Icefighters verlieren hitzige Schlacht gegen Wölfe

5. März 2019
In der hitzigen Partie kochten die Gemüter hoch. Foto: Jens Bartels
Salzgitter. Herber Dämpfer für die TAG Salzgitter Icefighters. Nach zuletzt zwei Erfolgen unterlagen die Stahlstädter im dritten Meisterrunden-Spiel den Schönheider Wölfen. In einer von extremer Härte und Strafzeiten überschatteten Partie entführten die Gäste am Sonntagabend nach einem Endstand von 1:5 (1:0, 0:4, 0:1) drei Punkte vom Salzgittersee. Ein Beitrag von Jens Bartels.

Starkes erstes Drittel

Dabei sahen die rund 380 Zuschauer ein erstes Drittel, welches eines kleinen Finales würdig war. Beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter und agierten weitestgehend auf Augenhöhe, wobei die Hausherren ein wenig mehr Spielanteile für sich verbuchen konnten. So belohnten sich die Schwarz-Grünen auch mit der Führung zum 1:0 (12.) durch Justin Spenke, welche die Gastgeber mit in die Drittelpause nahmen und mit ihrer Leistung bis dahin weitestgehend zufrieden sein konnten.
Spielgeschehen gerät außer Kontrolle

Dies änderte sich im Mittelabschnitt. Den Salzgitteranern gelang es nicht, an die Leistung aus den ersten 20 Minuten anzuknüpfen. Schönheide war stärker aus der Pause gekommen, fiel allerdings auch immer mehr durch eine provozierende Spielweise auf, die an den Icefighters nicht spurlos vorbei ging. Ab dem 1:1-Ausgleich (27.) kippte nach und nach das Geschehen – nicht nur aus spielerischer Sicht. Rund vier Minuten später musste sich Dennis Korff, der abermals eine starke Leistung zeigte, zum zweiten Mal umdrehen.

Unmittelbar nach dem 1:2 (31.) war die Stimmung bereits so hoch gekocht, dass Kapitän Spenke die Nerven verlor und wegen unsportlichem Verhaltens mit einer Matchstrafe belegt wurde – eine Tatsache die Icefighters Coach Radek Vit gar nicht schmeckte, hatten die Wölfe sich zuvor ebenfalls unsportlich verhalten, waren dabei aber ungesühnt davongekommen. „Beleidigungen gegen unsere Spieler wurden mit den Worten abgetan ‚Das konnte ich nicht verstehen‘, während wir eine Matchstrafe bekommen“, zeigte sich der Übungsleiter nicht einverstanden mit den Entscheidungen der Unparteiischen, die laut Vit auch bei gleichen Strafen unterschiedlich bewerteten.

Herklotz bricht sich den Unterarm

„Beide Mannschaften hatten ein gutes erstes Drittel gezeigt, aber die Schiedsrichter haben leider keine Linie reinbekommen, wodurch das Spiel komplett kaputt gemacht wurde. Da wurde einseitig gepfiffen“, so der sichtlich enttäuschte Ex-Profi. Die harte Spielweise forderte ihren Tribut. So brach sich Icefighters-Topscorer Thomas Herklotz während einer Aktion an der Bande den Unterarm und musste ins Krankenhaus, eine Strafe zog der Vorfall nicht nach sich.

Insgesamt vier Ausfälle

Damit nicht genug, tat sich Salzgitter schwer, die Nerven unter Kontrolle zu halten, während die Unparteiischen weiterhin nach einer Linie suchten. Dabei kochte auch bei zwei weiteren Icefighters die Stimmung über. Ruven Bannach (Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Stockschlags) und Petr Binias (Matchstrafe wegen Stockstich) mussten im weiteren Verlauf des zweiten Drittels vorzeitig Duschen gehen. Währenddessen erhöhte der Meister der Ostgruppe auf 1:3 (37.) und schickte die nun dezimierten Gastgeber mit einem Zwischenstand von 1:4 (40.) in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt schickte Vit, nach einer weiteren strittigen Entscheidung seitens des Schiedsrichtergespanns, seine Mannschaft in die Kabine um Ruhe reinzubringen.

„Ich habe den Jungs gesagt, dass ich verstehen kann, dass sie sauer sind, wir aber trotzdem versuchen müssen, unser Spiel durchzuziehen“, sagte der Deutsch-Tscheche. Mit herunterlaufender Uhr beruhigten sich die Gemüter ein wenig, Schönheide ließ es nochmal zum Endstand von 1:5 (49.) klingeln. Damit überstanden die Salzgitteraner die zahlreichen Unterzahlspiele verhältnismäßig glimpflich.

„Geben nicht auf“

Wenn das Vit-Team am Samstag in Schönheide antritt, fehlen mit dem verletzten Thomas Herklotz und den drei gesperrten Spielern Justin Spenke, Ruven Bannach und Petr Binias, mindestens vier wichtige Akteure. Dennoch ist für den Trainer die Meisterrunde noch nicht gelaufen: „Es ist schade, denn das hätte ein wirklich gutes Spiel werden können. Trotzdem geben wir nicht auf und werden versuchen, die nächsten drei Spiele zu gewinnen!“

Zahlen & Fakten

Torfolge: 1:0 (11:49) Justin Spenke (Binias), 1:1 (26:58) Jannik Grätke (E. Neumann, Heinz), 1:2 (30:09) Chris Neumann (Galvez Peraza), 1:3 (36:04) Christoph Rogenz (Kukla, Glück/PP1), 1:4 (39:42) Petr Kukla (E. Neumann, C. Neumann), 1:5 (48:29) Christoph Rogenz (Kukla, C. Neumann)

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