Bekommen die Basketball Löwen die nötige Konstanz in ihre Leistungen?
Bekommen die Basketball Löwen die nötige Konstanz in ihre Leistungen? Foto: Agentur Hübner/Archiv
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11.02.2020

Löwen auf Auswärtstour: Doubleheader in Baden-Württemberg

von Frank Vollmer


Braunschweig. Vor der Länderspielpause stehen für die Basketball Löwen zwei schwierige Aufwärtstouren auf dem Spielplan. Am morgigen Mittwoch, dem 12. Februar (20.30 Uhr), tritt das Strobl-Team in der Arena Hohenlohe beim Tabellenvierten HAKRO Merlins Crailsheim an. Nur zwei Tage später geht es gegen den aktuellen Neunten ratiopharm ulm, Spielbeginn der Partie in der ratiopharm arena ist am Freitag um 20.30 Uhr (live auf www.magentasport.de).

"Eine absolute Herausforderung für uns!"


„Diese zwei Spiele gegen zwei Mannschaften, die über uns stehen, sind eine absolute Herausforderung für uns. Am Samstag haben wir Herz und Leidenschaft gezeigt, das werden auch in dieser Woche entscheidende Faktoren sein“, erklärt Löwen-Coach Pete Strobl. Genau diese Attribute präsentierten die HAKRO Merlins am vergangenen Sonntag in Frankfurt fast in Perfektion. Ohne Topscorer Javontae Hawkins (16,4 PpS) und Forward Quincy Ford, die wohl auch am Mittwoch fehlen werden, zwangen die Crailsheimer die SKYLINERS in der Overtime noch in die Knie (83:81). Der absolute Motor dafür war Point Guard DeWayne Russell, der gemeinsam mit dem Überathleten Aaron Jones bester Punktesammler mit 20 Punkten war. „Crailsheim hat eine extrem gute Mischung aus Athleten und Schützen“, lobt Pete Strobl: „Jones ist ein starker Athlet, Russell ist ein fantastischer Finisher und ein Fabian Bleck hat zum Beispiel die Fähigkeit, immer zur rechten Zeit am rechten Ort zu stehen.“

Schon über die gesamte Spielzeit überzeugt die Mannschaft von Tuomas Iisalo mit guter und schneller Ballbewegung sowie mannschaftsdienlichem Spiel. Das zeigt sich auch darin, dass sechs Spieler zweistellig punkten und sich die Offensivlast somit auf mehrere Schultern verteilt. In der Überraschungsmannschaft ist Sebastian Herrera der Überraschungsspieler der laufenden Saison. Er steuert nach Hawkins die zweitmeisten Zähler bei (13,0 PpS) und ist der gefährlichste „Zauberer von Downtown“ (44 Prozent). Noch im Vorjahr standen für den gebürtigen Chilenen gerade einmal 4,5 Punkte im Statistikbogen. Respektieren muss die Löwen-Defense darüber hinaus Forward Jeremy Morgan, der nach dem Ausfall von Ford vermehrt auf der Position vier aushelfen muss, sowie den umsichtigen Slowenen Jan Span (4,2 ApS).

Ulm mit acht Siegen aus zehn Spielen


Aus Crailsheim führt der Weg die Löwen direkt knapp 120 Kilometer südlich nach Ulm, wo nur 48 Stunden später das nächste Duell ansteht. Die Ulmer erlebten unter Neu-Coach Jaka Lakovic einen durchwachsenen Saisonstart, konnten zuletzt aber mit acht Siegen aus zehn Spielen Boden in der Tabelle gutmachen. Bevor es für Ulm gegen Tommy Klepeisz und Co. geht, erwarten die Donaustädter heute Abend noch ALBA BERLIN. Ihr Spiel in Bonn, das eigentlich am Sonntag stattfinden sollte, wurde aufgrund der Wetterlage abgesagt.

Die Ulmer treten heute erstmals ohne ihren bisherigen easyCredit BBL-Topscorer Zoran Dragic (19,9 PpS) an und hoffen, in dem NBA-erfahrenen Archie Goodwin einen adäquaten Ersatz gefunden zu haben. „Es wird interessant sein, wie sich das Ulmer Spiel dadurch verändert. Nichtsdestotrotz haben sie auch ohne Dragic einen sehr guten Kader und starke Spieler wie Andi Obst oder Kilian Hayes.“ Nach dem Abgang von Dragic zum Euroleague-Team Baskonia Vitoria-Gasteiz sind Center Grant Jerrett (11,6 PpS) und der 18-jährige Hayes (10,4 PpS) die offensiven Säulen der „Orange Army“. Dass Goodwin den Ulmer Angriff bereichern kann, deutete der ehemalige Akteur der Phoenix Suns bereits in der Türkei an. Dort legte er für das Tabellenschlusslicht ITÜ BK Istanbul zuletzt 17,8 Zähler im Schnitt auf. Mit Obst hadert der vermeintlich sicherste Dreierschütze der Schwaben noch mit dem Wurfglück, nur 30 Prozent seiner Dreier finden den Weg durch die Reuse. Im Hinspiel in Braunschweig erzielte der deutsche Nationalspieler indes seine Saisonbestleistung mit 20 Punkten, den längeren Atem hatten beim 94:88 letztlich aber die Löwen.

Ob dies auch am Freitag der Fall sein wird, wird bei den Löwen im dritten Spiel innerhalb von sieben Tagen ebenfalls eine Frage der Kraft sein. Zwar hat der Aufwand im Schlussviertel gegen Würzburg sicherlich ebensolche gekostet, doch viel wichtiger ist: Der Sieg wird ihnen Selbstvertrauen und Mut in die eigene Stärke gegeben haben.


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