Defensiv stabil: Mannschaftskapitän Marc Pfitzner (2.v.l.) und Martin Kobylanski (re.) bearbeiten gemeinsam Filip Bilbija.
Defensiv stabil: Mannschaftskapitän Marc Pfitzner (2.v.l.) und Martin Kobylanski (re.) bearbeiten gemeinsam Filip Bilbija. Foto: imago/Stefan Bösl
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16.06.2020

"Kein Leckerbissen!" – Eintrachts Auswärtself hält die Schanzer auf Distanz

von Frank Vollmer


Ingolstadt/Braunschweig. Eintracht Braunschweig bleibt nach dem Re-Start weiterhin unbezwungen. Das Gastspiel am Dienstagabend im Audi Sportpark endete torlos. Gleich zweimal hatte Merveille Biankadi die Führung für die Gäste aus Niedersachen auf dem Fuß, in der Schlussphase war es vor allem ein erkämpfter Punkt, der die Löwen weiterhin vom großen Wurf träumen lässt.

Braunschweig weiter unbesiegt!


"Der Druck liegt eher bei Ingolstadt", hatte Marco Antwerpen vor dem Auswärtsspiel des 33. Spieltages betont. Der Braunschweiger Cheftrainer sollte am Ende recht behalten. Seine Mannschaft hat sich einen Punkt im Audi Sportpark erkämpft und hält damit einen direkten Konkurrenten auf Abstand. Mit der identischen und erfolgreichen 3:1-Elf aus dem Spiel in Haching (Spielbericht) startend, überließen die defensiv im 3-4-3 aufgereihten Löwen ihren Gastgebern den Ball und setzten auf schnelles Umschaltspiel.

Ingolstadt hatte so zunächst einige Standards zu bieten. Viele Braunschweiger Füße verhindeten nach einer Ecke und einer kleinen Unsicherheit von Schlussmann Marcel Engelhardt den Einschlag (6.). Ein weiter Diagonal-Freistoß von Putaro zu Lasse Schlüter brachte das erste offensive Lebenszeichen der Gäste (12.). Eine richtig gute Möglichkeit verpasste Marvin Pourié vier Minuten später. Mit ihren schnörkellosen Tempogegenstößen fanden die Blau-Gelben nun besser in das Spiel hinein, Merveille Biankadi hatte wenig später den ersten Hochkaräter der Partie auf dem Fuß, doch Antonitsch warf sich in die Direktabnahme der Heidenheimer Leihgabe (19.). "Ich hab den gut getroffen und glaube, dass der reingegangen wäre", sagte Biankadi später bei Magenta Sport.

Ingolstadt war nicht Unterhaching! Die Rothosen präsentierten sich defensiv wesentlich besser organisiert und setzten ihrerseits auch schnelle offensive Nadelstiche. Nach einer halben Stunde geriet Marcel Engelhardt gleich mehrfach in den Fokus der 04er Offensibemühungen. Der Braunschweiger Schlussmann klärte in brenzliger Situation vor die Füße von Maximilian Beister, der im hohen Bogen abzog. Weit vor seinem Tor stehend bekam Engelhardt irgendwie noch die Fingerspitzen an den Heber (30.). Bitter: Kurz vor der Pause humpelte Mike Feigenspan nach einem schmerzhaften Sprint direkt in die Kabine. Benjamin Kessel kam dafür ins Spiel, Leandro Putaro rückte auf der rechten Seite eine Position vor.

Oral wirft alles nach vorne


Direkt nach Wiederbeginn kam Paulsen plötzlich frei zum Abschluss, rutschte aber aus (47.). Auf der anderen Seite köpfte Schröck eine Abwehr direkt zu Biankadi, der seine zweite Topchance an diesem Dienstagabend knapp neben das Tor von Fabijan Buntic setzte (51.). Bilbija hatte in der 57. Spielminute noch einmal die FCI-Führung auf dem Fuß, der Ball rollte links am Pfosten vorbei. Direkt danach kam Pourié nach einer Ablage von Kobylanski zum Abschluss, doch Buntic war zur Stelle (58.). So ging es auf und ab – ohne, dass es bei einem der beiden Teams wirklich zwingend wurde.

FCI-Coach Thomas Oral warf nacheinander mit Elva, Kaya, Hawkins und Wolfram alle Männer ins Spiel, die noch irgendwie Offensivpower versprachen. Doch erst in der Schlussphase setzten die Schanzer den BTSV noch einmal richtig unter Druck. Wolfram prüfte Engelhardt, der Abpraller landete bei Kaya, der aus exzellenter Position verzog (87.). Der 20 Jahre alte Angreifer kam wenig später noch einmal zum Kopfball, doch auch der wollte nicht seinen Weg ins Braunschweiger Tor finden (90.).

"Ingolstadt stand mit dem Rücken zur Wand!"


"Es war kein Leckerbissen heute", gestand Merveille Biankadi nach dem torlosen Remis ein. "Uns war es wichtig, gegen einen direkten Konkurrenten etwas mitzunehmen. Momentan zählen nur die Punkte. In den nächsten Spielen wollen wir dann wieder besser spielen", so Biankadi.

Dem pflichtete Marco Antwerpen bei: "Wir wussen, dass uns eine schwierige Aufgabe erwartet. Ingolstadt stand mit dem Rücken zur Wand. Ich hatte den Eindruck, dass wir sie über weite Strecken der Partie im Griff hatten", freute sich der BTSV-Coach. Aber: "Heute waren wir nich so effektiv wie wir uns das gewünscht hatten. Wir wollten hier definitiv einen Punkt mitnehmen und das war eine schwere Aufgabe, wie sich Ingolstadt hier heute präsentiert hat!"

Der Punktgewinn bei den Schanzern hält Eintracht Braunschweig vorerst auf Tabellenposition 2. Schon am Samstag (14.00) kommt der SC Preußen Münster ins Eintracht-Stadion.

Zahlen & Fakten


FC Ingolstadt 04: Buntic - Paulsen, Schröck, Antonitsch, Gaus - Beister (76. Elva), Krauße (81. Hawkins), Thalhammer, Bilbija (81. Wolfram) - Kutschke, Eckert Ayensa (76. Kaya) Trainer: Thomas Oral

Eintracht Braunschweig: Engelhardt - Wiebe, Fürstner, Nkansah - Putaro (80. Schwenk), Pfitzner, Kobylanski, Schlüter - Feigenspan (40. Kessel), Pourié, Biankadi (64. Y.Otto) Trainer: Marco Antwerpen

Torfolge: -


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