Lions-Abwehrbollwerk zu stark für die Dresdner Passoffensive

12. August 2019
Kicker Tobias Goebel holt aus. Foto: Rolf Daus
Braunschweig. Bestes Footballwetter, ein Spiel im Zeichen der pinkfarbenen Schleife im Kampf gegen den Brustkrebs und knapp 3.000 Fans, sahen am vergangenen Samstag New Yorker Lions, die zu keinem Zeitpunkt gegen die Dresden Monarchs wackelten. Am Ende stand ein 19:3 (3:0; 10:3; 6:0; 0:0) für das Team un Headcoach Troy Tomlin und der 10. Sieg im 10. GFL-Spiel. Ein Beitrag von Holger Fricke.

Die Begegnung begann mit dem Kick-Off der New Yorker Lions und der Offense der Gäste aus Dresden. Schnell mussten die Gäste erkennen, das es gegen die Verteidigung der Braunschweiger am heutigen Tage schwer werden würde, denn der erste Drive endete bereits früh mit einem Punt. Anders dagegen der Angriff der Lions, allen voran erneut Runningback Christopher McClendon.

Yard um Yard arbeiteten sich die Hausherren an die Endzone der Monarchs heran. Zwar reichte es nicht bis in die Endzone der Gäste vorzudringen, doch sprang zumindest ein Fieldgoal des späteren MVP der Partie, Kicker Tobias Goebel, zur 3:0 Führung aus 29 Yards Entfernung heraus. Abermals tat sich die sonst so effektive Dresdener Angriffsmaschinerie gegen das Braunschweiger Abwehrbollwerk, in dem u.a. Neuzugang Benjamin Barnes als Defenseback sein Debüt im Lions Jersey gab, schwer.

Nach einem weiteren Punt der Gäste und zu Beginn des zweiten Spielviertels, war es abermals Runningback Christopher McClendon, der die Dresdener Verteidigung „alt“ aussehen ließ. Über 50 Yards Raumgewinn erzielte der US-Amerikaner im Dienste der Lions allein in diesem Drive und konnte final mit einem 25 Yard Lauf in die Endzone der Goldhelme zum 10:0 (PAT T. Goebel) nahezu ungehindert einlaufen.

Die Gäste suchten weiterhin nach einem Mittel, die Defense der Braunschweiger zu überwinden. Aber, u.a. nach einem Sack von Jakob Schridde, gegen Dresden Spielmacher Zackerey Greenlee, wiederholt punten. Die nächsten Punkte für die New Yorker Lions erzielte, mit seinem zweiten Fieldgoal des Tages zum 13:0 aus 38 Yards Entfernung, Tobias Goebel. Vorausgegangen waren Pässe von Brandon Connette auf Christian Bollmann und Micky Kyei, sowie Läufe von David McCants und Brandon Connette selbst.

Was folgte, war der im Endeffekt einzige erfolgreiche Drive des Angriffs der Dresden Monarchs an diesem Tage, der mit Punkten endete. Mit mehreren Pässen in Folge von Monarchs Spielmacher Zackerey Greenlee auf seien Ballfänger Kevonn Mabon, Mike Schallo, und Jordan Bouah, verwandelte Kicker Florian Finke aus 35 Yard mit einem Fieldgoal zum 13:3. Dieses war dann auch gleichbedeutend der Halbzeitstand der spannenden Begegnung.

Nach der Halbzeitpause bot sich den Fans weiterhin ein Bild wie vor dem Pausenpfiff. Die Defense der New Yorker Lions kontrollierte den Angriff der Dresden Monarchs und ließ sie nicht in die Nähe der eigenen Endzone kommen. Und der Angriff der Braunschweiger kontrollierte die Uhr und das Spielgeschehen auf dem Feld. Zwar gelang es der Offense um Brandon Connette nicht, nochmals einen Touchdown zu erzielen, doch das erwies sich letztendlich auch nicht für notwendig.

Für die nächsten Punkte war erneut zum dritten Mal an diesem Tage Kicker und All Time Scoring Leader der Löwen, Tobias Goebel zuständig, der das 16:3 dieses Mal aus einer Distanz von 36 Yards erzielte. Es folgte ein weiterer Punt der Dresden Monarchs und im Anschluss eine wiederholte Demonstration der Laufstärke des Angriffs der Hausherren. Brandon Connette und Christopher McClendon bereiteten im Alleingang die nächsten Punkte vor und Tobias Goebel erhöhte mit seinem vierten Fieldgoal des Tages aus 27 Yards, das Ergebnis auf 19:3 zu Gunsten der Gastgeber.

Mit diesem Spielstand ging es ins vierte und letzte Spielviertel und die Dresden Monarchs setzten nochmals alles auf eine Karte.
Mit vier erfolgreichen Pässen in Folge von Zackerey Greenlee auf seine Lieblingsanspielstation Kevonn Mabon, ging es bis an die 17 Yard Linie der Lins heran, doch auch mit dem ausgespielten vierten Versuch, sprang nicht zählbares für die Sachsen heraus, da dieser von Liosn Safety Jamaaal White, in der Endzone abgewehrt werden konnte. Bei dieser Aktion verletzte sich Dresden Top-Angreifer Kevonn Mabon schwer am Fuß und wird den Monarchs wohl bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung stehen können. Die New Yorker Lions wünschen an dieser Stelle Kevonn Mabon alles Gute!

Es folgten jeweils ein Punt der Teams, bevor sich die Lions nochmals in Richtung Dresdner Endzone auf den Weg machten. Highlight dieser letzten Angriffsserie der Löwen vor dem Schlusspfiff, war der 27 Yards Passfang der neuen #94 Alan Steinohrt, der sich nach seinem ersten Einsatz am vergangenen Wochenende in Kiel, nun auch vor heimischen Publikum erstmalig aktiv präsentieren konnte.

Den letzten Punt der Partie hatten dann die New Yorker Lions. Beim aufnehmen dieses Punts, unterlief den Gästen ein Fehler, den Braunschweigs Robin Papke als erstes erkannte und den Ball für seine Farben an der neun Yard Linie der Dresden Monarchs sichern konnte. Die Lions knieten ab und beendeten damit das Spiel.

Somit reisen die New Yorker Lions nun am nächsten Samstag zum Erzrivalen nach Hildesheim weiterhin ohne eine Niederlage auf dem Konto. Mit einem möglichen weiteren Sieg in Hildesheim, dürfte ihnen die Nordmeisterschaft mit einem Blick auf das Restprogramm (2x Düsseldorf, 1x Kiel), eigentlich nicht mehr zu nehmen sein.

Kicker und Game MVP, sowie All Time Leading Scorer: Tobias Goebel (li. mit Andreas Rübeling). Foto: Rolf Daus

Zahlen & Fakten

Scoreboard

03:00 29 Yard Fieldgoal T. Goebel
10:00 25 Yard TD-Lauf C. McClendon (PAT T. Goebel)
13:00 38 Yard Fieldgoal T. Goebel
13:03 35 Yard Fieldgoal F. Finke
16:03 38 Yard Fieldgoal T. Goebel
19:03 27Yard Fieldgoal T. Goebel

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