Löwen beim MBC: „Alle Spiele haben jetzt Endspielcharakter“

3. Mai 2019 von
Auf Scott Eatherton kommt es auch an gegen den MBC. Foto: Reinelt/PresseBlen.de/Archiv
Braunschweig. Die Basketball Löwen treten am Samstag (18.00/Stadthalle Weißenfels) im letzten Auswärtsspiel der easyCredit BBL-Hauptrunde beim Mitteldeutschen BC an. Für beide Teams geht es um viel: Während die Löwen Punkte im Rennen um einen Playoff-Platz benötigen, steckt der MBC noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt. 

 „Alle Spiele haben jetzt einen Endspiel-Charakter“, bringt es Frank Menz auf den Punkt, denn: „Für jede Mannschaft geht es noch um was und der MBC muss morgen gewinnen, weil er dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt braucht.“ Nach der Niederlage unter Woche gegen Bonn ist im Rennen um die Playoffs ebenfalls noch lange nichts entschieden. 

Das Menz-Team hat vor den letzten drei Spieltagen in der regulären easyCredit BBL-Saison nur eine Niederlage mehr als der Tabellenachte Würzburg. Neben der morgigen Partie beim MBC bestreiten sie zum Abschluss noch zwei Heimspiele gegen Frankfurt und Bayreuth (10. und 12. Mai), bei denen Headcoach Frank Menz allerdings davon ausgeht, dass sie alle ähnlich umkämpft sein werden, wie gegen Bonn.

Die Wölfe stehen mit einer Bilanz von 16:46 auf dem 14. Tabellenplatz und haben nur einen Sieg Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Allerdings präsentieren sie sich seit dem Trainerwechsel Ende Januar von Spiel zu Spiel stabiler: Silvano Poropat hat wieder den Cheftrainer-Posten übernommen und konnte im April drei von fünf Spielen gewinnen. Zuletzt besiegte der MBC medi bayreuth mit einer eindrucksvollen Leistung (108:90) vor heimischem Publikum und bot auch auswärts ALBA BERLIN (84:92) und den FRAPORT SKYLINERS (88:93) Paroli.

Die Ergebnisse mit hoher Punkteausbeute veranschaulichen bereits, dass der MBC offensiv sehr talentiert ist. „Sie spielen oft mit einer 10er-Rotation, haben dadurch wenig Foul-Probleme und können durchgängig hohes Tempo gehen“, sagt Frank Menz über den Gegner, der mit Trevor Releford (13,2 PpS; 5,4 ApS) und Jovan Novak (11,6 PpS; 7,0 ApS) über ein sehr gefährliches Guard-Duo verfügt. Novak tritt neben seinen guten Passqualitäten auch durch seine Dreierquote von 42,2 Prozent in Erscheinung.

Bester Distanzschütze der Wölfe ist aber Rückkehrer Andrew Warren mit 46,2 Prozent vom Perimeter. Der Shooting Guard war bei den beiden Löwen-Siegen im Hinrunden- wie auch im Pokalspiel noch nicht dabei, sondern spielt erst seit Ende Februar wieder für den MBC und zeigte gegen Bayreuth mit 30 Zählern seine Saisonbestleistung. Er punktet ebenso zweistellig wie Lee Moore (11,1 PpS; 4,6 RpS) und Center Aleksandar Marelja (10,1 PpS), der zuletzt verletzt ausfiel und für den Big Man James Farr (9,8 PpS) wieder in die Rotation gerückt ist. Mit Tremmell Darden hat der MBC zudem einen Euroleague-erfahrenen Spieler in seinen Reihen, der gegen Bayreuth mit 20 Punkten ebenfalls seine Bestleistung zeigte.

Aufgrund der Offensivstärke des Gegners ist für die Löwen klar, dass sie den Hebel in der Defensive ansetzen müssen – wie gegen Bonn in der zweiten Halbzeit. Da spielte das Menz-Team mit hoher Verteidigungsintensität und holte gegen sehr starke Bonner einen 22-Punkte-Rückstand auf. „Wir müssen das gute Gefühl aus dieser Aufholjagd mit ins MBC-Spiel nehmen. Wir haben in der ersten Halbzeit ob der Bonner Stärke zu viel Respekt gezeigt und erst nach unserem hohen Rückstand befreit aufgespielt. Aber wie wir nach der teils nervösen ersten Halbzeit zurückgekommen sind, das war richtig stark. Daran wollen wir anknüpfen und uns nicht von der Energie des MBC auf eigenem Parkett beirren lassen“, sagt Frank Menz.

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