Große Enttäuschung bei Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen: Sie dürfen nun doch nicht aufsteigen.
Große Enttäuschung bei Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen: Sie dürfen nun doch nicht aufsteigen. Foto: Reinelt/PresseBlen.de/Archiv
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24.04.2020

LionPride im Dilemma: Erstliga-Aufstieg rückt in weite Ferne

von Frank Vollmer


Braunschweig. Nun erfolgt also mit großer Wahrscheinlichkeit doch kein Erstliga-Aufstieg für Basketballerinnen vom LionPride. Nachdem Herne und Freiburg den DBBL-Vorschlag gekippt haben, wonach die jweiligen Tabellenführer zum Meister erklärt werden sollten (wir berichteten), war noch eine weitere Option denkbar.

"Stellen uns grundsätzlich auf die zweite Liga ein"


"Man hätte sich darauf verständigen können, die 1. Liga von 12 auf 14 Mannschaften aufzustocken", sagt Sven Rosenbaum, Vereinsmanager bei Eintracht Braunschweig. Dies wäre wohl spätestens zur Saison 2021/22 machbar gewesen. Diese Option wird seitens des Verbandes nun aber nicht weiter verfolgt. "Man kann derzeit nicht abschätzen, wann die nächste Saison überhaupt starten kann, da man sich einig ist, keine Geisterspiele austragen zu wollen", erklärt Rosenbaum gegenüber unserer Zeitung. Derzeit sei der Start für Mitte Oktober geplant, kann aber auch erst im Dezember oder gar Januar sein. "Dann würde man eventuell auf Playoffs verzichten oder die Anzahl der teilnehmenden Teams an den Playoffs reduzieren", so Rosenbaum.

Bis Ende Mai haben die Erstligisten nun Zeit, ihre Teilnahme an der Liga abzusagen. Ein möglicher Rückzug eines anderen Teams könnte das LionPride doch noch zum Erstligisten machen. Allerdings erklärten in den vergangenen Wochen alle 12 Erstligisten, ihr Spielrecht auch wahrnehmen zu wollen. "Wir stellen uns daher grundsätzlich auf die zweite Liga ein", informiert Sven Rosenbaum. Das Hintertürchen bleibt dem LionPride aber noch bis spätestens 31. Mai 2020 geöffnet.

Da der Fokus bei den Braunschweigern auf der Entwicklung des Nachwuchses liegt, würde eine Anfrage auch nicht automatisch bedeuten, dass man diese Option auch wahrnehmen würde. "In der Personalplanung beabsichtigen wir kurzfristig zwei Profiverpflichtungen, die uns sowohl – wenn auch in unterschiedlichen Rollen – für die zweite aber auch für die erste Liga helfen können. Sollte es die finanzielle Situation zulassen, würden wir im Zweitligafall gerne noch eine dritte Profispielerin verpflichten", erklärt Rosenbaum. Im Falle eines Aufstieges müsste man finanziell in der Lage sein, auf das intern gesetzte Maximum von vier Profiverpflichtungen zu kommen. "Es hängt also auch alles stark davon ab, wie schnell sich die Wirtschaft erholen kann und wie stark unserer bisherigen Partnern davon betroffen sind."


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