Benjamin Kessel gehörter erneut zu den Anführern auf dem Platz, haderte aber ein wenig mit dem Spielausgang. Foto: Agentur Hübner/Archiv
Benjamin Kessel gehörter erneut zu den Anführern auf dem Platz, haderte aber ein wenig mit dem Spielausgang. Foto: Agentur Hübner/Archiv Foto: Agentur Hübner/Archiv
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22.09.2019

Kessel nach Köln: „Unter dem Strich ist ein Punkt zu wenig“

von Frank Vollmer


Köln/Braunschweig. So richtig wusste nach dem Spiel keiner der Protagonisten bei Eintracht Braunschweig, wie er das torlose Remis beim FC Viktoria Köln einordnen sollte. Während Trainer Christian Flüthmann von der besten ersten Halbzeit der bisherigen Saison sprach, konnten seine Spieler eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen. 

"Defensiv standen wir heute sehr gut"


„Zumindest ist unser Plan in der ersten Hälfte perfekt aufgegangen“, hob Benjamin Kessel nach dem Spiel das absolut Positive hervor, fand aber direkt das dicke und fettige Haar in der Suppe: „Wir haben vergessen, den Punch zu setzen.“ Laufstarke Löwen hatten sich gleich zu Beginn der Partiehervorragende Einschussmöglichkeiten erspielt, brachten die aber nicht an Sebastian Patzler im Tor des FC vorbei. „Nach der ersten Hälfte müssen wir eigentlich 2:0 führen“, so Kessel, dessen erste Flanke Nick Proschwitz nachzwei Minuten am Lattenkreuz vorbei semmelte.

Auch Abwehrrecke Robin Ziegele wirkte mit der Leistung insgesamt zufrieden, mit dem Ergebnis eher nicht so: „Wir hatten sehr viele Chancen in der ersten Halbzeit und müssen das Spiel eigentlich klarmachen. Wir können trotzdem zufrieden sein mit der Leistung der kompletten Mannschaft. Mir fällt kaum eine gefährliche Kölner Szene ein, defensiv standen wir heute sehr gut.“ Was Ziegele nicht ansprach: Er selbst war kurz vor der Pause in der wohl strittigsten Szene der Partie nicht mit einem Strafstoß bedacht worden, als Lars Dietz ihm im Strafraum das Standbein weggewischt hatte.
"Wir haben uns in der ersten Halbzeit sehr schwer getan. Die Braunschweiger waren sehr gut auf uns vorbereitet und wir haben keine spielerischen Mittel gefunden, um diesen Druck zu überstehen und die Braunschweiger waren vorne immer brandgefährlich. Ich habe gehofft, dass wir die erste Halbzeit überstehen, um in der Pause ein wenig zu korrigieren. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Struktur gehabt und uns Chancen erarbeitet. Leider geht der Ball am Ende nicht rein, aber das Unentschieden geht in Ordnung. Braunschweig ist eine Topmannschaft und wir können damit zufrieden sein, dass wir heute nicht verloren haben." Viktoria Köln-Trainer Pavel Dotchev

Auch Eintracht-Coach Christian Flüthmann stellte die gute Leistung seiner Mannschaft in den Vordergrund: „Wir sind richtig gut in das Spiel gekommen und haben sehr gute Zweikämpfe geführt und den Gegner zugestellt.“ Sein Team habe im ersten Durchgang allerdings auch in Führung gehen müssen und dann dem Tempo der ersten Hälfte Tribut gezollt: „Wir mussten etwas das Tempo rausnehmen, wodurch Viktoria mehr Spielanteile bekam. Deswegen ist es für mich auch, dass wir in der Nachspielzeit nicht noch das Gegentor kassieren.“ Kölns Albert Bunjaku warda nah dran am 1:0 der Hausherren gewesen.

„Wir hatten am Ende hinten auch ein bisschen Glück“, betonteBenjamin Kessel, zeigte sich aber ein wenig enttäuscht: „Unter dem Strich ist ein Punkt hier zu wenig."

Der Spielbericht


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