Labbadia vor Relegation: „Wir nehmen die Favoritenrolle an“

15. Mai 2018 von
Auf Bruno Labbadia und seinen VfL warten die alles entscheidenden Relegationsspiele gegen Kiel. Foto: Jens Bartels/Archiv
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Wolfsburg. Für den VfL Wolfsburg und Trainer Bruno Labbadia stehen die Tage der Entscheidung an. Nach einer völlig verkorksten Saison haben die Wölfe in der Relegation gegen Holstein Kiel die Chance die Spielzeit doch noch zum Positiven zu wenden und den Klassenerhalt zu schaffen. Dazu braucht es allerdings „zwei Topleistungen“, wie Labbadia vorgibt.

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Die Entscheidung naht

Als Retter in der Not, als Feuerwehrmann kam Bruno Labbadia nach Wolfsburg, um den VfL vor dem drohenden Abstieg zu bewahren. Doch auch nach Ende der regulären Saison bleibt die Lage bedrohlich. Der VfL muss in der Relegation gegen Holstein Kiel noch um den Ligaverbleib bangen. Sinnbildlich für die Lage der Wolfsburger hallte kurz vor der heutigen Pressekonferenz ein Feueralarm durch die Volkswagen Arena,  Grund war ein defekter Kühlschrank (wir berichteten). Ob der Alarm die Situation der Wölfe passend beschreibt? „Die Situation ist besonders, keine Frage“, sagte Labbadia vor den richtungsweisenden Partien gegen den Tabellendritten der zweiten Liga. Der 4:1-Erfolg gegen Köln am letzten Saisonspieltag entfachte im Umfeld zumindest wieder etwas Euphorie, auch wenn der Weg zum Klassenerhalt noch ein weiter ist.

Schließlich wartet mit Holstein Kiel das Überraschungsteam der vergangenen Zweitligasaison auf die Wölfe. Auch wenn VfL-Stürmer Divock Origi am Wochenende im „Sportstudio“-Interview zugab, den kommenden Gegner nicht zu kennen, sollte sich die Qualität der Kieler mittlerweile bis nach Wolfsburg rumgesprochen haben. Als Aufsteiger aus der 3. Liga spielten die Störche unter Trainer Markus Anfang eine exzellente Saison und schnupperten lange Zeit am direkten Durchmarsch in Liga eins. Vor allem der attraktive Offensivfußball, den zuletzt Wolfsburgs Nachbar Eintracht Braunschweig bei der 2:6-Niederlage am eigenen Leib erleben durfte, prägte bislang das Spiel der Kieler. Mit 71 Toren stellt Holstein die beste Offensive der 2. Liga und hat zudem mit Marvin Ducksch den Top-Torjäger (18 Tore) in seinen Reihen.

Für Labbadia liegt das insbesondere an der geschlossenen Arbeit des Gegners: „Man merkt, dass die Kieler Mannschaft schon länger zusammenspielt und viele Automatismen besitzt.“ Trotzdem weiß der Übungsleiter um die Rolle, die seine Mannschaft in der Relegation einnehmen wird: „Wir sind der Bundesligist und wir nehmen die Favoritenrolle, die wir haben, auch an.“ Wichtig wird für Labbadia sein, auf welches Personal er am Donnerstag zurückgreifen kann, denn zuletzt bereiteten den Wölfen immer wieder Verletzungsprobleme große Sorgen. Auch diesmal drohen wichtige Leistungsträger auszufallen. Daniel Didavi, der bereits beim Spiel gegen Köln verletzt fehlte, hat zwar schon wieder mit der Mannschaft trainiert, klagt jedoch weiter über Achillessehnenprobleme. Sein Einsatz „steht noch auf der Kippe“, wie Labbadia angibt. Gleiches gilt für Ignacio Camacho und Paul Verhaegh, der sich gegen Köln eine Platzwunde am Kopf zuzog und zuletzt mit einem Helm trainierte.

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