Lehndorfer Serie reißt beim Spitzenreiter – Rot für Rosselli

16. April 2018 von
LTSV-Schlussmann Antonio Rosselli (Mi.) sah früh die rote Karte. Fotos: Martin Wogan
Braunschweig. Die Erfolgsserie des Lehndorfer TSV in der Landesliga hat ein Ende gefunden. Nach zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage musste sich die Mannschaft von Trainer Kai van der Vorst beim Tabellenführer TSC Vahdet mit 1:3 (0:2) beugen. Eine umstrittene rote Karte für LTSV-Schlussmann Antonio Rosselli brachte die Gäste früh auf die Verliererstraße.

„Kann die Aufregung verstehen“

„Ich kann die Aufregung der Lehndorfer verstehen“, gab auch Vahdet-Trainer Fatih Özmezarci zu. Bereits in der neunten Spielminute brachte eine mehr als umstrittene rote Karte die Gäste aus Lehndorf ins Hintertreffen. Wegen einer angeblichen Schiedsrichterbeleidigung gegen den Linienrichter sah LTSV-Keeper Antonio Rosselli den Platzverweis, obwohl sein Ausruf seinen Mitspielern gegolten habe, wie LTSV-Trainer Kai van der Vorst erklärte. Zusätzlich bekam der TSC einen indirekten Freistoß im Lehndorfer Strafraum zugesprochen, den Nils Gehde im Nachschuss im Netz unterbrachte. „Es ist schade, dass sich der Linienrichter bei sowas angesprochen fühlt und dadurch das Spiel schon früh entscheidet“, sagte van der Vorst zu der Szene.

Dabei war sein Team nach zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage mit breiter Brust zum Aufeinandertreffen mit dem Spitzenreiter gereist. „Wir waren eigentlich davon überzeugt, dass wir einen Punkt mitnehmen können. Und ich glaube, dass wir das hätten schaffen können, wenn wir mit elf Spielern zu Ende gespielt hätten“, äußerte sich der Lehndorfer Übungsleiter zum Spiel. Daraus wurde allerdings aufgrund der strittigen Schiedsrichterentscheidung nichts. Stattdessen kontrollierte Vahdet nach der frühen Führung Ball und Gegner. Kurz vor der Pause erhöhte Timo Richter auf 2:0 für den Favoriten.

Tozlu macht den Deckel drauf

„In der zweiten Halbzeit wollten wir dann weiter den Ball laufen lassen und konzentriert spielen“, sagte Fatih Özmezarci zur Vorgabe an seine Mannschaft. Und zunächst setzten das seine Schützlinge auch gut um. Mehmet-Ali Tozlu sorgte kurz nach Wiederbeginn für das 3:0. „Dann sind wir aus dem Konzept gekommen und haben uns auf dem Platz mit anderen Dingen beschäftigt“, berichtet Özmezarci. Die weiter mutig agierenden Lehndorfer zeigten in der Folge Moral und kamen durch ein Strafstoßtor von Benedict Chandra zum Anschlusstreffer. „Wir haben immer wieder Nadelstiche nach vorne gehabt, aber man hat schon gesehen, dass unsere Kräfte geschwunden sind je länger das Spiel dauerte“, meinte LTSV-Trainer van der Vorst. Entsprechend reichte es für seine Mannschaft nicht mehr für ein Comeback in Unterzahl. Dennoch war er nach dem Spiel zufrieden mit der Leistung: „Unter den Gegebenheiten muss man mit der Niederlage leben, aber wir haben uns trotzdem teuer verkauft.“

Spielentscheidend – da waren sich beide Trainer einig – war die umstrittene Szene zu Spielbeginn. „Ich bin kein Freund davon alles auf den Schiedsrichter zu schieben, aber wenn man so eine gravierende Entscheidung nach zehn Minuten trifft, dann ist das Spiel halt entschieden“, brachte es van der Vorst auf den Punkt und ergänzte: „Das sind nicht die Spiele, in denn wir Punkte holen müssen. Jetzt am Wochenende steht ein Sechs-Punkte-Spiel an – darauf muss unser Fokus liegen. Da müssen wir alle Kräfte bündeln, damit wir hoffentlich die nächste Serie starten“, äußerte sich der Lehndorfer Trainer mit Blick auf die kommende Aufgabe gegen den Abstiegskonkurrenten SC Weende Göttingen.

Zahlen & Fakten

TSC Vahdet: Genetiempro – Gehde, Boog, Uysal, Tozlu (80. Türkad), Richter, Hoffmann, Seker, Ziolo, A. Jankir (74. Serbes), D. Jankir (85. Murad) Trainer: Fatih Özmezarci

Lehndorfer TSV: Rosselli – Meyerhof, Chandra, Ksienzyk (80. Losch), Schulz, Hartmann, Chromik, Schmidt (11. Tosun), Ritterbach, Nava Aguilar, Job (56. Clavey) Trainer: Kai van der Vorst

Torfolge: 1:0 Nils Gehde (12.), 2:0 Timo Richter (41.), 3:0 Mehmet-Ali Tozlu (47.), 3:1 Benedict Chandra (FE, 61.)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Antonio Rosselli (9.)

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