Alltagsmaske zu tragen.

Am Ende dieser arbeitsintensiven Tage freuen sich alle Beteiligte darauf, dass es wieder losgehen kann, denn es war lange still auf dem Bötschenberg!


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