Knappes Ding! Grizzlys halten Hoffnung auf Platz 4 aufrecht

2. März 2018 von
Brent Aubin hält 22 Sekunden nach Beginn der Overtime die Hoffnung auf Platz 4 aufrecht. Foto: imago/foto2press

Wolfsburg. Am 51. Spieltag der DEL besiegten die Grizzlys Wolfsburg am Freitagabend die Augsburg Panther mit 3:2 (2:1, 0:0, 0:1, 1:0). Dabei brachten sich die Hausherren im ersten Drittel in Führung und mussten erst zehn Minuten vor Schluss den Ausgleich hinnehmen. In der Overtime machte Brent Aubin vor 3.333 Zuschauern kurzen Prozess und jagte den Siegtreffer nach 22 Sekunden in die Maschen.

Voakes raus – Pfohl wieder da

Keine Entspannung in der Personalsituation: Während Fabio Pfohl aus dem Lazarett der Grizzlys zurückkehrte, musste Mark Voakes passen. Der Stürmer hatte sich in der Partie gegen Straubing am Mittwoch verletzt. Demnach musste weiterhin auf weitere sechs Spieler verzichtet werden (wir berichteten).

Grizzlys effektiver

Etwas wackelig ging der Vizemeister in die Partie. Innerhalb von 60 Sekunden gelang es den Panthern gleich zweimal nahezu frei auf das Tor von Felix Brückmann zu ziehen (1.). Der Schlussman war auf seinem Posten, doch ohne Strafe konnte der letzte Angriff nicht verhindert werden. In Unterzahl präsentierten sich die Gastgeber besser und ließen keine gefährlichen Chancen zu (4.). Mit Erreichen der Vollzähligkeit wurde es nochmals eng vor dem eigenen Kasten, doch nach einem Konter waren die Grizzlys am Zug, als Tyson Mulock aus extrem spitzem Winkel von der linken Seite zum 1:0 (6.) einnetzen konnte.

Augsburg blieb offensiv allerdings gefährlicher. Wieder zog das Roadteam ohne große Bedrängnis zum Tor. Aleksander Polczek brachte das Spielgerät, legte in der 2-1-Situation genau richtig auf Andrew LeBlanc, der problemlos zum 1:1 (7.) verwandelte. Auch nach dem Ausgleich zeigten sich die Bayern mit höherem Angriffsdruck und sorgten immer wieder dafür, dass bei Brückmann keine Langeweile aufkam. Die Schwarz-Orangen hingegen glänzten mit Effektivität. In ähnlicher Manier wie beim ersten Tor, war es diesmal Sebastian Furchner, der die Scheibe tief links stehend in Richtung Tor lupfte – 2:1! (15.). In der Folge kamen auch die Hausherren im Angriff immer besser zum Zug.

Torloser Mittelabschnitt

Im Mittelabschnitt setzten die Niedersachsen die starken letzten Minuten des ersten Drittels fort und kamen weiterhin gefährlich nahe an Olivier Roys Kasten, nur am entscheidenden Pass haperte es. So brachte auch das frühe Powerplay des zweiten Drittels, trotz mehrerer Versuche, nichts Zählbares – auch wenn kurz vor Ablauf der Strafzeit ein Abspiel nach Maß bei Mulock landete, der Stürmer Goalie Roy bereits ausgespielt hatte, doch den Abschluss knapp verzog (35.).

Trotzdem hatte Wolfsburg das Geschehen nun weitestgehend unter Kontrolle. Auch während der nächsten Überzahl mangelte es nicht an Möglichkeiten, doch auch hier hielt das Roadteam stand (30.) – und konnte im eigenen Powerplay kurz darauf ebenfalls nicht punkten (32.). Das Spiel kippte in die Defensive, beide Teams empfingen die Kontrahenten meist erst im eigenen Drittel. Erst kurz vor der zweiten Pause passierte auch vor den Toren wieder mehr.

Ausgleich per Penalty

Mit deutlich mehr Schwung ging es in die letzten 20 Minuten. Die Automobilstädter zeigten einen glänzenden Start und erspielten sich mit einem kontrollierten Aufbau im Powerplay die erste Möglichkeit, scheiterten dabei jedoch an Roy (41.). Mit der nächsten Überzahl wurden die Grizzlys noch stärker, doch das Hartgummi wollte nicht ins Netz (46.). 

Die Gastgeber dominierten nun, doch Augsburg reichte ein Konter, um den Spielstand zu egalisieren. Dabei stoppte die Wolfsburger Abwehr Thomas Holtzmann nicht regelkonform, sodass der Stürmer einen Penalty zugesprochen bekam – und zum 2:2 (49.) verwandelte. Der Ausgleich sorgte dafür, dass die Panther nun wieder etwas wacher wurden. In den letzten Minuten wurde es dramatisch: Die Grizzlys mussten zweimal in die doppelte Unterzahl. Die Gäste prüften Brückmann mehrfach, während sich die Defense in jeden Schuss legte – kurz vor Spielende war der Schlussmann bereits geschlagen, das Gehäuse weit offen, doch der letzte Schuss ließ nur das Aluminium klingeln. Overtime!

Aubin fackelt nicht lange

Und dort dauerte es nur wenige Sekunden bis Brent Aubin, von Fabio Pfohl bedient, den erlösenden Siegtreffer zum 3:2 (61.) im Netz versenkte und damit die Chance aufrecht erhält, dass die Grizzlys Wolfsburg noch Platz vier der Hauptrunde erreichen können. Die Augsburg Panther verpassen mit dieser Niederlage die Teilnahme an den Playoffs.

„Wir sind ein Arbeiterteam!“

„Man hat gesehen dass beide Mannschaften gewinnen wollte. Wir haben viele Zweikämpfe gesehen und gegen Augsburg zu spielen ist sehr unangenehm. Vor 48 Stunden war ich nicht zufrieden, doch heute haben wir viel engagierter gespielt. Wenn du arbeitest, dann kommt das Glück auch mal zu dir! Wir sind ein Arbeiterteam! Dieser Sieg war auch für die Zuschauer sehr wichtig“, kommentierte Cheftrainer Pavel Gross nach der Partie.

Zahlen und Fakten

Torfolge: 1:0 (5:50) Tyson Mulock (Riefers, pfohl), 1:1 (6:41) Andrew LeBlanc (Polaczek, Guentzel), 2:1 (14:46) Sebastian Furchner (Aubin), 2:2 (48:49) Thomas Holtzmann (PS), 3:2 (60:22) Brent Aubin (Pfohl/OT)

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