Marco Antwerpen äußerte sich vor dem und zum Quarantäne-Trainingslager.
Marco Antwerpen äußerte sich vor dem und zum Quarantäne-Trainingslager. Foto: Frank Vollmer
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25.05.2020

Löwen in Barsinghausen, Antwerpen: "Man braucht ein Ziel auf das man hinarbeitet"

von Frank Vollmer


Braunschweig/Barsinghausen. Am Samstag (14.00) kommt Viktoria Köln - so lautet der Plan des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Wiederaufnahme im Spielbetrieb der 3. Liga für Eintracht Braunschweig. Am Sonntag gingen die Löwen deshalb in Quarantäne. Vor der Abfahrt nahm sich Cheftrainer Marco Antwerpen noch einmal Zeit, um Fragen zu beantworten.

"Das Ganze als sportliches Traininglager nutzen"


Mit dem kompletten Kader von 29 Spielern brach die Mannschaft um Trainer Marco Antwerpen am Sonntag in die Sportschule nach Barsinghausen auf. Manuel Schwenk hatte zuletzt wegen einer Zehenverletzung zwei Tag pausieren müssen. „Ansonsten sind alle fit“, bestätigte Antwerpen in einer virtuellen Presserunde vor der Abfahrt. Auch Bernd Nehrig und Stephan Fürstner sind wieder im Trainingsbetrieb. „Den Beiden tat die Pause wichtig gut“, betonte der Trainer.

Es sei wichtig gewesen, „dass wir aus der Stadt herauskommen und nicht in einem Stadthotel untergebracht sind“, betonte Antwerpen. „Ich glaube, dass es uns dort noch mehr wie Quarantäne vorkommen würde.“ Zudem stelle diese Art von Trainingslager auch besondere Ansprüche an das jeweilige Hotel. „Wir versuchen das Ganze eher als sportliches Trainingslager zu nutzen und sind dementsprechend in einer Sportschule mit einem Trainingsplatz vor der Tür. Wir können so die Situation ganz gut nutzen."

Zuletzt hatte man bei den Blau-Gleben auch in Kleingruppen versucht, im taktischen Bereich zu trainieren. „Das war natürlich ungewohnt, weil wir dies ohne Gegenspieler machen mussten“, so Antwerpen, der betonte: „Seitdem wir wieder im Mannschaftstraining sind, haben wir die Zeit genutzt und auch schon Einheiten im Elf gegen Elf absolviert. Das Training sah von außen schon sehr gut aus.“

Antwerpen kennt Viktoria


Der 48-Jährige sieht einen kleinen Vorteil in der Tatsache, dass er selbst Spieler und 2016 bis 2017 auch Trainer bei Viktoria Köln gewesen ist: „Mit Sicherheit kenne ich den einen oder anderen Spieler und Pavel Dotchev als Trainer und weiß, was er für einen Fußball spielen lässt.“ Den kommenden Gegner habe man im Vorfeld ohnehin analysiert. „Es fällt uns von daher nicht schwer, uns auf die Kölner einzustellen“, erklärte Antwerpen, der Albert Bunhjaku und Mike Wunderlich als Schlüsselspieler in der Offensive ausgemacht hat: „Wir müssen den Fokus darauf setzen, solche Spieler aus der Partie zu nehmen.“

Sollte es am Samstag wirklich mit dem 28. Spieltag weitergehen, fehlen auch die Zuschauer. „Die gehören dazu“, betonte Antwerpen. „Wir sind uns allen bewusst, dass das aktuell nicht möglich ist.“ Die Heimspiele gegen Kaiserslautern und Uerdingen hätten „richtig Spaß“ gemacht. "Dementsprechend ist es schade und traurig, dass die Zuschauer nicht dabei sein werden."

Auch der Braunschweiger Trainer hat die Turbulenzen in der 3. Liga in den vergangenen Wochen mit Argwohn beobachtet: „Es tat der ganzen Liga irgendwann nicht mehr gut, wenn man alle zwei Tage Nachrichten aus verschiedenen Standorten abgibt. Ein bisschen mehr Zurückhaltung hätte uns allen mal ganz gut getan.“ Erstmal sei es wichtig, dass eine Entscheidung getroffen wurde, ob die Liga überhaupt weitergeht. „Über die Entscheidung, dass am Samstag wieder Drittligafußball angeboten wird, freuen wir uns sehr. Man braucht ein Ziel auf das man hinarbeitet, das haben wir jetzt und dementsprechend groß ist die Motivation."


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