Welchen Plan hat sich Marco Antwerpen gegen das Team ausgedacht?
Welchen Plan hat sich Marco Antwerpen gegen das Team ausgedacht? Foto: Agentur Hübner/Grafik: Vollmer
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05.06.2020

Marco Antwerpen: "Müssen gegen Bayern II einen guten Plan haben!"

von Frank Vollmer


Braunschweig. Es geht eng zu an der Spitze der 3. Liga. Nun kommt ein echter Kracher! Im Rahmen des 30. Spieltages gastieren am Samstag (14.00) die Amateure des FC Bayern München im Eintracht-Stadion. Die beste Mannschaft der Rückrunde ist für Marco Antwerpen im Vergleich zu den bisherigen Aufgaben nach dem Re-Start aber nicht der erste Gradmesser. Und doch „müssen wir einen guten Plan haben“, so der Eintracht-Coach vor dem Topspiel.

"Bayern II ist eine extrem gute Mannschaft!"


In der 3. Liga zu gewinnen sei immer sehr schwer, betont Marco Antwerpen. Dementsprechend sei der kommende Gegner auch nicht der erste Gradmesser nach dem Re-Start. „Viktoria Köln hat auch noch kein Spiel verloren und Halle stand mit dem Rücken zur Wand und musste eine Reaktion zeigen.“ Aber: „Natürlich ist Bayern II eine extrem gute Mannschaft. Wir spielen zuhause und haben unsere Heimspiele bisher sehr gut gestaltet. Wir sind angehalten, einen guten Plan zu haben!“ Den möchte Antwerpen natürlich nicht öffentlich preis geben.

Es sind die Grundtugenden des Fußballs, an die der 48-Jährige erinnert und die er von seiner Mannschaft einfordert: „Hohe Laufbereitschaft, gut gegen den Ball stehen, sehr aktiv sein, viele Rochaden im Mittelfeld“, zählt Antwerpen auf und: „Wir müssen viel unterwegs sein und bereit sein, das Spiel von Bayern II anzunehmen.“

Vor allem bei ruhenden Bällen zuletzt extrem wertvoll: Martin Kobylanski. Nun droht die 5. Gelbe Karte. Foto: Agentur Hübner


Rotation ist "möglich"


Erneut kündigt Marco Antwerpen dafür Rotation an. „Die ist möglich“, betont er, „Wir müssen sehen, wie steht es um die Erschöpfung der Spieler. Wir müssen fürsorglich mit unseren Spielern umgehen.“ Drohende Gelbsperren wie bei Benjamin Kessel, Robin Becker (je 9) oder dem zuletzt so wertvollen Martin Kobylanski (4) spielen in den Überlegungen ihres Trainers aber keine Rolle. „Wir achten nicht darauf, bei uns ist jeder wichtig“, entgegnet er. „Wir sind in der Lage das über andere Spieler, die dann in die Mannschaft kommen, abzufangen.“

Fejzic erneut nicht dabei


Definitv nicht dabei sein werden Manuel Schenk (leichte Zerrung) und Robin Ziegele. Letzterer steigt am Sonntag wieder ins Mannschaftstraining ein. Im Fall von Torhüter Jasmin Fejzic wollen die Verantwortlichen kein Risiko eingehen. Der Bosnier wird noch einmal geschont, obwohl er seine Knieprobleme auskuriert hat.

19 Tore, 4 Vorlagen und nur schwer unter Kontrolle zu halten: Kwasi Okyere Wriedt. Foto: Agentur Hübner/Archiv


"Der Schlüsselspieler schlechthin!"


Der kommende Gegner legte zuletzt eine beeindruckende Serie hin. Sieben der acht Rückrundenspiele gestaltete die Mannschaft von Sebastian Hoeneß (38) siegreich. Dank dieser tollen Serie stehen die „Kleinen Bayern“ punktgleich mit der Eintracht – auch wenn sie am Ende nicht aufstiegsberechtigt sind. Taktisch extrem flexibel im 4–4-2, 4-3-3 oder 4-2-3-1 ist der Aufsteiger nur schwer auszurechnen. Vorne stürmt mit 19-Tore-Mann Kwasi Okyere Wriedt der derzeitige Top-Knipser der Liga. „Es geht darum, den Schlüsselspieler aus dem Spiel zu nehmen“, warnt Antwerpen und betont: „Wriedt ist der Schlüsselspieler schlechthin. Er ist in der Lage, aus kaum einer Chance ein Tor zu machen!“

Doch schaut Antwerpen lieber auf das eigene Lager: „Wie die Jungs das bisher gemacht haben war eindrucksvoll in der Situation. Durch Siege wächst das Selbstbewusstsein und es herrscht eine gute Stimmung. Wir sind aber nicht euphorisch“, betont der Trainer. Die Situation verlange eher: „Durchdacht spielen und weiter gewinnen.“


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