Icefighters mit Moral nach Fehlstart und Punkt beim HSV

21. Januar 2019
Die Icefighters bewiesen Moral nach dem Fehlstart und holten einen Punkt beim HSV. Foto: Jens Bartels
Hamburg/Salzgitter. Mit einem Punkt im Gepäck kehrten die TAG Salzgitter Icefighters vom Regionalliga-Duell beim Hamburger SV zurück. Nach einer Partie mit wechselhaftem Geschick erzwangen die Stahlstädter kurz vor Ende der regulären Spielzeit die Verlängerung, die mit einer 4:5-Niederlage (1:4, 0:0, 3:0) endete. Von Jens Bartels.

Kalte Dusche im ersten Drittel

Dabei begann das Spiel denkbar schlecht für die Gäste. Hamburg kam mit Dampf aus der Kabine und sorgte bereits nach knappen zwei Minuten für die 1:0-Führung. Durch die erste Strafzeit seitens der Schwarz-Grünen gerieten diese sogleich ins Hintertreffen – die Hansestädter stellten im Powerplay schon nach kurzer Zeit auf 2:0 (6.). „Wir haben den Start verschlafen, das muss man so sagen. Wir hatten zunächst keinen Zugriff auf das Spiel und haben auch nicht die Bereitschaft gezeigt“, sagte Torhüter Lars Tschirner, der Coach Radek Vit an diesem Wochenende vertrat und die Geschicke an der Bande leitete.

Für einen Lichtblick sorgte Cedric Schröder, der knapp zehn Minuten später für den 2:1-Anschlusstreffer sorgte (15.). „Nach dem Anschluss lief es besser, da waren wir dem Ausgleich nahe, doch der HSV war effektiver“, so Tschirner weiter. Das Team von der Elbe stellte mit dem 3:1 (18.) gegen Drittelende den alten Abstand wieder her und schenkte den Niedersachsen elf Sekunden vor der Pausensirene auch noch das ernüchternde 4:1 (20.) ein.

Icefighters geben Ton an, schießen aber keine Tore

Salzgitter ließ sich trotz des deutlichen Rückstandes weiterhin nicht beirren und fand im Mittelabschnitt immer besser in das Spiel. „Im zweiten Abschnitt kamen wir komplett anders aus der Kabine, waren tonangebend und konnten Hamburg immer wieder in deren Drittel einschnüren“, kommentierte der Goalie. Tore fielen keine weil „wir uns teilweise auch sehr ungeschickt angestellt haben, das Scheibenglück fehlte und Hamburg nur noch hinten drin stand!“

Ausgleich in letzter Minute

In den letzten 20 Minuten kippten die Icefighters schließlich die Begegnung. Luca Häufler ließ mit seinem Treffer zum 4:2 (43.) neue Hoffnung aufkeimen. Die Hausherren fingen sich allerdings wieder und es ging eine Weile hin und her. Eine Hamburger Strafzeit in der 55. Minute bot den Icefighters eine Gelegenheit, die sie sich nicht nehmen ließen. Goalie Dennis Korff wich zugunsten des Extraattackers, sodass man in doppelter Überzahl agieren konnte, bis ein Versuch von Petr Binias schließlich den Weg zum 4:3 (57.) in das Gehäuse fand. Das nötige Scheibenglück hatte letztendlich Ron Friedrich, der rund eineinhalb Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit aus einem extrem ungünstigen Winkel das erlösende 4:4 (58.) einnetzte.

Hamburg siegt in Überzahl

Unglücklicherweise hatte das Team vom Salzgittersee kurz vor Ablauf der 60 Minuten eine Strafe gezogen, sodass es in Unterzahl in die Overtime ging. Dort biss sich der HSV gleich mit dem ersten Angriff fest, ließ die Scheibe laufen und erzielte schließlich das entscheidende 5:4 (61.). „Da waren wir etwas zu spät“, sagte Tschirner, der sein Team dennoch lobte: „Wir haben Moral bewiesen und uns nach dem Rückstand gut zurückgearbeitet. Abgesehen vom ersten Drittel konnten die Zuschauer ein wirklich hochklassiges und schnelles Spiel sehen!“

Playoffs praktisch sicher

Mit diesem Ergebnis ist den TAG Salzgitter Icefighters der Einzug in die Playoffs nahezu nicht mehr zu nehmen. Dafür müssten die fünftplatzierten Weserstars Bremen ihre drei restlichen Partien in regulärer Spielzeit gewinnen und eine Differenz von 16 Toren gegenüber Salzgitter aufholen, während die Icefighters alle restlichen Spiele verlieren müssten.

Zahlen & Fakten

Torfolge: 1:0 (1:54) Marc Stüven (Hanke, Garbe), 2:0 (5:31) Pascal Heitmann (Schlode/PP1), 2:1 (14:13) Cedric Schröder (Binias), 3:1 (17:28) Robin Richter (Hanke), 4:1 (19:49) Pascal Heitmann (Stüven, Hanke), 4:2 (42:30) Luca Häufler (Kopke, Herklotz), 4:3 (56:20) Petr Binias (Herklotz/PP1), 4:4 (58:18) Ron Friedrich (Binias, Vit), 5:4 (60:41) Robin Richter (Hanke, Heitmann/PP1)

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