Lehmker holt Bronze mit der deutschen Mixed-Staffel

19. März 2018 von
Lehmker holte eine Medaille. Foto: imago/DBS-Akademie/Archiv

Pyeongchang/Gifhorn. Steffen Lehmker bringt eine Medaille aus Südkorea mit. Bei seinem letzten Rennen erfüllt der Osloßer sich seinen großen Traum und holt mit der Mixed-Staffel Bronze für Deutschland.


Anzeige

Beim letzten Versuch

In seinem letzten Rennen bei den Paralympischen Winterspielen gelingt Lehmker das, wovon alle Sportler träumen: Eine Medaille bei Olympischen Spielen zu gewinnen. Dabei sah es erst nicht danach aus. Lehmker übernahm die Staffel auf Rang sieben und musste sich nach vorne kämpfen. Dann die Sensation: Lehmker kommt als Vierter in die Wechselzone und übergibt erneut an Andrea Esker. Esker war an diesem Tag gleich zweimal auf der 2,5 Kilometer langen Strecke, da Teamkollegin Clara Klug wegen einer Erkrankung ausfiel. Als Schlussläufer Alexander Ehler das Rennen beendete stand fest: Eine Medaille ist der Mannschaft sicher! Die nächste Sensation wartete bereits. Lediglich 3,4 Sekunden trennte die Dreierstaffel vom zweitplatzierten Kanada. Lehmker gab nach dem Rennen gegenüber der ARD zu, dass auch er vor dem Rennen nicht überzeugt war an diesem Tag eine Medaille zu gewinnen: „Unglaublich, ich bin total sprachlos. Als wir hergefahren sind und man gesagt hätte, es ist vielleicht was drin. Ah ne, es ist einfach die Erfahrung sammeln und so. Und dann ein paar Rennen, die nicht so gut liefen und ein paar die dann im Mittelfeld [lagen]. Jetzt am Abschluss in der Staffel doch noch ’ne Medaille zu holen. Also wir haben gestern Abend ein bisschen rum gerechnet: ´Ah, das wird so schwer!´ Und ich: Komm iss egal. Du gehst einfach rein und guckst und es ist unglaublich. Also ich kann’s nicht glauben.“

Den Schock überwunden

Dass Lehmker überhaupt eine Medaille erbeuten würde, war nach seinem Rennen am Freitag ungewiss. Über die 15 Kilometer Biathlon Langdistanz hatte Lehmker mit „technischen Problemen“ zu kämpfen, die ihm die Chance auf eine Medaille nahmen. In der erst Runde lief es noch super für den 29-jährigen Athleten und das Schießen sah ebenfalls gewinnbringend aus. Zu dem Zeitpunkt lag die Chance auf einen Platz ganz vorne in der Luft. Bis Lehmker bemerkte, dass sich auf dem Visier ein Wassertropfen gebildet hatte, der das Schießen fast unmöglich machte. Er lief das Rennen zu Ende auch wenn man ihm ansehen konnte, das er das Tempo herausgenommen hatte. Vielleicht um sich für die Stafel am Sonntag zu schonen? Ganze vier Strafminuten musste er nach dem zweiten Schießen über sich ergehen lassen. Abgekämpft kam Lehmker als Achter ins Ziel, was ihm aber den Startplatz in der Staffel sicherte und somit seine Ticket für die Medaille wurde. 

Zahlen & Fakten

Mixed-Staffel Ergebnis

  • Gold: Ukraine, 24: 31,9 Minuten
  • Silber: Kanada, 25:21,9 Minuten
  • Bronze: Deutschland, 25:25,3 Munuten
  • 4.: Japan 25:48,0 Minuten

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: sport@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-19
Anzeigen