Jubel über das Tor des Tages beim VfL Wolfsburg.
Jubel über das Tor des Tages beim VfL Wolfsburg. Foto: imago/Poolfoto
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07.06.2020

Kalte Dusche für Bremen: Wölfe halten Kurs auf Europa dank Weghorst

von Frank Vollmer


Bremen/Wolfsburg. Erstmals seit dem 24. Spieltag hat Wout Weghorst wieder für den VfL Wolfsburg getroffen. Im Auswärtsspiel des 30. Spieltages bezwang die Glasner-Elf dank des späten Treffers den abstiegsbedrohten SV Werder Bremen mit 1:0(0:0).

Daheim durchwachsen, in der Fremde top! Der VfL Wolfsburg hat sich am 30. Spieltag im Weserstadion einen knappen Sieg erkämpft. Im Vergleich zur 1:2-Pleite gegen Frankfurt (Spielbericht hier) rückte Admir Mehmedi für den gesperrten Renato Steffen in die Startelf. Die Hausherren - unter der Woche ebenfalls mit einer Niederlage gegen Eintracht Frankfurt - begannen mit drei Änderungen. Friedl, Bartels und Selke blieben auf der Bank für Augustinsson, Bargfrede und Sargent

Die enge und sehr ausgeglichene erste Halbzeit war recht arm an wirklichen Höhepunkten. Beide Mannschaften rieben sich meist in Zweikämpfen zwischen den Strafräumen auf. Die Gäste überließen Bremen den Ball, setzten dann aber auf schnell Gegenstöße. Die beste Möglichkeit gegen die zuvor leicht besseren Hausherren vergab noch VfL-Sturmturm Wout Weghorst, der den Ball nach einem Doppelpass mit Joao Victor gekonnt an Abwehrspieler Veljkovic vorbeispitzelte, den herauseilenden Pavlenka aber nicht mit einem Lupfer überwinden konnte (15.). Zuvor hatte Josip Brekalo es schon einmal vergeblich aus gut 20 Metern versucht (13.).

Auf der anderen Seite prüfte Osako VfL-Schlussmann Koen Casteels mit einem feinen 17-Meter-Schüsschen aus zentraler Position (32.). Sieben Minuten später zog Maximilian Eggestein ab und traf die Hand von Kevin Mbabu. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gab zurecht keinen Elfmeter (39.). Noch vor der Pause zielte Maximilian Arnold mit einem Freistoß aus 40 Metern direkt daneben.

Glasners Plan geht auf dank Weghorst


Ein Kopfball von Admir Mehemedi neben das Tor (56.) blieb nach dem Seitenwechsel für lange Zeit das einzige Lebenszeichen der zweikampfstarken Wolfsburger. Auf der anderen Seite versuchte es Klaassen aus der Distanz (60.). Das triste Bild im Westerstadion änderte sich nur in einem Punkt: Das Wetter passte sich dem Geschehen auf dem Rasen an. Bei Starkregen setzten die Gäste weiterhin auf Konter und wurden belohnt. Kurz nach einer Mehrfachchance inklusive Lattenkracher von Schlager (81.) fing Mbabu einen Fehlpass des eingewechselten Bittencourt ab und es ging ganz schnell nach vorne. Die butterweiche Flanke von Felix Klaus musste Weghorst am kurzen Pfosten nur noch ins Tor nicken (82.). "Ein perfekter Kopfball und wichtiges Tor für uns!", sagte Vorlagengeber Klaus bei DAZN. Bremen fehlte auch in der Folge der nötige Punch, um noch einmal eine Wende herbeizuführen.

In der Bundesligatabelle hat der VfL Wolfsburg Platz 6 zurückerobert. Am kommenden Samstag (15.30) kommt Tabellennachbar Freiburg in die Volkswagenarena.

Zahlen & Fakten


SV Werder Bremen: Pavlenka - Veljkovic, Vogt, Moisander - Gebra Selassie, Bargfrede (61. Bartels), M. Eggestein, Augustinsson - Klaassen (86. Selke), Osako (86. Woltemade) - Sargent (75. Bittencourt) Trainer: Florian Kohfeldt

VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Pongracic, Brooks, Roussillon (88. Tisserand) - Schlager (83. Gerhardt), Arnold (88. Guilavogui) - Brekalo, Mehemdi (64. Ginczek), Joao Victor (64. Klaus) - Weghorst Trainer: Oliver Glasner

Torfolge: 0:1 Wout Weghorst (82. Klaus).


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