Hofmann explodiert in Aalen, Löwen ganz nah am Klassenerhalt!

5. Mai 2019 von
Sein Tag, sein Spiel, sein Ball: Philipp Hofmann gelang beim VfR Aalen (fast) alles. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Braunschweig/Aalen. Eintracht Braunschweig ist ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen. Am 36. Spieltag siegte die Mannschaft von Trainer André Schubert mit 1:3 (0:2) beim VfR Aalen. Matchwinner war Philipp Hofmann der das Spiel im Alleingang entschied.

Für die wichtigen Momente aufgesparrt

Es scheint, als habe Philipp Hofmann sich die Tore für den wichtigen Zeitpunkt der Saison aufgespart: Seit dem 16. Februar hatte der nicht mehr das Tor getroffen. Am 36. Spieltag sorgte der 26 Jahre alte Dreierpacker beinahe im Alleingang für einen Sieg seiner Löwen in Aalen, die nun mit Tabellenrang 13 vier Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz vorweisen können. Am kommenden Samstag geht es für Eintracht Braunschweig nach Halle (13.30). Eine Woche später kommt es an der Hamburger Straße zum finalen Auftritt der Saison gegen Energie Cottbus (13.30). 

Der Mann des Tages beim Braunschweiger Gastspiel in der Ostalb Arena stellte in einem ansonsten eher unterkühlten Drittligaspiel schon früh auf Sieg. Das 0:1 nach drei Minuten – von Fennell noch unhaltbar für Aalen-Schlussmann Daniel Bernhardt abgefälscht – wies den Weg zu einem relativ ungefährdeten Braunschweiger Sieg (4.).

Eintracht mit Mühe, Hofmann mit Leichtigkeit

Die Niedersachsen taten sich trotz langer Ballbesitzphasen schwer, versuchten aber sehr viel energischer als der VfR, ein Tor nachzulegen. Marcel Bär ließ das mögliche 0:2 in der 25. Spielminute ein wenig eigensinnig liegen, als er zusammen mit Manuel Janzer auf das Aalener Tor zulief, dann aber selbst den Abschluss suchte. Keine fünf Minuten später setzte Leandro Putaro das Leder nach einem feinen Lauf heraus nur knapp am VfR-Kasten vorbei.

In der Zwischenzeit wurden auch die Hausherren aktiver und setzten Nadelstiche – wie bei einer Doppelchance nach etwas mehr als einer halben Stunde. Jasmin Fejzic war hier sowohl gegen Matthias Morys als auch gegen Petar Sliskovic auf dem Posten (32.). Soeben hatte Marvin Büyüksakarya einen satten Distanzhammer knapp über das Braunschweiger Tor gesetzt (41.), da legte Hofmann seinen zweiten Treffer nach: Im Strafraumgewühl köpfte Bär links raus und fand den Blondshopf, der ohne große Mühe unten ins lange Eck traf (44.). Aalen wirkte bemüht aber glücklos: In der Nachspielzeit war Fejzic noch einmal gegen Morys zur Stelle und wehrte einen möglichen Anschlusstreffer aus spitzem Winkel ab.

Vier Punkte vor einem Abstiegsplatz: Der im Winter sichere Absteiger aus Braunschweig. Foto: Agentur Hübner/Archiv

Geyer mit dem Schönheitsfehler

Zufriedenheit strahlte André Schubert beim Gang in die Kabine trotz der 2:0-Führung nicht aus. „Phasenweise hat uns die Spannung gefehlt und wir waren nicht konsequent mit unseren Torchancen“, monierte der 47-Jährige später bei Magenta Sport und schob hinterher: „Ich kann nachvollziehen, das ist eine Drucksituation. Es ist nich immer ganz einfach, wenn man gewinnen muss, aber wir müssen da mehr Druck aufbauen!“ Nach der Pause brachte der Braunschweiger Trainer Mike Feigenspan für Putaro. Erneut kam der VfR Aalen in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit nicht über Beinahe-Chancen hinaus – so Morys, der einen Strafraum-Steckpass von Sessa nicht mehr erreichte (55.).

Und Braunschweig hat Philipp Hofmann! In der direkten Konterbewegung bot sich sehr viel Platz. Janzer legte links rüber zu Hofmann, der wieder den langen Pfosten anvisierte und beherzt den Deckel auf dieses Spiel setzte (56.). Beinahe wäre dem Braunschweiger Matchwinner das vierte Tor gelungen, aber Bernhardt tauchte diesmal ab und hielt (62.).

Doch auch Aalen kam noch einmal kurz auf. Nach einer Ecke bot sich Luca Geyer genügend Platz für eine Direktabnahme, die ihren Weg ins Tor fand (76.). Das Aufbäumen des bereits festehenden Absteigers blieb jedoch aus – auch weil Büyüksakarya direkt nach dem Anschlusstreffer die Gelb-Rote Karte sah und der Tabellenletzte die Partie zu zehnt beenden musste. Das letzte Wort in diesem Spiel gehörte natürlich Philipp Hofmann, der wieder alleine abzog, diesmal aber den Pfosten traf (82.).

„Dürfen nicht zufrieden sein!“

„Ich habe länger nicht getroffen, aber immer weiter daran geglaubt und dran gearbeitet“, sagte Philipp Hofmann nach dem Spiel. „Dass es heute so klappt ist für mich persönlich wichtig, aber auch für die Mannschaft großartig“, so der Dreierpacker, der direkt wieder das Wesentliche im Blick hatte und warnte: „Wir sind noch nicht am Ziel. Das war ein Riesenschritt heute, aber wir dürfen nicht zufrieden sein. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen!“

Zahlen & Fakten

VfR 1921 Aalen: Bernhardt – Funk, Fennell, Rehfeldt, Büyüksakarya – Papadopoulos – Geyer, Sessa (80. Feil), Schorr (37. Bühler) – Morys, Sliskovic (71. Amelhaf) Trainer: Rico Schmitt

Eintracht Braunschweig: Fejzic – Kessel, Nkansah, Becker, Kijewski – Fürstner, Pfitzner, Putaro (46. Feigenspan) – Bär, Hofmann, Janzer (61. Burmeister) Trainer: André Schubert

Torfolge: 0:1 Philipp Hofmann (4.), 0:2 Philipp Hofmann (44. Bär), 0:3 Philipp Hofmann (56. Janzer), 1:3 Luca Geyer (76. Funk)

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