Komfortables 3:1! VfL stoppt Holsteins Höhenflug in Spiel 1

17. Mai 2018 von
Divock Origi staubt ab zum 1:0. Am Ende gewann der VfL Wolfsburg Spiel 1 mit 3:1. Foto: imagemoove
Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg hat sich im Heimspiel der Relegation für die Bundesliga ein komfortables Polster erarbeitet. Mit 3:1 (2:1) besiegte der Bundesligist am Donnerstagabend Holstein Kiel. Divock Origi, Josip Brekalo und Yunus Malli trafen für die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia. Rückspiel in Kiel am Montag (20.30 Uhr) 

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Nachsitzen für die Bundesliga, Teil1!

Bruno Labbadia vertraute für das letzte Heimspiel der Saison vor 28.800 Zuschauern der siegreichen Elf vom 4:1 gegen den 1. FC Köln. Einzig der verletzte Paul Verhaegh wurde durch Felix Uduokhai ersetzt, der sich links in der Viererkette einordnete. Der Brasilianer William rückte dafür auf die rechte Abwehrseite. 

Markus Anfang wechselte auf ganzen sechs Positionen gegenüber dem letzten Ligaspiel. So nahmen Sebastian Heidinger, Niklas Hoheneder, Alexander Mühling und Aaron Seydel auf der Bank platz, Dürholtz und Sicker standen nicht im Kader. Dafür beorderte der Kieler Coach Dominick Drexler, Marvin Ducksch, Patrick Herrmann, David Kinsombi, Kingsley Schindler und Dominik Schmidt zurück in die Startelf. 

VfL dominant, Kiel sticht

Nach einer kurzen Abtastphase nahm eine abwechslungsreiche Partie ihren Lauf. Die Gäste aus dem hohen Norden waren nicht angereist, um eine Nebenrolle in diese Duell zu spielen und setzen über Drexler und Kinsombi nach sieben Minuten beinahe das erste Ausrufezeichen, doch war Drexlers Pass in den Wolfsburger Strafraum zu ungenau. Kurz darauf marschierte Schindler über rechts und flankte weit auf Lewerenz. Dessen Kopfball-Ablage hämmerte Marvin Ducksch an das Stadiondach (9.). 

Auch die Hausherren versteckten sich nicht. Nach einem ersten Fehlversuch von Yunus Malli (12.) kombinierte sich die Labbadia-Elf mit feinem Kurzpassspiel über rechts in den Strafraum der Gäste. Renato Steffen grätschte in die flache Hereingabe von Malli, Kiel-Schlussmann Kenneth Kronholm hielt den Ball, aber Origi war zur Stelle und konnte abstauben (13.). Mit der Führung im Rücken wollte der VfL direkt nachlegen. Malli dribbelte sich plötzlich frei durchs Zentrum und legte an der Strafraumkante rechts raus zu William. Dessen Flachschuss hatte Kronholm im Nachfassen (15.). 

Kiel wankte durch den Wolfsburger Wirkungstreffer gewaltig, fand aber langsam zurück ins Spiel. Schindlers Distanzschuss geriet noch mächtig verzogen (20.), doch hielt das Team von Markus Anfang gegen geduldige Wolfsburger (gefährlicher Abschluss Origi, 29.) wieder dagegen und wurde belohnt. Der KSV setzte sich auf links fest, Drexler behauptete den Ball, düpierte an der Grundlinie zwei Gegenspieler und setzte Schindler in Szene, der aus kurzer Distanz einschieben konnte (34.).

Vom Ausgleich angestachelt, übernahm der VfL wieder das Heft des Handelns. Nach einem Schussversuch von Koche aus spitzem Winkel (39.), köpfte Schmidt einen langen Ball des Innenverteidigers direkt Josip Brekalo vor die Füße, der die Kugel beherzt aus 15 Metern zum 2:1 ins Tornetz drosch (40.). Vor der Pause rettete Kronholm sein Team vor einem weiteren Brekalo-Treffer (42.) und Steffen schlenzte über das Tor (45.). Unter dem Strich war die Führung für den dominanteren VfL Wolfsburg zur Pause absolut verdient. 

Frech an der Grundlinie: Dominick Drexler bereitete den zwischenzeitlichen Ausgleich vor. Foto: imagemoove

Geniestreich von Origi

Der Bundesligist präsentierte sich auch nach dem Seitenwechsel zunächst als das dominantere Team, aber lange nicht mehr so zielgerichtet. Nach einigen Fehlversuchen aus der zweiten Reihe (Steffen 47./Arnold 48.) kam Drexler so auf der anderen Seite zu einem weiteren Torschuss für die Gäste. Casteels parierte prächtig (49.). Ein Geniestreich von Origi brachte grün-weiß weiter nach vorne. Der Belgier ließ zentral vor dem 16er drei Gegenspieler hinter sich und steckt durch zu Malli, der den Ball an Kronholm vorbei legte und ohne Not zum 3:1 einschob (56.). Die Störche mussten in der Folge defensiv Schwerstarbeit verrichten. Steffens Schlenzer segelte knapp am Lattenkreuz vorbei (69.), Arnold vergab von halbrechts (70.).

Wölfe wackeln sich ins Ziel

Plötzlich kam die Mannschaft von Markus Anfang wieder wie eine steife Brise. Drexler enteilte Uduokhai über rechts und legte zurück in den Strafraum, wo Ducksch durch ließ, Mühling jedoch zu überhastet abschloss (72.). Die stärkste Phase der beherzt aufspielenden Gäste nahm nun ihren Lauf. Seydels Kopfball-Bogenlampe landete auf dem Tordach (74.), Schmidt köpfte nach einer Ecke über den Kasten (78.). Kiel setzte sich in Wolfsburgs Hälfte fest und behauptete dabei viel Ballbesitz. Marvin Ducksch vergab die wohl beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer nach 81 Spielminuten, als er links im 16er den Pass des eingewechselten Mühling am Tor vorbei schoss. 

Bruno Labbadia brachte Ignacio Camacho für Malli, um mehr Stabilität in der Defensive zu erreichen (86.), doch war es William, der kurz darauf alleine auf und davon lief, von seinen Mitspielern aber auch allein gelassen wurde (87.). Auf der anderen Seite traf Drexler erneut das Tordach. Holstein Kiel belohnte sich auch in den fünf Minuten Nachspielzeit gegen wackelnde Wölfe nicht mehr mit einem Tor. 

Das Rückspiel findet am Pfingstmontag (20.30 Uhr) im Holstein-Stadion statt. 

Einer, der den Unterschied machte: Divock Origi mit einem Treffer und einer Vorlage. Foto: imagemoove

[Stimmen in Kürze]

Zahlen & Fakten

VfL Wolfsburg: Casteels – William, Knoche, Brooks, Uduokhai – Guilavogui, Arnold – Steffen (81. Blaszczykowski), Malli (86. Camacho), Brekalo – Origi (90.+1 Dimata) Trainer: Bruno Labbadia

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh –  Peitz (62. Mühling), Schindler – Kinsombi, Drexler, Lewerenz (62. Seydel) – Ducksch Trainer: Markus Anfang

Torfolge: 1:0 Divock Origi (13. Steffen), 1:1 Kingsley Schindler (33. Drexler), 2:1 Josip Brekalo (40.), 3:1 Yunus Malli (56. Origi)

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