Die Slot-Car-Bahn wird nicht nur für offizielle Rennen sondern auch für Events genutzt.  Foto: Alexander Dontscheff
Die Slot-Car-Bahn wird nicht nur für offizielle Rennen sondern auch für Events genutzt. Foto: Alexander Dontscheff Foto: Alexander Dontscheff
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18.11.2019

Hinter dem Steuer oder am Regler: Motorsport für jedermann beim MSC


Braunschweig. Der Motorsportclub der Polizei Braunschweig im ADAC e.V. (MSC) feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Anders als es der Name vielleicht vermuten lässt, richten sich das breit aufgestellte Angebot des Vereins nicht nur an Polizisten oder ADAC-Mitglieder. Jeder kann hier seine Vorliebe für Motorsport (und vieles mehr) ausleben - ob nun selbst hinter dem Lenkrad oder am Regler, der ein Modell über die Rennstrecke steuert. Ein Beitrag von Alexander Dontscheff.

„Der Name weist auf die lange Geschichte unseres Vereins hin und dient vor allem zur Abgrenzung, da es in Braunschweig auch noch andere Vereine unter dem Kürzel MSC gibt“, erklärt Reinhard Manlik, 1. Vorsitzender des Vereins. Dass es in erster Linie um einen bezahlbaren Breitensport geht, der sich an alle Interessierten richtet, betont Immo Giere, Sportleiter des MSC. „Mir geht es darum, Menschen zu verbinden, die ihrem Hobby nachgehen und in unserem Verein Gleichgesinnte finden, mit denen sie etwas unternehmen können“, verdeutlicht Giere seinen Ansatz.

„Motorsport ist Familiensport“


„Letztlich ist Motorsport auch immer Familiensport“, ergänzt Reinhard Manlik. Es sei ihm ein Anliegen, die Jugend zu fördern und dieser ein Ziel zu geben. Er sehe darin auch eine gesellschaftspolitische Herausforderung, junge Menschen wieder mehr für Technik zu begeistern. Dafür hat man im Verein reichlich Gelegenheit. Nicht nur die Modellbauer und Rennfahrer, die an ihren Autos basteln können da gute Einblicke geben. In der Abteilung für Amateurfunksport werden auch Kurse angeboten, in denen man zum Beispiel Löten lernt. Manliks größter Stolz seien aber die erfolgreichen, jungen Fahrer. „Ich freue mich, wenn junge Menschen begeistert sind“, so der Vorsitzende.

Immo Giere (li.) und Reinhard Manlik. Foto:



Beste Beispiele für den erfolgreichen Familiensport sind Hannes Ueberfeldt und Anthony Korth im Jugend-Kart-Slalom. Der zwölfjährige Anthony ist Sohn des zuständigen Abteilungsleiters Jens Korth und hat bereits den Welfenpokal gewonnen. Auch sein Freund Hannes (9) stammt aus einer Motorsportfamilie. Bereits Vater und Großvater waren im Verein aktiv. Hannes selbst ist Deutscher Meister in seiner Klasse im Jugend-Kart-Slalom. Anthony und Hannes haben natürlich noch weitere Ziele, etwa später einmal in der DTM oder den Porsche-Cup zu fahren.

Auf der eigenen Bahn, der „Arena 38“ fand ein RCC Elektro-Rennen statt. Foto:



Ein Garant für den Erfolg des Vereins, der derzeit 880 Mitglieder hat, ist lauter Reinhard Manlik, dass er so breit aufgestellt ist. Auf dem Gelände des Vereins am Bienroder Weg hat man eine Indoor-Rennstrecke, eine Slotcar-Bahn, eine Outdoor-Rennstrecke und ein Gelände für den Funktions-Modellbau. Es wird Modell-Rennsport in den unterschiedlichsten Größen und Klassen für drinnen und draußen, mit Elektro- oder Vebrennungsmotor angeboten. Wer lieber selber fährt, für den gibt es Slalom, Auto- und Motorradrennsport. Auch im E-Sport will man sich engagieren. Eine Abteilung für Sim-Racing ist im Aufbau.

Auch Bastellgeschick ist gefragt, wenn man den eigenen Wagen ganz vorne sehen will. Foto:



Doch das Angebot des Vereins geht weit darüber hinaus. Neben dem bereits erwähnten Amateurfunk gibt es auch eine BMX-Gruppe, Abteilungen in denen sich Sportwagen- oder Honda-Monkey-Fahrer treffen sowie eine Wandergruppe. Auch in Sachen Verkehrserziehung engagiert sich der MSC und bietet in Schulen Fahrradturniere an. Demnächst ist eine Pedelec-Beratung geplant. Eine Übersicht über das breite Angebot des Vereins finden Sie auf der Internetseite des MSC.

Sebastian Gerstenberg mit einigen seiner Offroad-Modellen. Foto:


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