Löwen machen „Riesenschritt“ in Richtung Klassenerhalt

28. Januar 2018 von
Dennis Nawrocki trumpfte in der Schlussphase groß auf. Fotos: Agentur Hübner

Braunschweig. Die Basketball Löwen feierten vor 2862 Zuschauer in der heimischen Volkswagen Halle einen wichtigen Sieg gegen die Rockets aus Erfurt. Erst in der Schlussphase entschieden die Braunschweiger das Spiel zu ihren Gunsten mit 82:68 (34:38). Allstar Scott Eatherton überragte erneut mit 24 Punkten und zwölf Rebounds.


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Nervöser Beginn

Beide Mannschaften merkte man die Bedeutung der Partie in der Anfangsphase an. Sowohl die Löwen als auch der Gast aus Erfurt zeigten sich zu Beginn nervös und leisteten sich einige Ungenauigkeiten in ihrem Spiel. Auf Seite der Braunschweiger war anfangs vor allem Allstar Scott Eatherton die prägende Figur und erzielte die ersten sechs Punkte seiner Mannschaft. Doch der Offensivmotor stotterte bei beiden Teams im ersten Durchgang noch gewaltig, sodass es mit einem vergleichsweise geringen Punktstand von 14:11 für die Hausherren in die Viertelpause ging.

Nach dem Erfurter zu Beginn des zweiten Durchgang zunächst ausgleichen konnten, zogen die Löwen die Zügel in der Defense an und setzten sich mit einem 8:0-Lauf ein wenig ab (22:14). Auch wenn sich die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt erstmals im Spiel eine höhere Führung erarbeiteten, präsentierten sie sich von jenseits der Dreierlinie bis dahin schwach. Kein einziger der insgesamt elf Versuche fand in der ersten Halbzeit den Weg ins Ziel. Begünstigt durch die fehlende Braunschweiger Präzision aus der Distanz konnten sich die Rockets so vor allem darauf beschränken die Zone gegen Scott Eatherton und Co. dicht zumachen. Gepaart mit einem deutlich selbstbewussteren Auftritt und einer guten Quote von draußen (60% 3er) konnten die Erfurter ab Mitte des zweiten Viertels wieder verkürzen. Viereinhalb Minuten vor der Pause übernahmen sie erstmal die Führung, die sie bis zur Halbzeit gar auf vier Zähler ausbauten (34:38).

Nawrocki sorgt für die Entscheidung

Nach der Pause tauten die Braunschweiger Schützen dann allerdings langsam auf. Zunächst war es DeAndre Lansdowne, der zwei Distanzwürfe im Ziel unterbrachte, ehe kurz darauf Thomas Kleipeisz den dritten Dreier folgen ließ. So konnten die Löwen Mitte des dritten Viertels wieder die Führung übernehmen, welche sie zum Ende des Durchgangs auf acht Punkte erhöhten (58:50). Und auch im Schlussviertel blieben die Löwen am Drücker. Mit fünf schnellen Punkte erzielte Lansdowne sogar die bis dato höchste Braunschweiger Führung (64:52). Doch nachdem die Erfurter in der Folge auf eine Zonenverteidigung umstellten, verloren die Löwen ihr Händchen beim Wurf. Stattdessen leisteten sie sich einige vermeidbare Fehler und ließen die Gäste so zurück ins Spiel kommen (67:64).

Allerdings fingen sich die Braunschweiger rechtzeitig und konnten dabei auch auf die Fehleranfälligkeit der Erfurter bauen. Im Eiltempo hatte man den Vorsprung bis drei Minuten vor Ende wieder auf neun Punkte ausgebaut (73:64). In der Schlussphase schlug dann die Stunde von Dennis Nawrocki. Der 25-Jährige spielte sich in letzten Minuten in einen Rausch, traf zwei Dreier und ein And-One, und sorgte so für die Vorentscheidung. Von den Braunschweiger Fans wurde er dafür lautstark mit Sprechchören gefeiert. „Kompliment vor allem an Dennis Nawrocki, der heute ein wichtiger Faktor in unserem Spiel war, er hat seine Chance genutzt“, befand auch Headcoach Frank Menz, der sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft zeigt. „Meine Spieler haben auch um die Bedeutung des Spiels gewusst, aber wir sind in der zweiten Halbzeit relativ gut mit dem Druck umgegangen. Wir haben jetzt einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gemacht“, so Menz abschließend.

Zahlen & Fakten

Viertelübersicht: 14:11, 20:27, 24:14, 24:16

Basketball Löwen: Eatherton 24 (12 Reb), Lansdowne 18 (7 Reb), Nawrocki 14, Kone 12, Klepeisz 8 (10 Ass), Schwartz 4, Janavicius 2, Alte, Jaramaz, Lagerpusch Headcoach: Frank Menz

Rockets Erfurt: Obasohan 16 (7 Reb, 5 Steals), Lesic 16 (8 Reb), Stanic 8 (9 Reb), Obst 8, Richter 8, Wimpern 8, Taylor 4, Schmidt Headcoach: Ivan Pavic

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