Für die Sportkegler aus Wolfenbüttel ist die Saison vorzeitig beendet.
Für die Sportkegler aus Wolfenbüttel ist die Saison vorzeitig beendet. Foto: Verein
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20.03.2020

Keglerverband Niedersachsen bricht die Saison komplett ab

von Bodo Plagge


Region. In der aktuellen Situation haben der Deutsche Kegler- und Bowlingbund (DKB) sowie der Deutsche Bohle Kegler Verband (DBKV) eine Empfehlung zur Eindämmung der Pandemie ausgesprochen, alle sportlichen Veranstaltungen und Meisterschaften bis 30. Juni 2020 auszusetzen, welcher auch der Keglerverband Niedersachsen (KVN) folgt. Die aktuelle Spielzeit 2019/2020 ist damit beendet.

Für die Kegelsportgemeinschaft Wolfenbüttel (KSG), die am kommenden Wochenende eigentlich den letzten Spieltag als Gesamtspieltag in Bremen ausgetragen hätte, bedeutet dies nun Platz 7 in der höchsten Landesebene, der Verbandsoberliga. „Es ist genau richtig, die Saison jetzt zu beenden und keine Veranstaltungen mehr zuzulassen“, sagt Thomas Janitschke, 1. Vorsitzender der KSG und Mannschaftsführer der „Ersten“. „Auf Landesebene findet in jedem Jahr der letzte Spieltag zeitgleich in Bremen statt. 12 Mannschaften á 6 Spieler plus Reservespieler, Betreuer und Zuschauer, da kommen locker über 100 Menschen aus dem ganzen Bundesland an einem Ort zusammen, das wäre unverantwortlich in der jetzigen Lage“, so Janitschke weiter.

Die Verantwortlichen des KVN haben sich schwergetan, wie sie die Saison bewerten sollen. Anders als in der Bohle Bundesliga, wo die Saison annulliert wird, es somit keinen Meister und Auf- bzw. Absteiger geben wird, hat man sich entschieden die Endplatzierung vor dem letzten Spieltag zu werten. Hintergrund war, dass Entscheidungen über Meisterschaft und Ligenwechsel in der Landesklasse, Landesliga und Landesoberliga Größenteils vor dem letzten Spieltag bereits entschieden waren.

Die erste Mannschaft der KSG wird somit auch in der neuen Saison – die hoffentlich im Herbst beginnt – wieder auf höchster Landesebene starten. Für die KSG II und KSG III, die zusammen in der Bezirksoberliga spielen, gilt dieselbe Entscheidung des KVN. Hier schließen die Teams auf Platz 4 und Platz 6 die Saison ab.

Der Verzicht auf weitere sportliche Veranstaltungen beinhaltet auch die Meisterschaften auf Vereinsebene. Vor einigen Wochen triumphierten die Wolfenbütteler Kegelspezialisten bei den Bezirksmeisterschaften im 3-Bahnenspiel (Bohle, Schere und Classic) sowie als Gastgeber im KOMM in Wolfenbüttel bei der Bohle-Meisterschaft. Allein Thomas Janitschke holte sich hierbei zwei Titel. Die anstehenden Landes- und Deutschenmeisterschaften wurden ebenfalls abgesagt und finden dieses Jahr nicht mehr statt.

Auch der Jugendbereich ist betroffen


Auch im Jugendbereich sind alle Vergleichskämpfe gestrichen. „Die Kinder haben sich schon sehr auf die Landesmeisterschaften gefreut, da sie auch sehr gute Chancen hätten sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren“, erzählt Bodo Plagge, Jugendwart des Vereins KOMMsport Wolfenbüttel.

Ebenso wie das Jugendtraining ruht auch die Schul-AG mit der Grundschule am Geitelplatz. Der Trainingsbetrieb der KSG ist ebenfalls eingestellt. „Wir haben bereits Anfang letzter Woche unsere Mitglieder informiert, dass wir vorerst bis nach Ostern kein Training anbieten und abwarten wie sich die Situation entwickelt. Bei den Mitgliedern der KSG sind nun mal auch eine Vielzahlt von möglichen gefährdeten älteren Kegelbrüdern, die wir einfach schützen wollen und müssen“, betont Janitschke. Auch die Jahreshauptversammlung, die für den 27.03. angesetzt war, ist vorerst einmal auf den 24.04. verschoben.

Aktuell steht man im Austausch mit den Blankenburger Keglern, die Ende Mai zum 59. Treffen seit der Wiedervereinigung eingeladen haben. „Unsere Freundschaft ist so stark, dass wir auch diese Zeit überstehen und unser Treffen irgendwann nachholen werden“, so Janitschke optimistisch.

Bei dieser Gelegenheit möchte der erste Vorsitzende aber auch eine positive Meldung aussprechen: „Wer die womöglich lange Wartezeit auf sportliche Aktivitäten nutzt und zu der Überlegung kommt, der Kegelsport ist auch etwas für ihn, der darf sich nach der 'Krisenzeit' gern mittwochs ab 17 Uhr im KOMMsport-Zentrum an der Schweigerstraße zu einem Schnuppertraining einfinden. Interessenten sind immer gern gesehen.


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