Marco Antwerpen: „Mit Wertschätzung kann man sehr viel erreichen“

18. November 2019 von
Marco Antwerpen hat bis Saisonende unterschrieben. Foto: Frank Vollmer
Braunschweig. Bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Cheftrainer von Eintracht Braunschweig stand Marco Antwerpen Rede und Antwort. Wir haben die wichtigsten Aussagen des 48-Jährigen bei seiner Ankunft zusammengefasst:

Marco Antwerpen über …

… die neue Herausforderung:

Ich kann mich noch an das letzte Spiel erinnnern was ich hier mit Preußen Münster absolviert habe. Das war vor einer sehr beeindruckenden Kulisse, eine ganz ganz tolle Atmosphäre. Ich fiebere eigentlich jetzt schon dem Spiel gegen Chemnitz entgegen, das mal als Trainer von Eintracht Braunschweig zu erleben. Ich freue mich riesig drauf. Das ist eine tolle Herausforderung, vor der man sicherlich Respekt haben sollte. Ich bin aber ein sehr zuversichtlicher Mensch und sehr optimistisch, dass wir das in Zusammenarbeit mit der Mannschaft hinbekommen.

… den Schritt nach Braunschweig:

Ich musste gar nicht übelegen!

… die Pause als Trainer seit Sommer:

Natürlich verfolgt man weiter den Fußball. Man sollte jederzeit immer gut informiert sein über die verschiedenen Ligen, die es gibt. Ich habe sehr viele interessante Spiele gesehen, was einfach auch wieder die Lust sehr geweckt hat, als Trainer tätig zu sein.

Auch Spiele von der Eintracht gesehen – auch das letzte gegen Preußen Münster. Ich denke schon, dass wir über eine qualitativ sehr gute Mannschaft verfügen, die aus welchen Gründen jetzt auch immer in Schwierigkeiten gekommen ist. Unsere Aufgabe besteht jetzt darin, das Potential von den Spielern wieder so herauszuholen, dass wir erfolgreich Fußball spielen.

… den Trainertypen Marco Antwerpen:

Ich glaube, es kommt in gewissen Bereichen darauf an, dass einige Faktoren eingehalten werden. Disziplin, Akzeptanz, Respekt – das sind alles Dinge, die sind nocht nur im Fußball wichtig. Die sind auch im normalen Berufsleben wichtig. Mit solchen Werten sollte man einfach vernünftig umgehen und die auch in eine Mannschaft implementieren. Ich find das sehr wichtig. Mit Wertschätzung kann man sehr viel erreichen. Mit Druck wird es immer ein bisschen schwieriger. Aber es gibt einfach Faktoren, die müssen eingehalten werden.

… die Vertragslaufzeit bis Saisonende:

Nicht die Vertragsdauer ist das Entscheidende, sondern die Aufgabe ist es, die reizt. Dewegen habe ich das so entschieden. Den Blick so weit nach vorne zu richten ist soweiso verkehrt. Ich denke nicht, was ist im Sommer sondern konzentriere mich auf das nächste Spiel gegen Chemnitz.

Erste Einheit bei Herbstwetter: Marco Antwerpen (Bildmitte). Foto: Vollmer

… seine ehemaligen Spieler Martin Kobylanski und Danilo Wiebe:

Es sind zwei Spieler. Eine Mannschaft besteht aus mehreren Spielern. Aber ich habe schon mal zwei Spieler dabei, die wissen, wie ich Fußball spielen möchte, wie ich denke und es kann nie ein Nachteil sein, wenn man mit Spielern schon zusammengearbeitet hat.

… Martin Kobylanski im Speziellen:

Wir haben Martin in Münster in seiner Leistung schon sehr stabilisiert. Wenn man sieht, wie viele Tore er als Mittelfeldspieler gemacht hat, teilweise Kapitän auf dem Platz war. Man kann vernünftig mit ihm über Fußball sprechen. Wenn er vielleicht in einigen anderen Bereichen auch noch diese Leistung bringen würde, wäre er vielleicht nicht in der 3. Liga.

Aber man sollte nie den Fehler machen, nur einzelne Spieler zu kritisieren. Das ist letztendlich eine Mannschaftssportart. Dementsprechend steht die ganze Mannschaft im Fokus und hat nicht mehr die Leistung erbracht, die sich der ganze Verein gewünscht hat.

… den Fußball, den er spielen lassen will:

Nach Möglichkeit offensiv mit wenig Gegentoren.

… das Problem der Eintracht in den letzten Wochen:

Das möchte ich gar nicht beurteilen. Ich bin kein Mensch, der in der Vergangenheit lebt. Der Fokus liegt ganz klar auf dem ersten Spieltag gegen Chemnitz und darauf werden wir und vorbereiten. Es macht keinen Sinn immer nach hinten zu schauen. Der Typ bin ich nicht und das versuche ich auch der Mannschaft zu vermitteln.

… sein erstes Spiel gegen Chemnitz:

Wir sind optimistisch – auch im Trainerteam –, dass wir am Samstag einige Dinge schon auf dem Platz sehen werden, die wir uns vorstellen.

Kennen sollte man die 3. Liga sowieso. Das ist bei mir der Fall. Dementsprechend werden wir gut auf den Gegner vorbereitet sein. Was aber auch wichtig ist, dass man sich nicht nur am Gegner orientiert, sondern auch seine eigene Spielweise auf den Platz bringt und gerade in den Heimspielen mehr agiert als reagiert.

… den Stellenwert der Fankultur bei Eintracht Braunschweig:

Wenn man sieht, dass diese Stadt komplett Fußball lebt, macht das einfach Spaß hier als Trainer tätig zu sein. Die Stimmung im Stadion ist einfach überragend. Die Fans haben hier ein sehr sehr gutes Gespür dafür, wenn es vielleicht mal ein bisschen schwieriger wird für die Spieler und trotzdem die Unterstützung brutal noch gegeben ist. Ich glaube, das macht es manchmal für eine Mannschaft recht leicht, in eine Saison reinzukommen. In anderen Stadion ist das schon anders.

… seine Umzugspläne:

Es ist geplant, dass ich hier in Braunschweig eine Wohnung nehme.

… den Sportdirektor Peter Vollmann, den er schon sehr lange kennt:

Er ist erstmal ein sehr erfahrener Trainer gewesen. Die Unterstützung ist immer wichtig und man kann sich immer einen Rat holen, wie man einige Situationen löst. Auch das sehe ich als Vorteil.

Peter Vollmann (i.) und der neue Cheftrainer Marco Antwerpen. Foto: Vollmer

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