LöwenClassics: Rund um den Globus nach Braunschweig

15. Februar 2018
Clarissa Crotta (CH) kommt zum Turnier der Champions nach Braunschweig. Foto: Foto-Design gr. Feldhaus

Braunschweig. Von Schweden bis zur Schweiz, von Japan bis Neuseeland, von Argentinien bis Brasilien – die Spitzenreiter dieser Welt sind rund um den Globus zuhause, aber Anfang März treffen sie sich in Braunschweig zur 17. Auflage der LöwenClassics. Es berichtet Nelly Onigkeit.


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Internationale Springreiter aus 15 Nationen haben ihre Nennungen für die LöwenClassics vom 2. bis 4. März bereits abgegeben. Darunter jede Menge Champions und Reiter, die ihre Nationen bei Championaten vertreten haben. David McPherson war bei zwei Weltreiterspielen für Südafrika dabei, bevor er 2002 seine Nationalität wechselte und seitdem für Großbritannien reitet. Bronze sicherte er sich mit dem britischen Team bei den Europameisterschaften in Mannheim 2007, auch zum WM-Team 2010 gehörte McPherson.

Zwei Welt- und drei Europameisterschaften stehen auf dem Konto von Cameron Hanley. Der Ire war zwei Jahre raus aus dem Sport, weil er sich beim Spielen mit seinen Kindern verletzt hatte. 17 Operationen hat er über sich ergehen lassen und die Ärzte prognostizierten ihm, dass er nie wieder würde reiten können. Aber der Glaube an seinen Sport hat ihm Mut gegeben und ihn zurück an die Weltspitze gebracht.

Seinen Spitznamen unterstreicht er nahezu jedes Wochenende mit einem dicken Ausrufezeichen: ‚Der fliegende Holländer‘ Gert-Jan Bruggink. Mit 20 war er Europameister der Jungen Reiter, danach kamen Europa- und Weltmeisterschaften und Olympische Spiele im Seniorenteam. Und er bringt Hollands größten Champion dieser Tage mit zu den LöwenClassics: den Weltranglisten-Zweiten, den Sieger der Global Champions Tour 2017, den aktuellen Vize-Europameister, Harrie Smolders!

Der 22-jährige Jos Verlooy, der schon bei den Weltreiterspielen in Caen 2014 für Belgien im Sattel saß, kommt auch. Als Junior war er Vize-Europameister mit dem Team, inzwischen gehört er zu Belgiens Besten auch im Seniorenlager. Apropos Belgien: Er ist in Belgien stationiert, aber er geht immer noch für seine Heimat an den Start, der zweimalige Olympiateilnehmer Jaime Guerra Piedra aus Mexiko – und auch er tritt in Braunschweig gegen seine Kollegen an, die rund um den Globus zuhause sind.

Aber längst machen die Springreiter dieser Welt nicht mehr die Titel unter sich aus, die Damen sind den Herren immer härter auf den Fersen. Eine der erfolgreichsten ist Clarissa Crotta. Die Schweizerin hat ihre kleine, aber erfolgreiche Springsport-Nation schon als Juniorin bei Europameisterschaften vertreten und Team-Bronze geholt. Mit den ‚Großen‘ gelang ihr 2009 der Griff nach Gold mit dem Team. Fünf olympische Spiele, zwei Silbermedaillen, eine mit dem Team und eine in der Einzelwertung – der ruhige Schwede Rolf-Göran Bengtsson gehört im Sattel seit Jahrzehnten zur absoluten Weltspitze. 2011 wurde er zum totalen Champion gekürt: Gold bei den Europameisterschaften in Madrid.

Mit diesem beispielhaften Querschnitt durch die internationalen Champions, die bei den LöwenClassics an den Start gehen werden, wird klar: Die deutschen Topreiter müssen in der Volkswagen Halle Vollgas geben, wenn sie vorne mitmischen wollen. Vollgas ist das perfekte Stichwort, wenn es um Deutschlands Nummer eins geht, Felix Haßmann. Nach Braunschweig reist der ‚Schnelle Felix‘ zusammen mit seinem Bruder Toni Haßmann, dem dreifachen Derbysieger. Im Parcours treffen die beiden auch auf Mannschafts-Weltmeisterin Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, auf den Doppel-Europameister von 2005, Marco Kutscher, und auf den Vorjahres-Sieger im Großen Preis der LöwenClassics, Christian Kukuk. Und dann tritt noch ein ganz besonderes Duo bei den LöwenClassics 2018 an: der zweimalige Mannschafts-Olympiasieger Lars Nieberg, der 2010 auch schon den Großen Preis in Braunschweig gewonnen hat, und sein Sohn Gerrit Nieberg. Der 25-Jährige hat in den vergangenen Monaten seine internationalen Kollegen ganz schön auf Trab gehalten. Spätestens seit dem Sieg im Großen Preis von Frankfurt weiß jeder: ‚Wie der Vater – so der Sohn‘ gilt auch im Parcours. Die LöwenClassics in Braunschweig, das Turnier der Champions!

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