Nils Rütten kann es nicht fassen: Schiedrichter Christian Dietz aus München stellt den Braunschweiger vom Platz und gibt Strafstoß. Die Szene des Abends war eine einhundertprozentige Fehlentscheidung. Foto: imago/Eibner
Nils Rütten kann es nicht fassen: Schiedrichter Christian Dietz aus München stellt den Braunschweiger vom Platz und gibt Strafstoß. Die Szene des Abends war eine einhundertprozentige Fehlentscheidung. Foto: imago/Eibner Foto: imago/Eibner
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13.03.2019

Löwen trotzen Fehlpfiff, Rot und Regenschlacht am Betze!

von Frank Vollmer


Kaiserslautern/Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat sich am 28. Spieltag das zweite Remis der Englischen Woche erkämpft. Früh geriet die Mannschaft von Trainer André Schubert wegen einer krassen Fehlentscheidung des Schiedsrichters personell ins Hintertreffen, verteidigte dann aber mit großer Leidenschaft den Punktgewinn.

Eine Moral-Leistung


Diese Mannschaft ist intakt und hat Herz. In einer wahren Abwehrschlacht gelang Eintracht Braunschweig am 28. Spieltag im Regen dank einer große Energieleistung ein wichtiger Punktgewinn beim 1. FC Kaiserslautern. Dabei trotzten die Löwen im Fritz-Walter-Stadion nicht nur Wind und Wetter, sondern auch einer gravierenden, doppelten Fehlentscheidung des zweitligaerfahrenen Schiedsrichters Christian Dietz. Derhatte nach 20 gespielten Minuten Nils Rüttenper Roter Karte vom Platz geschickt und auf Strafstoß für Kaiserslautern entschieden.

Doch weder hatte der klammernde Rütten im Strafraum der Gastgeber gegen Timmy Thieledie Notbremse bemüht – Robin Becker war übrigens auf gleicher Höhe gewesen –, noch hatte die Aktionihren Anfang im Strafraum genommen. Die doppelte Bestrafung in Form des Foulelfmeters entschärfte Jasmin Fejzic überragend, als er den Schuss von Mads Albaek antizipierte und sich ganz lang machte. Die Aktion des Torhüters war ein Zeichen an seine früh stigmatisierten Mannschaftskollegen.

Derart gehandicapt rührten die Braunschweiger mächtig Beton an. Zuvor war die Schubert-Elf das spielbestimmende Team gewesen, hatte sich einige gute Annäherungen herausgespielt. Nun hielten die Blaugelben mit Mann und Maus dagegen und verteidigtenmit großer taktischer Disziplin und Leidenschaft ihr Tor vor der unermütlich anlaufenden Hildmann-Elf. Die hatten vor allem nach dem Seitenwechsel und einer Umstellung auf 4-4-2 einige Möglichkeiten, doch Fejzicschien unüberwindbar und wurde vor allem für Thiele zum Alptraum (54./66.). Auch die Gäste kamen ab und an zu Möglichkeiten, so wie Kessel, der den Ball per Hacke nach einem Freistoß beinahe ins Tor des 1.FCK bugsierte (69.) oder Janzer nach einem Einwurf (77.). Auch in den Schlussminuten gelang es dem 1. FC Kaiserslautern nicht mehr, klare Möglichkeiten herauszuspielen. Albaek und Hainault versuchten es noch einmal aus der Distanz, näher kamen die Teufel dem Braunschweiger Tor aber nicht mehr.

"Ich bin mit der Leistung der Mannschaft super zufrieden", sagte André Schubert nicht ohne Stolz bei Magenta und lobte, sein Team habe über die Distanzklar verteidigt,nicht so viele klare Torchancen zugelassen und aufopferungsvoll gekämpft. Nun gelte der Fokus demAbschlussder Englischen Woche: "Wir müssen am Wochenende Vollgas geben von der ersten Minute an." Notfalls auch mit frischem Personal: "Da lauern und warten noch andere Jungs aufihre Chance." Am Sonntag (14.00) kommt der SV Meppen an die Hamburger Straße.

Zahlen & Fakten


1. FC Kaiserslautern: Grill - Kraus (46. Huth), Sickinger, Hainault, Schad, Albaek, Löhmannsröben (67. Bergmann), Sternberg - Pick, Zuck (75. Hemlein) - Thiele Trainer: Sascha Hildmann

Eintracht Braunschweig: Fejzic - Becker, Rütten, Nkansah, Kessel (72. Menz), Kijewski - Pfitzner, Otto - Feigenspan (90. Putaro), Hofmann, Janzer (79. Fürstner) Trainer: André Schubert

Torfolge: -

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