Icefighters verlieren beim Strafzeitendebakel gegen Sande

28. Januar 2019
Viele Strafzeiten verhinderten mehr für die Icefighters. Foto: Jens Bartels
Salzgitter. Mit einem 3:6 (2:2, 1:2, 0:2) mussten sich die TAG Salzgitter Icefighters auch im vierten Aufeinandertreffen mit dem ECW Sande in der Regionalliga Nord geschlagen geben. Dabei sahen die rund 380 Zuschauer am Sonntagabend zunächst eine hochklassige Partie, bevor eine Reihe von Strafzeiten die Qualität der Begegnung zum kippen brachte. Ein Beitrag von Jens Bartels.

Rasantes Anfangsdrittel

Von einem Abtasten war im Duell gegen den Tabellenführer keine Spur. Sogleich gingen beide Teams mit vollem Einsatz in das Spiel, wobei die Hausherren mit enormen Angriffsdruck aus der Kabine kamen, was es den Jadehaien nicht einfach machte Offensivakzente zu setzen.

Dennoch war es die Mannschaft aus dem Norden, die nach knapp fünf Minuten per Konter mit 0:1 in Führung ging. Die Männer von Radek Vit ließen sich davon nicht beirren und erzielten durch einen Sololauf von Thomas Herklotz den verdienten Ausgleich zum 1:1 (11.) und drehten mit einem sensationellen Treffer von Yannick Meve kurz vor der Pause das Spiel. Dabei sprang der Stürmer in einen Schuss von Cedric Schröder und jagte die Scheibe unhaltbar zum 2:1 (19.) in die Maschen.

Die Freude währte allerdings nur kurz, Sande egalisierte den Spielstand nur vier Sekunden vor der Sirene. „Das sind die Kleinigkeiten, die dann entscheiden. Beim 2:2 bespielsweise, als wir den Pass in die Mitte gespielt haben. Das darf halt nicht passieren, so eine Führung muss man mit in die Pause nehmen“, so der Coach.

Das Spiel kippt

Trotzdem man mit dem Gegentreffer in die Kabine musste, startete die Vit-Truppe auch in den zweiten Abschnitt stark und belohnte sich folgerichtig mit dem Tor von Michael Kopke zum 3:2 (21.). Sah es nun noch eine Weile danach aus, als hätten die Schwarz-Grünen die Partie in der Hand, so kippte das Geschehen zur Spielmitte.

Es folgten reihenweise Strafzeiten, mit denen der Salzgitteraner Trainer haderte: „Die Definitionen der Strafen haben sich im Verlauf des Spiels immer wieder verändert. Da konnte ich nicht jede Entscheidung nachvollziehen – allerdings auf beiden Seiten. Das hat den Spielfluss unterbrochen, es wurde ja kaum noch fünf gegen fünf gespielt.“ Der ECW nutzte das Momentum und zeigte sich im Powerplay effektiv. So erzielte Sande den nächsten Ausgleich in Überzahl (30.) und schickte den Gastgeber zu allem Unglück mit einem 3:4 (36.) in die zweite Pause.

Sande effektiver

Im Schlussabschnitt setzte sich das Strafzeitendebakel fort, das Spiel hatte mit dem hochklassigen Duell der ersten dreißig Minuten nichts mehr zu tun. Die Überhand hatte keines der beiden Teams, doch das Roadteam machte aus den zahlreichen Strafen mehr. Während Salzgitter keine dieser Gelegenheiten nutzen konnte, netzten die Jadehaie noch zwei weitere Male im Powerplay ein (50., 55.) und entschieden die Partie somit für sich. „Wir haben die Überzahlsituationen nicht gut gespielt, das war entscheidend. Sande hingegen hat seine Möglichkeiten im Powerplay genutzt und sich den Sieg durch die Effektivität verdient“, resümierte der Ex-Profi.

Zahlen & Fakten

Torfolge: 0:1 (4:48) Vitalijs Hvorostinins (Piskunovs), 1:1 (10:00) Thomas Herklotz (Schröder), 2:1 (18:08) Yannick Meve (Schröder/SH1), 2:2 (19:56) Viatcheslav Koubenski (Sivak, Rohac), 3:2 (20:43) Michael Kopke (Häufler, Vit), 3:3 (29:01:) Vitalijs Hvorostinins (Janke/PP1), 3:4 (35:37) Viatcheslav Koubenski (Hvorostinins, Piskunovs), 3:5 (49:59) Jan Holiga (Sobczak, Runge/PP1), 3:6 (54:02) Marcel Struck (Janke, Holiga/PP2)

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