Katastrophenkick: Löwen schlagen sich gegen Uerdingen selbst

10. November 2018 von
Leandro Putaro hatte im ersten Abschnitt einige gute Szenen, aber auch ihm fehlte das nötige Glück. Fotos: Agentur Hübner
Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat auch gegen den KFC Uerdingen 05 verloren. Im Heimspiel des 15. Spieltages der 3.Liga unterlag der Tabellenletzte vor allem dank individueller Fehler vor 16.510 Zuschauern mit 0:2 (0:2). Philipp Hofmann verschoss dabei einen Elfmeter. 

Gebrauchte Tage kann man bei Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig in der aktuellen Situation überhaupt nicht gebrauchen. Das Heimspiel des 15. Spieltages gegen Krefeld kam dahingehend einer Katastrophe für die Mannschaft von André Schubert gleich, die sich selbst um eine gute Anfangsphase brachte und wieder einmal dank leichter Fehler ins Hintertreffen geriet. Dabei verkam auch der erste Einsatz des langzeitverletzten Christoffer Nyman zur effektlosen Nebenerscheinung. Wer soll diese Eintracht noch retten?

Trainer Schubert vertraute bis auf Felix Burmeister, der für Stephan Fürstner (nicht im Kader) kam, der Elf vom 1:1 in Aspach. Steffen Nkansah rückte dafür ins zentrale Mittelfeld. Bei den Gästen ersetzte Trainer Stefan Krämer den gesperrten Konrad durch Lucas Musculus.

Löwen beißen sich an Krefeld die Zähne aus

Die Löwen strahlten trotz größter Anstrengungen von Beginn an selten Torgefahr aus. Und das, obwohl die Schubert-Elf von Beginn an die Initiative übernahm, oft den Ball hatte und die tiefstehenden Gäste dauerhaft bearbeitete. Dabei fehlte es den Hausherren im entscheidenden Moment vor allem an der nötigen Durchschlagskraft, wie Onur Bulut, der nach zehn Minuten erstmals zum Abschluss kam. Der Schuss aus kurzer Distanz war kein Problem für Uerdingens Schlussmann René Vollath.

Die Löwen, vornehmlich über die linke Seite und hier über Putaro spielend, hatten durchweg sehr viel Ballbesitz – ohne wirklich Kapital daraus zu ziehen. Bei einem Abschluss von Putaro aus spitzem Winkel hatte Vollath Probleme, war aber vor Hofmann am Ball, der auf den Nachschuss lauerte (24.).

Die Gäste verlegten sich nach zuletzt drei Pleiten auf Konter und machten das ihrerseits eiskalt. Ein einziger Gegenstoß genügte und schon lagen die Westfalen vorne. Dabei marschierte Linksverteidiger Christian Dorda von links kommend mutterseelenallein und zog einfach mal aus der zweiten Reihe flach und gewaltig ab. Lukas Kruse konnte nur noch abwinken, die Kugel schlug unten links ein und die Eintracht lag schon wieder hinten (34.). Noch vor der Pause fingen sich die Hausherren nach einem kapitalen Bock von Mannschaftskapitän Felix Burmeister das zweite Tor. Ali Ibrahimaj hatte leichtes Spiel (42.).

Philipp Hofmann verschoss einen Strafstoß. Foto: Agentur Hübner

Hofmann vergeigt Elfmeter

Nach dem Seitenwechsel tat sich Eintracht schwer, zurück ins Spiel zu finden. Bei einem langen Ball rutschte Putaro bei der Annahme weg, der nachgerückte Bulut zog gewaltig ab, aber auch über das Tor (55.). Schubert wechselte doppelt, brachte Leon Bürger und Manuel Janzer für Jonas Thorsen und Leandro Putaro (58.). Auch der glücklose Bulut musste kurz darauf gelbrotgefährdet das Feld räumen. Für ihn kam erstmals nach langer Verletzungspause Christoffer Nyman ins Spiel – begleitet von großem Applaus (66.). 

Drei Minuten später fiel Hofmann im Laufduell mit Christopher Schorch. Schiedsrichter Tobias Fritsch zeigte sofort auf den Punkt. Der Gefoulte lief selbst an und vergab die große Möglichkeit zum Anschluss kläglich an Vollath, der einfach stehen blieb und den zentralen Schuss hielt (70.). In der Schlussviertelstunde plätscherte das Spiel vor sich hin. Ein Aufbäumen der Hausherren, die nach einer Roten Karte für David Sauerland (74.) zu zehnt spielten, blieb aus.

Nach der Länderspielpause geht es für Eintracht Braunschweig am Montag, dem 26. November 2018 (19.00) zu Preußen Münster. 

Zahlen & Fakten

Eintracht Braunschweig: Kruse – Becker, Burmeister, Valsvik, Kijewski – Nkansah – Saulerand, Thorsen (58. Bürger) – Bulut (66. Nyman), Putaro (58. Janzer) – Hofmann Trainer: André Schubert

KFC Uerdingen 05: Vollath – Großkreutz, Maroh, Schorch, Dorda – Krempicki (78. Dörfler), Öztürk – Ibrahimaj (69. Bittroff), Kefkir – Aigner, Musculus (61. Holldack) Trainer: Stefan Krämer

0:1 Christian Dorda (34.), 0:2 Ali Ibrahimaj (42.).

Das Spiel in Bildern

Spiel in Bildern: Eintracht Braunschweig – KFC Uerdingen 05

Augenzeuge kritisiert Ordnereinsatz: „Provozierten die Fans“

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: sport@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-19
Anzeigen